Diese Ausbildungen garantieren Arbeit

Drohnenpilot oder doch Maurer? Wir erklären dir, welche Ausbildungen dir eine goldene Zukunft bescheren.

Falls du auch zu den Menschen gehörst, die sich von den Kassenautomaten beim Detailhändler in ihrer Zukunft bedroht fühlen oder falls du dich eh fragst, was du mit deinem Leben machen sollst, um an genügend Cash für eine Villa, einen Lambo oder einen Bitcoin zu kommen: We got you covered!

KV-Leute müssen neue Skills lernen

Dank Digitalisierung und Globalisierung verändert sich die Arbeitswelt extrem. Ein Bericht des World Economic Forum versucht diesem Wandel auf den Grund zu gehen – mit etwas deprimierenden Nachrichten für die KV-Fraktion: Heute übliche Büro- und Verwaltungsjobs dürften in Zukunft weniger gefragt sein, da Computer Routinetätigkeiten übernehmen könnten. Nerina Gross, Berufs- und Laufbahnberaterin am BIZ Bern, ergänzt: «Informatik- und Kommunikationsfertigkeiten (unter anderem Fremdsprachen-Kenntnisse) werden zunehmend wichtiger in KV-Jobs. Wer sich an einfachen Routineaufgaben orientiert, wird hingegen Mühe haben.»

Den grössten Aufschwung verspricht sich der Bericht hingegen von Ingenieursjobs. «Fachkräfte in allen Ingenieur-Branchen sind auf jeden Fall gefragt», sagt auch Gross. «Da sich die Technologien schnell verändern, ist eine Bereitschaft zur ständigen Auseinandersetzung mit Entwicklungen zwingend.» Zu den aktuell gefragten Berufen gehört beispielsweise der Lebensmitteltechnologe, der im Labor an neuen Geschmacksrichtungen für Chips, an künstlichem Fleisch oder an neuen Biersorten feilt.  

Drohnen und Roboter

Ebenso – und das sollten mittlerweile keine Neuigkeiten mehr sein – gut stünde es um allesaus den Bereichen Informatik und Mathematik. «Es ist anzunehmen, dass Berufe mit wenig Möglichkeit zur Automatisierung zu den ‹Gewinnern› der Digitalisierung gehören werden», ergänzt Gross.

Das Vergleichsportal «Gehalt.de» empfiehlt beispielsweise eine Spezialisierung als Drohnenpilot/-Ingenieur – auch weil Amazon, Google und Konsorten längst mit Paketlieferungen mit unbemannten Flugobjekten experimentieren. Und der verwandte Berufszweig der Robotik sei ebenfalls spannend – gerade in der Schweiz, denn die ETH Zürich und Lausanne werden häufig zu den besten Robotik-Universitäten der Welt gezählt.

Nicht von Robotern ersetzen lassen

Wers ernst meint mit der IT, der spezialisiert sich auf Blockchains und biedert sich beim Zentrum der Kryptowährungswelt im «neuen Silicon Valley» in Zug an. Einen Beweis dafür liefern derzeit Dutzende Unternehmen, die beiläufig «Blockchain» oder «Bitcoin» erwähnen und damit ihren Aktienkurs auf ein All-Time-High befördern. Ebenfalls gefragt sind laut dem WEF-Bericht IT-Sicherheitsexperten – angesichts von Smart Homes, dem «Internet der Dinge» und ähnlichen Entwicklungen scheint das sinnvoll.

Natürlich gibts auch diverse Jobchancen ohne notwendiges Studium. Was im WEF-Report keinen Platz findet, aber unter anderem vom BIZ Bern oder der Boston University als aussichtsreiches Berufsfeld gehandelt wird, ist die Pflegebranche. Gerade die relativ junge Weiterbildung zum Fachmann Langzeitpflege und –Betreuung sei laut einer Studie der Berner Fachhochschule für Pflege wichtig: Bis 2030 sollen hier bis zu 190'000 Arbeiter rekrutiert werden.

Wer hingegen bereits in einer mittelmässig coolen Lehre steckt, soll sich derweil nicht entmutigen lassen: «Die Wahl der ersten Ausbildung ist kein Entscheid für das ganze Leben», sagt Gross. «Es gibt auch später immer noch mehrere Wege, ein Ziel zu erreichen.»


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12 Kommentare

NEO NEOGAS vor 7 Monate
Blockchain Spezialisten wird es in Zukunft brauchen! Nicht auf Etherum sondern auf der NEO Blockchain!
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röbi vor 7 Monate
Sorry, aber das ist idyllische Augenwischerei! Drohnenpiloten sind die Lastwagenfahrer der Zukunft - auch nicht unbedingt ein toller Job jedenfalls. Baubranche: Mit der Baubranche kannst du nie wirklich rechnen, sondern da gehst du nur hin, wenn du halt Lust hattest darauf... Du musst immer machen, was dir gefällt und dann durchbeissen, damit du "im System bleibst". Macron und Trump bringen zwar einen Wirtschaftsaufschwung, aber die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auf, was uns unter dem Strich ärmer werden lässt. Das alles heisst, dass es keine eigentliche "sichere Häfen" gibt: aber es gibt herkömmliche traditionnelle Arbeitgeber (wie zum Beispiel die SRG) und die entlassen nie auch nur EINEN Mitarbeiter lol Alle Zeichen stehen auf Rationalisierung - weniger "normale" Jobs. Zudem steigen die Krankenkassen .... Studieren ist zwar allzu umständlich, aber wenigstens steigen die Jobchancen... Immer daran denken, dass die meisten Politiker sich nicht um die einfachen Leute kümmern, sondern nur um ihr Geld (und ihre Vorurteile, aber egal). Es gibt in Zukunft vielleicht keine Arbeitslosenquoten von 3,3% mehr, sondern bildungsabhängige Prozentzahlen im zweistelligen Bereich... In Zukunft geht vielleicht ohne Lehrabschluss oder höher gar nichts mehr - oder das Handwerk entlöhnt nicht mehr genug um für die Lebenshaltungskosten aufkommen zu können ... Je sicherer wir uns wähnen, desto schlimmer wird es herauskommen!
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Antwort von Studieren ist nicht die Lösung für alles vor 7 Monate
Ein Studium erhöht die Jobchancen nicht zwingend, oft genug ist eher das Gegenteil der Fall. Es braucht nur eine bestimmte Anzahl an Arbeitskräften in einem Sektor. Studieren zu viele das selbe, sinkt der Wert des Einzelnen weit unter den eines gelernten Handwerkers. Angebot und Nachfrage und wenn zu viel Nachfrage da ist, gehen viele weit über das im Arbeitsgesetz festgelegte Maximum hinaus, nur um später vielleicht einen besser bezahlten Job zu kriegen. Spätestens nach dem zweiten Postdoc folgt dann die Ernüchterung.
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Mike vor 7 Monate
Po litiker ist noch besser !
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Antwort
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