«Yakult» wegen Netflix fast ausverkauft

Wegen des Hypes um eine Teenie-Komödie auf Netflix hat der Hersteller des japanischen Milch-Joghurt-Drinks «Yakult» Lieferengpässe. Vor allem in Asien ist die plötzliche Nachfrage gigantisch.

Die Teenie-Liebeskomödie «To All the Boys I’ve Loved Before» bricht alle Rekorde. Fans lieben die Charaktere des Netflix-Films und die grösstenteils eher unbekannten Darsteller und Darstellerinnen katapultierten sich dir-nichts-mir-nichts ins Karriere-Hoch. Aber nicht nur die Schauspiel-Riege profitiert vom Erfolg des Streifens.

Korea? Japan? Yakult!

Auch «koreanische Joghurt-Smoothies», das Lieblingsgetränk der Hauptrolle im Film, erfahren einen überraschenden Hype. Und zwar einen so grossen, dass gerade in Asien Lieferengpässe beklagt werden und kaufbereite Netflix-Fans vor leeren Regalen stehen.

Die Rede ist vom japanischen (im Film fälschlicherweise als koreanisch bezeichnet) probiotischen, fermentierten Milchgetränk «Yakult». Der Magermilchdrink, mit speziellen Bakterien angereichert, ist bereits seit 1935 auf dem Markt und weltweit in ausgewählten Supermärkten erhältlich.

Netflix hat Schuld

Oder eben auch nicht. Durch seinen Gastauftritt in «To All The Boys…» stieg die Nachfrage nach «Yakult» urplötzlich so enorm, dass die Hersteller in vielen asiatischen Ländern mit dem Produzieren kaum noch nachkommen. Enttäuschte Fans machen auf Twitter ihrem Ärger Luft:

«Soweit ich weiss, ist so etwas in einem asiatischen Land noch nie passiert – Yakult ist Mangelware. Aber heute ist mein Lieblingsgetränk schon in zwei Läden, die ich besucht habe, ausverkauft. Ich gebe dir die Schuld, Netflix!», schreibt eine Bloggerin von den Philippinen.

Wirkungsvolle Produktplatzierung

Wie alle guten Filmreferenzen wurde der flüchtige Yakult-Moment schnell zu einem Gesprächsthema in den sozialen Medien und führte so zu ungemein erhöhter Nachfrage. Nach Angaben des Medienunternehmens Bloomberg soll die Social-Media-Performance des Produkts nach der Veröffentlichung des Films raketenhaft angestiegen sein.

Aber es ist nicht nur eine Zunahme von Hashtags und Twitter-Posts, die Yakult gerade geniesst. Die Experten berichten, dass Aktien des Milchproduzenten Yakult Honsha Co. seit dem Netflix-Start von «To All the Boys I've Loved Before» um ganze 2,6 Prozent gestiegen sind.

Auf Nachfrage beim deutschsprachigen Pressevertreter von Yakult wurden die Zahlen weder bestätigt noch dementiert.
 


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5 Kommentare

vor 21 Tagen
ganze 2,6% - Rakete!
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Chapi vor 21 Tagen
Yakult ist sehr gut nur hier ist es sehr teuer darum drinke ich es nur in Asien
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Peter Lustig vor 21 Tagen
Den Drink gabs vorher auch schon, ihr Netflix-Niffer 😂
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Betroffener vor 21 Tagen
Hiess das nicht mal "Mir nichts, dir nichts"? Könnt Ihr das bitte, bitte mit Zucker obendrauf ändern? Ich bekomm sonst Augenkrebs...
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