Er bearbeitet tausende Wikipedia-Artikel

Wikipedia steht heute für Wahrheit. Wir besuchen einen jungen Winterthurer, der tausende Artikel des Online-Lexikons überarbeitet – aus Leidenschaft.

Es gibt ja immer noch Menschen, die glauben, was im Internet stehe, das sei wahr. Zugegeben, diese Gruppe an Leuten stirbt hoffentlich mit der Zeit ebenso aus, wie diejenigen, die alles glauben, was ein Populist bei seiner Rede am Dorfbrunnen verzapft.

Wikipedia hingegen geniesst einen ziemlich guten Ruf, wenns um die Wahrheit geht. Das ist durchaus nachvollziehbar: Üblicherweise sind die Quellen sauber und zuverlässig dargelegt, an viel gelesenen Artikel toben sich hunderte Autoren aus, die versuchen, gemeinsam das bestmögliche Lexikon zu schaffen. Und – das ist ja das Schöne am Netz: Wenn irgendetwas nicht korrekt scheint, erwacht irgendwo auf dieser Welt ein Nerd, der sich die Mühe macht, den vermeintlichen Fehltritt mit einem Drei-Absatz-Kommentar richtigzustellen.

 

Von Hardcore-Punk bis Unihockey

 

Einer der Menschen, der sich darum bemüht, das Netz mit Wahrheit zu füllen, heisst Manuel Sahli, ist 29 Jahre alt und hatte bereits bei tausenden Wikipedia-Artikeln seine Finger im Spiel. Der AL-Kantonsrat schrieb bereits über die Rugby-Union der Schweiz, über den mittlerweile aufgelösten Unihockeyverein Elch Wangen-Brüttisellen oder über die brasilianische Hardcore-Punkband Raimundos.

 

Der Schwerpunkt seiner ehrenamtlichen Arbeit fürs Online-Lexikon liegt aber auf Winterthur. Mit seinem Engagement für seine Stadt – er war massgeblich an beinahe einem Drittel aller über 1200 Beiträge rund um Winterthur beteiligt – hat sich der Informatiker einen kleinen Namen in der Schweizer Wiki-Szene geschaffen. Und stellte gemeinsam mit anderen Usern die WikiCon 2018 auf die Beine – ein Treffen für Lexikon-Fans, die dieses Jahr in St. Gallen gemeinsam an Texten feilten oder über freie Wissensvermittlung diskutierten.

 

Wie sieht ein typischer Wikipedianer aus?

 

Sahli arbeitet vor allem aus Leidenschaft und Neugier für Wikipedia. Wie sein Engagement dafür begann, wie ein typischer Wikipedianer aussieht und wie viel Arbeit hinter einem Wikipedia-Beitrag steckt, erzählt euch der Winterthurer oben im Video.  


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28 Kommentare

Floh vor 6 Tagen
Mein Ex Chef hat bei Wikipedia immer wieder Angaben korrigiert oder ergänzt. Leider stimmten Sie oft nicht, ihm ging es aber auch nur darum, etwas zu behaupten um dann sagen zu können, " schau bei Eikipedia, dort findest Du die Antwort". Nach dem Drittenmal hatte ich ihn durchschaut.. er machts heute noch mit all denen die er beeindrucken möchte...
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Fritz vor 8 Tagen
Wikipedia ist zu nahe Psiram. Für Wissenschaft brauchbar, ansonsten wird viel zu viel zensiert und gelogen.
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Michael vor 8 Tagen
Die Kommentare hier sind ja unterirdisch. Nicht brauchbar ausser für Mathe und Naturgesetze? Jüdisch geführte Plattform? Eindeutig: Hier in den Kommentare ist offenbar irgendne aluhuttragende, antisemitische Trollarmee auf Kreuzzug. So, und jetzt lässt es brav Stinkefinger regnen 😀
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vor 8 Tagen
Genau, Wikipedia genisst andpruch auf Wahrheit. Nun das sind dan wohl diejenigen die sich absolut nicht mit der Welt beschäftigen. Wikipedia ist ok wenn sie etwas über Naturkunde oder Naturgesetzte wissen wollen. Über Sport ect. Bei allem anderen ist es meist Fake und Manipuliert. Darüber hinaus können sie nicht einfach korrigieren wenn die Eliten was nicht korrigiert haben wollen. Wikipedia ist wohl das grösste Zensur Unternehmen auf der Welt. Von dennen können sogar die Chinesen nich lehrnen.
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