Trans-Kind wäre bei Amoklauf umgekommen

Bei einer Amoklauf-Übung wurde ein Kind nicht in Sicherheit gebracht – weil die Lehrer nicht wussten, wie man mit Transmenschen umgehen soll.

Trotz wachsender Akzeptanz haben es LGBTQ-Menschen rund um den Erdball immer noch ziemlich schwierig. Hierzulande ist eine amtliche Geschlechtsanpassung häufig unheimlich viel Büez, die Hetze einzelner konservativer Parteien beginnt bereits bei der Homosexualität und wenn du als Transgender im Knast landest, erwartet dich vielleicht eine kleine Hölle. Und scheinbar werden Transmenschen selbst bei Notfällen diskriminiert, wie ein Fall aus den Staaten zeigt.

Während man die Pnos – nicht nur deswegen – schwer ernst nehmen kann, gibts für Transmenschen Ernstlagen, in denen sie wohl kaum ernst genommen werden.

Sicherheit bei Amoklauf

Kürzlich führte die Stafford County Middle School in Virginia eine Übung durch, um die Schülerinnen und Schüler für den Fall eines bewaffneten Amoklaufs vorzubereiten. Die Anweisungen an die Lernenden waren ziemlich simpel: Sucht euch das nächstgelegene WC oder die nächstgelegene Umkleidekabine und bringt euch da in Sicherheit.

Das Problem daran: Diese sind allesamt nach Geschlechtern getrennt. Und das Lehrpersonal legt Wert darauf, diese Trennung auch bei Lebensgefahr durchzusetzen. Einem jungen Transkind wurde nämlich der Zugang zu den sicheren Räumen verwehrt. Laut den LGBTQ-Aktivisten von «Equality Stafford» setzten die Lehrpersonen das Kind auf den Boden im Gang – kein sonderlich sicherer Platz bei einem Amoklauf – und debattierten ausufernd darüber, wo man einen Transmenschen im Ernstfall in Sicherheit bringen könnte.

Shitstorm folgte

Wie man sich vorstellen kann, waren diverse Menschen nicht darüber erfreut, dass man ein Kind aufgrund seiner Geschlechtsidentität nicht vor einem Amokläufer schützen würde. Der darauffolgende Shitstorm führte dazu, dass die Schule ihren Umgang mit Transmenschen nun überdenkt.

«Wir nehmen solche Fälle ernst und werden uns darum kümmern», teilte die Sprecherin der Schule den lokalen Medien mit. «Das Wohlergehen aller Lernenden ist für unsere Schule extrem wichtig.»


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73 Kommentare

Timo vor 2 Monate
Typisch Amerika... Prüde bis zum Gipfel der Vernunft!
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Fuchur vor 2 Monate
Meiner meinung nach wurde das Kind weltweit diskriminiert. Tatsache das in so einem falle einer übung das Kind als einziges im Gang platz nehmen musste ist doch schon sehr sehr frustrierend und erniedrigend. Im Ernstfall sowie auch bei Übungen sollte sich nur darauf beschränken alle Kinder in Sicherheit zu bringen. Fakt.
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Finde ich herzlos vor 2 Monate
Traurig. Für das Kind wird das eine bleibende sehr schlechte Erinnerung. Nämlich nicht nal dann, wenn es dringend Schutz bräuchte, ist jemand da. Ein Bisschen was von Psychologie zu verstehen wäre wichtig für Lehrer. Finde es auch schlimm, dass viele Transmenschen missbraucht wurden. Da sollte man das Umfeld kritisch hinterfragen.
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Privilegierte Menschen vor 2 Monate
Ich finde es beinahe schon erschreckend, wie viele Personen hier Transmenschen als krank und therapiebedürftig bezeichnen. Wer im richtigen Körper geboren wurde, kann sich glücklich schätzen. Dieses Privileg scheint aber vielen hier so selbstverständlich zu sein, dass sie annehmen, es wäre die einzig richtige Sache. Oder glauben sie etwa auch noch, dass z. B. Bi- und Homosexualität ebenfalls durch eine Therapie "ausgetrieben" werden müssen?
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