Das verrückteste Labyrinth der Schweiz

Die interaktive Ausstellung «Too early to panic» im Basler Museum Tinguely ist eine (alb-)traumhafte Märchenwelt zwischen Leben, Vergänglichkeit und Drogentrip.

Einen Ausstellungsbesuch verbindet man jetzt nicht unbedingt mit Schnecken-Fitness-Studios, Horror-Schönheitskliniken und bunten Märchenwäldern. Zumindest geht es uns so, bevor wir das Museum Tinguely in Basel betreten, das zur Zeit die wohl aussergewöhnlichste Ausstellung des Jahres beherbergt.

Wie bei Alice, nur anders

Das Museum ehrt das Schweizer Künstler-Duo Gerda Steiner und Jörg Lenzlinger mit der Retrospektive «Too early to panic» und zeigt dabei nicht nur einen Querschnitt seines bisherigen Schaffens, sondern lockt das Publikum in eine kunterbunte und teilweise verstörende Fantasiewelt.

Schon vor Betreten werden wir vor die erste folgenschwere Entscheidung gestellt: Wir müssen zwischen drei verschiedenen Türen wählen – Zukunft, Vergangenheit oder Gegenwart – bevor wir ein Labyrinth. Ein bisschen wie bei «Alice im Wunderland», nur anders.

Paradox positiv

Wir entscheiden uns für das «Jetzt» und wenige Augenblicke später stehen wir in einer irren knallpinken Parallelwelt, in der eine Rezeptionistin mit monströsen Fingernägeln unsere Wahrnehmung von Schönheit in Frage stellt, ein verrückter Wissenschaftler unsere Tränen abzapft und eine schwebende Muschel eine Blume für uns auswählt.

Es beginnt eine bizarre Reise durch Leben, Vergänglichkeit und Selbsterkenntnis. Die kitschig-morbide Ästhetik der gesamten Ausstellung schlägt aufs Gemüt – paradoxerweise auf eine positive Weise – und trägt grundsätzlich dazu bei, uns während des Besuchs irgendwie high zu fühlen.

Gesundheitsschonender Drogentrip

«Too early to panic» ist auf eine merkwürdige Art fast wie ein halluzinogener Drogentrip. Nur kostengünstiger, gesundheitsschonender und legaler, versteht sich. Selten hat ein Besuch im Museum so viel Spass gemacht und war gleichzeitig so verstörend.

Bis 23. September kannst du dir selbst ein Bild machen und das wohl verrückteste Labyrinth der Schweiz durchqueren.

(Video von Valentina Sproge)


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5 Kommentare

Konrad K. vor 6 Monate
Langeweiliger Bericht von einem langweiligen "Journalist".
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CrazyBoy vor 6 Monate
Klingt irgendwie interessant 😃
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Kurt Gasser vor 6 Monate
Heute ist jede Scheisse Kunst !
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Mike vor 6 Monate
Mann geht mir solcher Müll auf die Nüsse 😞((((
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