Ist das die herzloseste Todesanzeige überhaupt?

Weil sie offenbar eine miserable Mutter war, verewigten sie ihre Kinder in einer genauso lausigen Todesanzeige. Sie sind froh, ihre Erzeugerin endlich los zu sein.

Deine Mutter hat dich als Baby mal fallen gelassen? Sie hat dich damals nicht an die voll krasse Party gehen lassen? Oder dir vielleicht das herzige Top nicht gekauft? Alles halb so schlimm. Der Award für die schlechteste Mutter des Jahres geht nämlich nicht an deine Mama, sondern an Kathleen Dehmow Kalifornien. Und damit das auch die ganze Welt erfährt, haben ihre Kinder zur Feier ihres Todes für sie einen zutiefst hasserfüllten Nachruf geschrieben.

Hass, Wut und Abscheu

«Sie starb am 31. Mai 2018 in Springfield und wird sich nun für ihre Taten verantworten müssen. Wir werden sie nicht vermissen und die Welt wird ein besserer Ort sein ohne sie.» Die letzten Worte, die ihre Kinder Gina und Jay in der US-Lokalzeitung «The Redwood Falls Gazette» an ihre Mutter richteten, triefen nur so vor Hass und Abscheu. Dies scheint aber nicht ganz grundlos zu sein.

Wie die Hinterbliebenen in der Todesanzeige weiter anfügen, war die 80-Jährige nämlich nicht nur eine lausige Mutter, sondern eine genauso herzlose Ehefrau. Den Vater von Gina und Jay betrog die Verstorbene. Mit ihrem Schwager. Als sie schwanger wurde, verliess sie Ehemann und Kinder für den Neuen. Allmählich verstehen wir die boshafte Botschaft.

Gerechtfertigt oder respektlos?

Selbstverständlich blieb dieses Todesanzeigen-Juwel auch der Internetgemeinde nicht verborgen. Obwohl die Zeitung die Anzeige nach nur wenigen Stunden von ihrer Website entfernte, stürzten sich Twitter-User wie Geier auf das mittlerweile virale Foto der Todesanzeige.

Die Reaktionen zu Kathleens offenbar kläglich gescheiterten Mutterseinexperiment spalten sich aber. Während einige über die gemeine Publikation witzeln und allen raten, doch bitte bei Lebzeiten netter zu ihren zukünftigen Todesanzeigenverfassern zu sein, finden andere den Nachruf respektlos.

Gina und Jay werden die Kommentare wohl ziemlich egal sein. Hauptsache sie konnten ihre Erzeugerin noch einmal den Stinkefinger zeigen und sie zur Hölle schicken. Nur blöd, dass sich Mutti nicht mehr verteidigen kann.


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125 Kommentare

Elisabetta vor 2 Monate
Bravo! Großen Respekt für die biologischen Nachkommen, die wissen, dass zum Muttersein weit mehr gehört als, das, was sie erfahren mussten. Bravo dafür, sich heuchlerischen Konventionen nicht zu beugen. Viele Überlebende dysfunktionaler Familienstrukturen fühlen mit ihnen.
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Marc vor 2 Monate
Ohh... Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
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Anastasia vor 2 Monate
Total daneben. Sie wird wohl nicht die einzige Frau mit Fehlern auf diesem Planeten sein. Niemand sollte sich anmaßen, über sie zu urteilen. Und schon gar nicht im Tod. Shame on them.
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Antwort von Peti vor 2 Monate
Auch die Hinterbliebenen sind nicht ohne Fehler, und die Todesanzeige ist alles andere als würdig. Aber der obere Beitrag scheint rational geschrieben zu sein. Aus Distanz zu urteilen ist viel einfacher als wenn man direkt betroffen ist.
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