«Wir sind nicht dumm und unvorsichtig»

Das britische Sportler-Team «Storror» steht an der unangefochtenen Spitze der bekanntesten und kommerziell erfolgreichsten Parkour-Athleten der Welt. Wir haben mit den Jungs geredet.

Gehörst du – wie wir – zu den Leuten, die selbst zu unsportlich und feige sind, um selbst in rasantem Affentempo über Hausdächer zu springen und dabei beeindruckende Stunts vorzuführen? Du gibst dir den Nervenkitzel lieber aus sicherer Distanz per Video? Dann stehen die Chancen gut, dass du schon das eine oder andere Mal über einen Clip der Jungs von «Storror» gestolpert bist.

Stars der internationalen Parkour-Szene

Die Typen aus Südostengland sind zwischen 23 und 26 Jahre jung und haben sich mit krassen Aufnahmen ihrer waghalsigen Abenteuer nicht nur eine gigantische Fanbase (fast eine Million Abonnenten auf Youtube), sondern ein kleines Imperium an der Spitze der internationalen Parkour- und Rooftoping-Szene aufgebaut.

Neben ihrem viralen Erfolg betreiben die jungen Männer eine höchst erfolgreiche Sportmode-Linie und bringen in regelmässigen Abständen ihre eigenen Turnschuhe heraus, was vor allem Sneaker-Fans glücklich macht. Drew, einer der Mitbegründer von «Storror», hat ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert und uns verraten, wie gefährlich Parkour wirklich ist:

Wer und was steckt hinter Storror?
Es hat alles damit angefangen, dass wir 2007 als kleine Gruppe bester Freunde einfach rumgealbert und lustige Parkour-Videos online gestellt haben. Wir wurden älter und aus dem Spiel wurde ein Business und aus den albernen Jungs wurde das bekannteste Parkour-Team der Welt.

Ihr seid ja mehr als nur eine Gruppe sportlicher Typen.
In erster Linie – und das wird auch immer so bleiben – sind wir beste Kollegen und teilen unsere Liebe zum Sport. Alles andere kam dann mit der Zeit. Das Label starteten wir 2014, um aus dem gemeinsamen Hobby eine nachhaltige Karriere zu schaffen, von der wir leben können.

Parkour ist jetzt nicht gerade als besonders sichere Sportart bekannt. Wie sehr begleitet euch die Angst?
Parkour ist tatsächlich viel weniger gefährlich, als alle denken. Zumindest, wenn man es richtig macht. Es gehört eine Unmenge an akribischer Planung und Risikoabschätzung zu allem, was wir tun. Durch unser tägliches Training bauen wir irrationale Ängste ab und lernen, Gefahren richtig einzuschätzen und zu vermeiden. Nach elf Jahren können wir das schon ganz gut.

Passieren trotzdem mal Unfälle?
Ich habe mir letztes Jahr beide Beine gebrochen und die Gelenke ausgekugelt. Das war schon ziemlich scheisse. Ich bin immer noch nicht wieder ganz auf der Höhe und muss mich beim Training etwas zurückhalten.

Machen sich denn eure Familie und Freunde keine Sorgen?
Die vertrauen darauf, dass wir nicht unglaublich dumm und unvorsichtig sind. Sie wissen, dass wir mit grosser Sorgfalt vorgehen. Klar, kann immer etwas passieren. Aber das ist bei fast jedem Sport so.

Ihr erkundet in euren Videos die Metropolen der Welt. Welche Stadt hat dich bisher am meisten beeindruckt?
Hongkong ist ein unglaublicher Ort. Die Gebäude sind so nah aneinander – perfekt für uns! Auch die Architektur ist Wahnsinn und der Mix von verschiedenen Kulturen echt beeindruckend.
 
Hongkong kommt ja auch in «Roof Culture Asia» vor – eurem neuesten Filmprojekt.
«Roof Culture Asia» ist das bisher grösste Projekt in der gesamten Geschichte von «Storror». Wir sind über sechs Wochen lang an unsere Limits gegangen und haben dabei körperliche, emotionale und auch filmtechnische Grenzen überschritten, von denen wir nicht dachten, dass wir sie je erreichen können.

Wart ihr schon in der Schweiz?
Klar! Vor einigen Jahren waren wir in Basel und haben dort Teile von «Chaps on Tour 2013» gefilmt.

Gibts schon Pläne für die nächste Zukunft?
Wir drehen demnächst ein paar Episoden in Südamerika – das wird richtig cool! Ausserdem bereiten wir gerade nächste Kollektionen vor und wollen spätestens Ende des Jahres unseren ersten Flagshipstore in London eröffnen. Oh – und wenn alles gut läuft, knacken wir bald die Millionen-Abonnenten-Grenze auf Youtube!


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11 Kommentare

Dem kleinem stück Elend vor 8 Monate
Parkour isch liebi parkour isch lebe
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Antwort von Regula vor 8 Monate
@ Dem kleinem stück Elend Ich hasse die Parkuhr! Die frisst immer mein Kleingeld!
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Da Pidi da Brindisi vor 8 Monate
Nicht dumm, aber etwas tu viel heruntergefallen, was bekanntlich doof macht.
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Antwort von Dem kleinem stück Elend vor 8 Monate
Du machst anscheinend auch doof und keinen sinn. Ich will nicht behaupten das ich klug währe aber beleidige nicht das beste parkourtean
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