«Die Kirche will mich ins Höllenfeuer werfen»

Vor kurzem haben wir euch den einfachsten Weg zum Kirchenaustritt gezeigt. Das führte unter euch zu einer ziemlich hitzigen Debatte.

Bei wenigen Themen fliessen die Emotionen so stark hoch, wie bei der Frage nach der Religion. Die Gretchenfrage kennst du ja nicht nur aus dem Deutschunterricht (Goethe und so), sondern auch beispielsweise von Ed Sheeran, der mal sagte: «Ich bin wohl Musiker geworden, weil mich Gott ansah und dachte: ‹Der braucht wahrscheinlich meine Hilfe, um flachgelegt werden›.»

Ihr merkt – das mit Gott, der Kirche und dem Flachlegen ist ein grosses Ding. Und dementsprechend ging auch die Diskussion in unserer Kommentarspalte ab, als wir uns genauer ansahen, weshalb (junge) Menschen aus der Kirche austreten. Den Text dazu findet ihr übrigens hier.

«Sie predigt Wasser und trinkt Wein»

«Man kann an Gott glauben, ohne die Kirche zu unterstützen», schreibt beispielsweise Muro1983. «Sie predigt Wasser und trinkt Wein. Sie sitzt auf Milliarden, während ihre Anhänger verhungern.» Das erinnert an das klassische philosophische Argument gegen Gott: Wie kann er allmächtig, allwissend und allgütig sein, wenn 15-jährige Syrer ihren Freunden beim Sterben zusehen müssen? Hingegen könnte man auch argumentieren, Ed Sheeran werde garantiert flachgelegt und dementsprechend sei das doch ein schlüssiger Hinweis auf die Existenz Gottes.

Natürlich gibts unter euch auch Menschen, die fürs Christentum einstehen. «Die Kirche übernimmt viele soziale Aufgaben wie Mutter-Kind-Singen, Skilager, Seniorenanlässe, kulturelle Vorträge und Deutschkurse für Flüchtlinge», schreibt hingegen Petit Prince. «Das sind alles Dienste an der Allgemeinheit. Sehr unspektakulär, aber eben wichtig!»

«Seht es als Spende»

Dem stimmt auch Tyler zu, der schreibt: «Die grossen Kirchen machen hauptsächlich soziale Arbeit. Man kann die Kirchensteuer als jährliche Spende sehen.» Andere sind zwar einer ähnlichen Meinung, wollen aber festhalten, dass man genau so gut auch Hilfswerken spenden könnte und dadurch im besten Fall gar etwas genauer weiss, wo die eigene Kohle landet.

Weitere Diskussionsbeiträge findet ihr oben in der Bildstrecke. Und solltet ihr euch von anonymen Menschen im Internet zu einem Sinneswandel überreden lassen – Austreten oder Eintreten ist bei der Kirche um einiges einfacher als im Berghain.


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123 Kommentare

Marc Kessler vor 7 Monate
Es liegt nicht daran, dass es es zu wenig Entertainment in der Kirche gibt. Das Problem liegt darin das wir nicht wissen wer Gott ist und wer wir sind. Alle auf dieser Welt versuchen dir immer das zusagen was du hören möchtest und daraus stellen sich Leute aus irgendwelchen Religionsmodelen etwas zusammen das ihnen am besten passt. Es geht nicht um eine Liste voll Regeln zu befolgen. Das ist Religion! Nein nicht im Christentum.. Es ist eine Beziehung mit Gott. Und das alleine zählt es ist eine Transformation von deinem Herzen, wenn du realisierst wie fest dich Gott liebt das er seinen einzigen Sohn geschickt hat um für deine Sünden zu sterben. Das der ganze Zorn der auf dir lasten sollte, Er für dich übernommen hat. Nur Jesus kann dich retten kein Buddha oder was auch immer. Da wir wegen unseren Sünden tot sind für Gott ist die Verbindung zu ihm weg (Hass, Krieg auf der Welt) und nur durch Jesus ist diese Verbindung wieder hergestellt. Es geht nicht um Werke es ist reine Gnade. Du kommst so wie du bist egal wie dreckig du bist, Gott ändert dich und er liebt dich über alles und rettet dich somit am Tag des Gerichts! Das ist die Wahrheit. Man kann es sich nicht verdienen was aber in allen anderen Religionen der Fall ist. Desswegen ist Jesus keine Religion! Die "Kirche" ist kein Gebäude sondern wir. Die Gemeinschaft. Bitte macht euer Research. In der Bibel selbst und nicht bei jemanden was er über die Bibel denkt. Du glaubst an keinen Schöpfer? Machen wir einen Test: Glaubst du dass sich ein Buch selber schreiben kann? Nein? Gut. Glaubst du dann tatsächlich das DNA (The Book of Life) sich selbst aus dem nichts geschrieben hat? Alles auf dieser Welt existierende Lebewesen, wir, das Universum, die ganze Natur? Wach auf bitte!! Es ist alles zu perfekt und zu offensichtlich das es einen Schöpfer gibt. Ich verlange nicht das ihr mir glaubt aber glaubt dem Wort deines Schöpfers. Hier ein Video das das Problem mit der Kirche perfekt erklärt: youtu.be/D7YNxKD0Vlg
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Antwort von Pete vor 7 Monate
Der Vergleich zwischen einem Buch und DNA hinkt gewaltig. Ich empfehle die Nase mal in ein Biologiebuch zu stecken statt in die Bibel. Ausserdem hat man das Problem nicht gelöst, wenn man als Erklärung für etwas Komplexes (DNA) etwas noch Komplexeres(Gott) heranzieht - man hat es nur um eine Stufe verschoben.
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Antwort von Marc Kessler vor 7 Monate
Nur weil deine Theorie als Standard gelehrt wird und wir alle in diesem System aufgewachsen sind, ist es immer noch eine Theorie. Und da es nur eine Alternative gibt, und zwar Gott, passt das den meisten nicht... Die Frage ist also: Von wo wissen wir was richtig und was Falsch ist? Für die meisten (Atheisten) gilt: ohne Gott gibt es keine Regeln. Und seit es keine Regeln gibt musst du auch keine Rechenschaft für dein Leben ablegen. Aber wieso sollten wir dann nicht unser ganzes Leben jeden Menschen anleugnen oder hintergehen um uns ein Vorteil zu verschaffen? Wieso fühlt sich das falsch an? Anders gefragt: Wieso wissen wir was die Nazis getan haben falsch ist? Die Moral. Gott hat sie in unser Herz geschrieben. Also (4real) kommt das wirklich alles aus dem nichts?! Wie auch immer es sind beides Theorien und du kannst mit Fakten kommen und ich kann diese Wiederlegen und das geht so die ganze Zeit weiter.. aber beweisen können wir heute nichts. Am Ende des Tages ist es eine Frage des Glauben. Entweder betrachtest man das ganze nach Ideen von Menschen oder nach Gottes Wort. Du kannst deine Ewigkeit auf die Ideen von Menschen riskieren, wie du willst.. aber der Evolutionist hat nichts weiteres als grosse Zeiträume, zufällige Ereignisse und die sich stets verändernden Ideen des Menschen auf welchen sein Weltbild beruht. Ich setzte mein Vertrauen auf Jesus Christus. Du nennst es vielleicht Dummheit ich nenne es Demut. Möget ihr die selbe Hoffnung finden
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Antwort von Pete vor 7 Monate
Daran war jetzt ziemlich viel falsch. Aber immerhin hast du deutlich gemacht, dass du dich durch Tatsachen nicht beirren lässt und einfach weiterhin an deinem unfundierten Aberglauben festhalten wirst. Das ist wenigstens ehrlich. Falls dich Fakten nicht interessieren ist mein Kommentar hier fertig, falls doch darfst du gerne weiterlesen: 1. Es ist nicht "meine Theorie" und auch nicht "immer noch eine Theorie" - eine Theorie ist die absolute Spitze der wissenschaftlichen Erkenntnis, die kulmination von teils jahrhundertealten Hypothesen und Experimenten, die unwiderlegt sind. Die wissenschaftliche Methode ist nicht nur das beste, sondern sogar das einzige Werkzeug, welches uns zur Annäherung an die Wahrheit zur Verfügung steht. 2. Gott ist NICHT die einzige Alternative. Selbst wenn sich noch heute herausstellen sollte dass unsere gesamte Wissenschaft absolut daneben liegt und wir selbst für die allersimpelsten Naturphänomene keinerlei erklärung hätten wäre Gott immer noch genau gleich Unsinnig. Es gibt eine unendliche Anzahl alternativer Erklärungen an die wir möglicherweise noch nicht mal gedacht haben, sowie eine unendliche Anzahl anderer Götter oder übernatürlicher Wesen die als Erklärung in Frage kämen. Die ehrliche Antwort wäre in dem Fall nicht "Gott wars", sondern "wir wissen es nicht". "Gott" ist dabei ein total inhaltslose nicht-erklärung, die in einem kindlichen Versuch alle Fragen auf einmal zu beantworten in wirklichkeit keine einzige beantwortet, sondern nur noch mehr Fragen aufwirft. 3. Richtig und Falsch sind menschliche Kategorien, und ein Gott hilft dabei kein Stück weiter. Auch wenn ein Gott existieren würde, wofür es keine Indizien gibt, wäre er ein Subjekt und seine Moralvorstellungen subjektiv, und nicht automatisch richtig. In der Tat sind unsere heutigen Wertvorstellungen der archaischen Bibelmoral weit voraus. Wir können heute die unmenschlichen Grausamkeiten, die angeblich vom Gott des alten und neuen Testaments verordnet und abgesegnet wurden, als solche erkennen und verurteilen. Wir sind über dieses Hirngespinst hinausgewachsen. Das Herz pumpt übrigens blut, es wäre ziemlich sinnlos wenn Gott die Moral dort hineinschreiben würde. 4. Evolutionär gesehen ist grundlegende Ethik eine Überlebensnotwendigkeit. Eine Population, die sich in grösserem Masse selbst umbringt als sie nachkommen hervorbringt, wird aussterben. Alle Tierarten inklusive dem Menschen haben diese Grundlagen, sonst wären sie schon lange ausgestorben. Ausserdem sind wir zur Empathie fähig und in der Lage die Konsequenten unseres Handelns zu erkennen. Wir wollen nicht in einer Gesellschaft leben in der wir bei jeder Gelegenheit angelogen und übervorteilt werden, also handeln wir auch selbst nicht so und stellen verbindliche Regeln gegen solches Verhalten auf. 5. Deine darstellung der "Evolutionisten" (was für ein albernes Wort) ist ein absolutes Strohmann-Argument. Du darfst Dinge die du nicht verstehst natürliche gerne als Zufälle ansehen, aber diese Ansicht pauschal allen Anderen zu unterstellen ist angesichts des derzeitigen Standes der Forschung einfach nur lächerlich. 6. Es ist äusserst amüsant, wie du Anderen unterstellst sie hätten nur die Ideen des Menschen auf denen sie ihr Weltbild aufbauen könnten, während du selbst dein Weltbild auf bronzezeitlichen Märchen aufbaust, die ebenfalls nur der menschlichen Fantasie entsprungen sind.
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