In Afrika stehen zwei Ping-Pong-Tische

Ein Berliner Webdesigner opfert seine Freizeit für eine Karte, die Standorte von Ping-Pong-Tischen auf der ganzen Welt anzeigt. Falls du also mal in Uganda Tischtennis spielen möchtest...

Jeder mag Ping-Pong. Und wenn nicht, bist du wahrscheinlich ein schlechter Mensch. Trotzdem ist die Leidenschaft selten so gross, dass man sich zuhause eine eigene Tischtennisplatte aufstellt. Genau wie Tischfussball ist Ping-Pong eine Beschäftigung für zwischendurch – doch genau dann, wenn man Bock auf eine Partie Rundlauf hätte, ist garantiert kein Tisch in der Nähe.

Die Lösung für diese scheinbar ausweglose Misere heisst pingpongmap.net. Peter Ulrich, ein 38-jähriger Web- und Grafikdesigner aus Berlin, programmierte eine Karte, die öffentliche Tischtennisplatten auf der ganzen Welt zeigt. Berlin etwa ist ein Ping-Pong-Paradies und auch in Afrika stehen laut Ulrichs Tool zwei Tische: Einer in Uganda, einer in Mali (okay, wir sind uns sicher, dass die Karte dort gewisse Lücken aufweist). Wir haben mit dem Genie hinter der Ping-Pong-Map gesprochen.

Die offensichtliche Frage zuerst: Warum eine Ping-Pong-Map?
Als ich vor zirka zwölf Jahren Tischtennis für mich wiederentdeckt habe, kam es oft vor, dass die Tische in meiner Gegend genau dann besetzt waren, wenn ich spielen wollte. Ich dachte, eine schnelle Übersicht von alternativen Tischen in der Nähe wäre praktisch. Also habe ich die Idee umgesetzt.

Recherchierst du selbst oder woher kommen die Infos?
Wenn ich selbst Tische entdecke, trage ich sie natürlich ein. Ansonsten ist der grösste Teil mittlerweile aber User Generated Content.

Wie hoch ist der Aufwand, den du in die Karte steckst?
Durchschnittlich eine halbe Stunde pro Woche, um Einträge zu checken. Manchmal aber auch ein paar Stunden, wenn es neue Features oder Bugs zu fixen gibt.

Gibt es in deinen Augen genügend Ping-Pong-Tische?
In Berlin und andere grösseren Städten in Deutschland gibt es sehr viele öffentliche Tische. Andererseits entdecke ich auch oft schöne Plätze und Parks, die durch eine Tischtennisplatte bereichert werden könnten. In vielen Gegenden der Welt gibt es aber überhaupt keine oder nur sehr sporadisch öffentliche Tische.

Hast du Standorte entdeckt, die dich überraschen? Also Locations, die du für einen Tisch seltsam findest?
Tischtennis kann ich mir eigentlich überall vorstellen, deshalb finde ich keine Location seltsam.

Was springt für dich dabei heraus?
Ein paar Euro Werbeeinnahmen im Monat. Und ab und zu spendiert mir jemand ein Bier. Ausserdem neue Kunden, die so eine Website für ein anderes Thema brauchen. Ich hab zum Beispiel schon Karten mit Skateparks, Bikeparks und Urban Golfs kreiert.

Mittlerweile gibt es auch eine Billard- und eine Tischfussball-Map. Welche anderen spezifischen Karten wünschst du dir?
Ich fänd eine Karte praktisch, die zeigt, wo man in Berlin oder anderswo auf Hausdächer kommt. Aber vielleicht gibt es das ja schon irgendwo in den Weiten des Internets.

Die Karte der Schweiz sieht momentan noch etwas leer aus. Wir sind uns sicher, dass auch bei uns noch mehr Ping-Pong-Tische existieren. Falls du einen kennst und auf der Map nicht findest, tu doch allen Tischtennis-Enthusiasten einen Gefallen und trag ihn hier ein.


Kommentar schreiben

15 Kommentare

Theresa vor 3 Monate
Afrika/sehr guter Bericht in 20 min. VHEMT.org auch auf Deutsch nachzulesen.Die Lösung für Afrika/Indien etc gegen Überbevölkerung,Armut (danach reichen die Ping Pong Tische).. Auch auf Wikipedia VHEMT.
1
0
Antwort
Walti vor 3 Monate
In Afrika stehen zwei Ping-Pong-Tische und in China stehen 1000 Säcke Reis! Interessant, nicht?
3
1
Antwort
vor 3 Monate
Was nur zwei Tische!!! Ihr sollt euch mal besser informieren.
3
1
Antwort
Dom vor 3 Monate
Es gibt schon www.pingpongtische.ch
0
5
Antwort
video
Youtube Music gibt’s ab heute auch in der Schweiz

Youtube Music gibt’s ab heute auch in der Schweiz

Braucht es LGBT-Unterricht in der Schweiz?

Braucht es LGBT-Unterricht in der Schweiz?

video
Falscher Rockstar geht ohne Fans auf Tour

Falscher Rockstar geht ohne Fans auf Tour

Gamer tötet «nervige» Feministin

Gamer tötet «nervige» Feministin