«Warum hat mich niemand geweckt?»

Ein Festivalgänger aus Schottland wollte am letzten Tag der Party nur rasch ein Nickerchen machen. Als er wieder aufwachte, war das Gelände bereits geräumt.

Der Morgen nach einem Festival ist so schon schlimm genug. Jetzt stell dir auch noch vor, du wachst auf und alle andern sind schon verschwunden. Genau das passierte Michal Zaleski, einem Festival-Fan aus dem schottischen Dingwall. Er verpennte den Zapfenstreich eines Openairs.

Als Zaleski nach einer langen Nacht am Belladrum Tartan Heart Festival wieder zu sich kam, stand nur noch sein eigenes Zelt auf dem verlassenen Gelände. All seine Freunde hatten bereits ihre Sachen gepackt und sassen wahrscheinlich schon frisch geduscht zuhause vor dem Fernseher, während der arme Tropf inmitten einer Müllhalde aufwachte.

«Alle sagten, wir sollten noch weitertrinken»

«Das Festival dauerte von Donnerstag bis Sonntagmittag um ungefähr eins», erzählt der 22-Jährige. «Ich war am Sonntag ungefähr um neun wieder beim Zelt und alle sagten, wir sollten noch weitertrinken.» So gegen zehn sei er dann offenbar eingeschlafen.

Als er Abends wieder aufwachte, ahnte Zaleski bereits, dass er die Abreise verpasst hatte. «Ich wachte auf, schaute auf die Uhr und wusste, dass wahrscheinlich niemand mehr da war, also filmte ich die Szene.» Das Video lud er auf seinen Twitter-Account und schrieb dazu: «Warum hat mich niemand geweckt?» Mittlerweile wurde es tausendfach gesharet – offenbar können sich viele Festival-Fans mit dem Pechvogel identifizieren: «Das hätte auch mir passieren können», heisst es in den Retweets.

Der treue Kumpel kehrte zurück

Früher oder später wäre Zaleski sowieso geweckt worden: «Sie räumen zuerst die Familienzone auf und dann wären sie zu mir gekommen», sagt er. Nach einem kurzen Anruf kehrte dann aber doch einer seiner Begleiter zurück und holte den hinterbliebenen Partytiger ab.

Wenn du sehen möchtest, wie es bei einem Schweizer Festival nach der Abreise der Meute aussieht: Vergangenes Jahr dokumentierten wir die verlassene Openair-Frauenfeld-Zeltstadt. Die deprimierenden Fotos siehst du hier.


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33 Kommentare

Flurina Zengaffinen vor 3 Monate
Vielleicht sollte man einmal überdenken, was für Gesocks man als seine Freunde bezeichnet.
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Marcel K. vor 3 Monate
klar doch, der steht schon mit der Kamera in der Hand auf... schlecht gestellt... selbst wenn die Story wahr sein sollte
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kingdude vor 3 Monate
Der letzte räumt auf...
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Peter vor 3 Monate
Wow hier sind ja alle nur am rumjammern von wegen Mami mitnehmen und man müsse sich besser organisieren. Der Sinn eines Festivals ist auch dass man mal nicht durchorganisiert ist. Mir Euch muss so ein Festival etwa so spontan und spannend sein wie eine Tuperware Party.
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