Betrügst du deinen Partner unabsichtlich?

Eine australische Psychologin definiert kleine Heimlichtuereien unter dem Begriff «Micro-Cheating». So soll bereits ein Insta-Like als Vorbote für einen Seitensprung gelten.

Allem Anschein nach ist es möglich, sein Herzblatt kaltblütig zu hintergehen und betrügen – ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein. Zumindest behauptet das die australische Psychologin Melanie Schilling, die einen wesentlichen Beitrag zur Prägung des neuen Begriffs «Micro-Cheating» (also «Mikro-Betrügen») leistet.

Instagram-LIkes können gefährlich sein

Micro-Cheating umfasst laut Frau Schilling alle kleinen, oft un(ter)bewussten Aktionen – und zum Teil auch Gedanken – die unter gewissen Umständen Ärger ins Paradies bringen könnten. «Du bist eventuell schon ein Mikro-Betrüger, wenn du dich mit Personen des anderen Geschlechts über soziale Medien vernetzt, Insta-Posts llikest, Insider-Witze teilst, Telefonnummern von anderen heimlich in deinem Handy einspeicherst oder ganz allgemein die Intensität deiner Beziehung herunterspielst», lautet das Urteil der Psychologin.

Kleine Akte des Hintergehens, selbst wenn sie nicht aus bewusst negativen oder bösartigen Intentionen heraus geschehen, seien auch das heimliche Kontaktieren der Ex-Beziehungen zu Geburtstagen, Jahrestagen oder – ganz entsetzlich schlimm – einfach so im Alltag. Misstrauen und Vorsicht seien auch bei mysteriösen, heimlichen Telefonaten geboten.

Trennung ist vorprogrammiert

Auf den ersten Blick unwichtige Kleinigkeiten könnten sich schnell zu etwas Grösserem ansammeln und die Gefahr innehaben, sich zu einem ausgewachsenen Flirt zu entwickeln. Nicht umsonst geht man beim Micro-Cheating nicht offen damit um. Und das wiederum sei in vielen Beziehungen ein absolutes Tabu, weiss Melanie Schilling.

Was den Unterschied zwischen normaler Freundschaft und dem Mikro-Betrügen in einer Liebesbeziehung ausmacht, sei der Aspekt der Geheimhaltung, weiss der Verhaltensprofi. Fehle die Ehrlichkeit, das Vertrauen und die Kommunikation zwischen zwei Partnern, dann liege grundsätzlich etwas im Argen und die Trennung sei quasi vorprogrammiert.

 


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174 Kommentare

vor 7 Monate
wir brauchen definitiv mehr stumpfsinnige begriffe wie "micro-cheating", "micro-aggressions" und dergleichen. wir haben noch nicht genug. früher hat der mensch nach unentdeckem land gesucht. heute sucht man nach unentdeckten minderheiten und problemen.
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hopeless romantic vor 7 Monate
Ach herrje. Wie eine Beziehung hier grundsätzlich nur auf Sex und Materialismus reduziert wird. Echt bedenklich sowas. Gibt es keine Frauen oder Männer mehr, die aufgeschlossen sind für eine emotionale Bindung mit gegenseitigem Halt, Vertrauen und Respekt?
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Paulinchen vor 7 Monate
Haha das mit den Böcken habe ich nur geschrieben weil ich sowas echt lustig finde.
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Antwort von dana the rabbit vor 7 Monate
ich auch. der passendste begriff ever!!!
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