Superfan schaut sich «Infinity War» 45 Mal an

Ein Amerikaner zieht sich seit der Premiere den Marvel-Streifen «The Avengers: Infinity War» 45 Mal rein. Der Überfan geht nun viral.

Wenn man berühmt werden möchte, muss man schon einiges tun. Schwachsinniges, wie sich ohne Grund selber 24 Stunden lang zu ohrfeigen. Oder Gescheiteres, wie 1000 Meilen durch ganz Grossbritannien laufen, um Geld für Tierschutz zu sammeln.

Ähnliche Hingabe zeigte kürzlich Tony Mitchell aus dem US-Bundesstaat North Carolina. Der Super-Marvel-Fan besuchte seit der Premiere des neuen «The Avengers: Infinity War»-Streifens 45 Mal die Vorführung. Zur Info: Der Film läuft seit dem 28. April in den US-Kinos – also seit 41 Tagen.

Am ersten Tag drei Mal reingezogen

 «Ich werde den Film wieder und wieder und wieder und wieder anschauen», tweetet «Nem: The Infinity Watcher» – so heisst er auf Twitter. Am gleichen Tag schreibt der Überfan, dass das zweite Mal sogar viel besser war und er es nicht erwarten könne, «ihn heute Abend nochmal reinzuziehen». Allein am ersten Tag hat er den Marvel-Streifen drei Mal angesehen.

Bald ist er bei den goldenen 50 und er sei lange nicht bei der Hälfte angelangt: «Ich werde sichergehen, dass ich einen Rekord erreiche, den niemand so einfach bricht». Sobald es den Streifen aber auf Blue-Ray zu kaufen gibt, werde er aufhören, ihn im Kino anzuschauen.

Bösewicht Thanos ist der Auslöser

Aber wieso tut man überhaupt so etwas? Der Online-Plattform Mashable erzählt er: «Menschen sollten das tun, was sie happy macht – egal, was es ist. Und dieser Streifen macht mich sehr happy». Tony sei seit seiner Kindheit Fan von Thanos, dem Marvel-Charakter. Der fiese Bösewicht spielt im Film mit. Das erklärt einiges.

Verständlicherweise kam die Story einigen Twitter-Usern suspekt vor. Damit die Leute, die sein Abenteuer mitverfolgen, ihm auch glauben, postet er alle seine Tickets und schiesst im Kino und vor dem Plakat des Actionfilms Selfies. Ausserdem fotografiert er ab und an mal den Abspann – er schaut den Film natürlich jedes Mal zu Ende.

Echte Hingabe wird natürlich belohnt. Dank der ganzen Internetaufmerksamkeit wurde Tony an die «Avengers 4»-Premiere von Joe and Anthony Russo – den Regisseuren von «Infinity War» – eingeladen. Und: Der Superfan erhielt von IMAX 50 Gratistickets.

Ziehen wir doch eine kurze Bilanz

Wenn man die Zeit zusammenrechnet, die der Amerikaner verwendet hat, sich den Film reinzuziehen, kommt man auf 7200 Minuten – das sind 120 Stunden. In dieser Zeit könnte man 240 Mal zwischen der Strecke Zürich HB – Schwerzenbach ZH pendeln. Oder 2400 Mal am Stück den «Silver Star» im Europapark fahren. Oder 15 Tage arbeiten und für einen Stundenlohn von 30 Franken 3’600 Stutz verdienen.

Apropos Geld: Tony hat die meisten Tickets für 5,66 Dollar erhalten. Der Mega-Fan hat ab und an mal mehr dafür bezahlt – ignorieren wir jetzt aber. Das sind 5,57 Franken pro Eintritt. Insgesamt gab er also mehr als 250 Dollar aus. In der Schweiz kostet ein Kinobillet etwa 18 Franken – hier wäre er um 810 Franken leichter. Dazu kommen noch Getränke und Snacks dazu, die wir aber nicht miteinkalkulieren. Was man damit alles anstellen kann? Zum Beispiel ein bisschen mehr als 67 Gramm (legales) Cannabis besorgen. Oder 68 Monate Netflix bezahlen – und sich dann den Film dort reinziehen.


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14 Kommentare

Aggressivovic vor 1 Monat
Für 5.99$ würde ich den film auch 45 mal ansehen
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Hong Kong Dollar vor 1 Monat
Er wollte halt einfach Aufmerksamkeit haben, weil er sonst im Leben von niemandem welche bekommt. Er gehört zu den Menschen die suizidal sind, wenn sie die Aufmerksamkeit nicht bekommen. Mit Fan hat das absolut gar nichts zu tun. Selbst einen Super Marvel Fan vergeht die Lust nach drei Kinobesuchen beim selben Film.
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Nixon vor 1 Monat
Den Film auf Netflix schauen? Wann? In 10 Jahren? Netflix ist Müll wenns um aktuelle Spielfilme geht. Ist nur brauchbar für Serien.
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E.T. phone home vor 1 Monat
nur 45 mal? echt jetzt? ... ich hab ja damals schon E.T. gegen 150mal gesehen ... hab bei rund 100 aufgehört zu zählen ... deswegen *nicht beeindruckt bin*
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