Gibt es Ärger, wenn du deine Joints postest?

Der 20. April ist der Tag des Cannabis, deshalb posten viele Kiffer Bilder mit lustigen Zigaretten. Doch ist das wirklich eine gute Idee?

Wenn du auch nur einmal im Jahr kiffst, tu es heute: Der 20. April – oder im US-Datumsformat 4/20 – gilt mittlerweile als internationaler Tag der Cannabis-Kultur. Überall auf der Welt treffen sich Kiffer-Freunde, um gemeinsam stoned zu werden und natürlich wird auch in den sozialen Medien das gute alte Gras zelebriert.

Anfang Jahr klärten wir ab, ob du Stress mit der Polizei bekommen kannst, wenn du auf Facebook Fotos von dir beim Kiffern postest. Weil die Chance besteht, dass du auch heute wieder auf die Idee kommst, deine liebevoll präparierte Tüte auf Insta zu stellen, liest du hier nochmals, was wir damals herausgefunden haben.

Bilder sind ein «Anfangsverdacht»

Im Januar macht ein Foto eines angeblichen Briefs der Polizei Hamburg die Runde. «Durch Internetrecherche wurde bekannt, dass Sie gegen das BTMG verstossen haben, indem Sie Joints in Bildern (Facebook) aufzeigten», schrieben die Ordnungshüter. Gegenüber dem Szene-Magazin «grow.de» bestätigte eine Sprecherin der Polizei, dass «das Veröffentlichen von Bildern mit rauschgiftverdächtigen Substanzen einen Anfangsverdacht begründet». Und auch auf Twitter erläutert die Polizei, dass ein Strafverfahren in solchen Fällen nicht auszuschliessen sei.

Heisst das nun, wir können künftig nicht mehr mit unseren selbstgebastelten Bongs im MacGyver-Style oder dem angeblich längsten Joint der Welt auf Facebook posieren? Bedeutet dies das Aus für all die coolen Kiffer-Girls auf Periscope und für die Dudes, die mit Koks-Linien Smileys gestalten und diese auf Instagram stellen? (Ja, das gibts.).

Keine aktive Fahndung auf Social Media

Die Kantonspolizei Zürich betreibt keine aktive Fahndung auf Social Media, was den Konsum von Betäubungsmitteln betrifft. Bestehe jedoch ein laufendes Verfahren, könnten aufgrund eines Social-Media-Checks potentiell Konsequenzen folgen. Bei der Kantonspolizei Bern sieht das ähnlich aus: Es sei nicht auszuschliessen, dass aufgrund eines Social-Media-Posts ein Verfahren eröffnet würde – aktive Fahndung wird in diesem Bereich aber keine betrieben.

Das heisst jedoch nicht, dass man auf Social Media tun und lassen kann, was man will. Die KaPo Bern nennt etwa Raserei als Beispiel für einen Tatbestand, dem aufgrund von Videos nachgegangen werden kann. Und gegen Ende des vergangenen Jahres gab es bei der Kantonspolizei Zürich gleich zwei Fälle, in denen Menschen auf Facebook Andeutungen oder gar Drohungen im Bezug auf einen möglichen Amoklauf machten. Die Polizei ermittelte in beiden Fällen.

Das heisst: Bisschen Nachdenken vor dem Posten schadet nicht – auch wenn ihr wegen euren Joint-Bildern wahrscheinlich (!) keinen Stress bekommen dürftet. Blaze it up!


Kommentar schreiben

63 Kommentare

Lutschia vor 4 Monate
Autofahre ade
0
0
Antwort
Linda vor 4 Monate
Eine selbst gedrehte Zigarette, egal in welche Form man diese dreht, kann kein Anfangsverdacht sein in einem Rechtsstaat. Das ist so als wenn ich ein 30cm langes Küchenmesser in meiner Hand fotografiere und man sagt das wäre der Anfangsverdacht, dass ich Menschen ermorden will.
13
0
Antwort
Grock vor 4 Monate
Wald abholzen? Besser wäre es, Dir die Tassen wieder in den Schrank zu stellen.
13
1
Antwort
Snoopy vor 4 Monate
Waaassss??!!! Der 20. April wird zum Tag des Canabis erklärt? Gahts eigentlich no?! Es ist eine Schande, dieses Wunderschöne Gewächs, am Tag von Adolf Hittlers Geburtstsg zu Ehren!
21
55
Antwort
video
Ich wurde zu Recht als Kind geschlagen

Ich wurde zu Recht als Kind geschlagen

Die trendigsten Insta-Pics trägt man im Gesicht

Die trendigsten Insta-Pics trägt man im Gesicht

Millionenschwerer Youtuber «verdient zu wenig»

Millionenschwerer Youtuber «verdient zu wenig»

video
Kreatives Fummeln für die Gesundheit

Kreatives Fummeln für die Gesundheit