15-Jährige wegen Streit über T-Shirt verhaftet

Ein Teenager wollte friedlich gegen die neuen Kleidungsvorschriften seiner High-School zu protestieren. Der Schuss ging nach hinten los: Das Mädchen wurde verhaftet und eingesperrt.

Isabella Messer ist gerade 15 Jahre alt und sass schon im Jugendknast, weil sie einem Sicherheitsbeamten gegen das Schienbein getreten hat. Alles begann mit der Änderung der Kleiderordnung der Hopkinsville High School im US-Bundesstaat Kentucky. Diese verbietet seit Neuestem das Tragen von zu aufreizender Kleidung bei Mädchen. Unter dem Begriff «aufreizend» verstehen die Verantwortlichen unter anderem das Zeigen von Bauch, Dekolleté und sogar Schultern.

Als Zeichen und friedlichen Protest gegen die ihrer Meinung nach sexistischen und veralteten Regeln trug die Schülerin ein T-Shirt mit der Aufschrift: «Machen dich meine Schultern an? Dann geh zurück in die 1920er». Das Oberteil in Übergrösse und einem ziemlich unerotischen Türkis-Ton entsprach zwar den Bekleidungsvorschriften, der Aufdruck jedoch allem Anschein nach nicht den Vorlieben des Schuldirektors.

Sechs Tage Jugendarrest

Der stoppte das Mädchen prompt im Gang der Schule und sprach einen Verweis aus. Die darauf folgende Diskussion wurde laut Augenzeugen «laut», nachdem sich Isabella «höchst unkooperativ» gezeigt und geweigert hatte, das Shirt zu wechseln. Heillos überfordert rief der Schulleiter einen Sicherheitsbeamten, der den Teenager in Handschellen legte und abführte, nachdem sich die Taekwondo-erprobte Isabella mit heftigen Tritten gegen dessen Schienbein auch seinen Anweisungen widersetzte.

Die 15-Jährige wurde anschliessend wegen ungebührlichen Verhaltens, Widerstand gegen die Verhaftung und Übergriffe dritten Grades auf einen Strafverfolgungsbeamten angeklagt. Noch am selben Tag stand Messer vor einem örtlichen Richter und wurde in die Jugendhaftanstalt «McCracken Regional Juvenile Detention Centre» gebracht, in der sie ganze sechs Tage aushatten musste, bevor sie unter Hausarrest entlassen wurde.

Warum müssen sich Mädchen nach Jungs richten?

Isabellas Mutter erklärte in einem Interview mit dem Nachrichtensender «Fox News», dass sie die Schule für die Vorfälle verantwortlich macht und die Zuständigen in Zusammenarbeit mit einem privaten Anwalt verklagen wolle. «Meine Tochter ist so ein gutes Kind, die Reaktion der Schule auf friedlichen Protest war vollkommen deplatziert und übertrieben. Sie hätte nicht in Schwierigkeiten geraten dürfen – nicht wegen eines T-Shirts! Und jetzt sass sie sogar im Knast, nur weil dem Direktor nicht gefiel, was sie anhatte.»

Bis zum nächsten Gerichtstermin am 25. September darf die Schülerin ihr Zuhause nur verlassen, um den Unterricht – übrigens vorübergehend in einer nahegelegenen alternativen Schule – zu besuchen. Trotz der widrigen Umstände steht die starke junge Frau zu ihrem Protest, wie ihre Mutter ausrichten lässt: «Wenn junge Mädchen mögen, wie sie aussehen und glücklich mit ihren Körpern sind, wieso müssen sie sich dann verstecken? Wieso müssen sie sich darüber Gedanken machen, was irgendwelche Jungs eventuell ablenken könnte?»


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32 Kommentare

Ralle vor 2 Monate
Man kann den Spruch auf dem Shirt aber auch mal anders betrachten. Jetzt entscheidet also sie was mich anzumachen hat und was nicht ?
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Pölder vor 2 Monate
Amis sind einfach nur armselig, meist ungebildet und total krank. Was ein System so aus einem Menschen machen kann... Fuck the USA!
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Urs vor 2 Monate
Also wenn ich als erwachsener einen Sicherheitsbeamten trete werde ich auch dementsprechend behandelt und bestraft. Es gibt Regeln, an die man sich zu halten hat, wer es nicht tut ist selber schuld!
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Antwort von Komische Ansicht vor 2 Monate
Fragt dich mal warum sie getretten hat???????
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