«Ich bin weiss und habe nie etwas anderes behauptet»

Weil ein weisses Instagram-Model sich dunkler schminkt, als ihr eigentlicher Hautton, hat sie jetzt einen Shitstorm am Hals.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Darum sehen auch Schmink-Profis am Anfang ihrer Karriere dank falscher Make-up-Foundation nicht wie vom Himmel herabgestiegene Engel aus, sondern so als hätten sie die Nacht im nächstgelegenen Solarium verbracht. Mit viel Übung verwandeln sich aber auch die untalentiertesten Schminkliebhaber in Instagram-Beauties.

Nicht so Emma Hallberg. Zumindest, wenn es nach ihren Hatern geht. Diese beschuldigen die 19-Jährige wegen ihres dunklen Make-ups nämlich des Blackfacing. Heisst so viel wie: Emma als Weisse male sich das Gesicht extra zu dunkel an, um wie eine dunkelhäutige Frau auszusehen.

«Ich bin weiss»

Zugegeben, die junge Schwedin, die ihre Schminktipps mit 206'000 Instagram-Followern teilt, hat bei der Wahl ihres Make-ups vielleicht wirklich einen Ton danebengegriffen. Oder auch zwei. Wie sie auf ihrem Youtube-Video zeigt, erscheint ihre ungeschminkte Haut um einiges heller als auf ihren perfekten Instagram-Bildern.

Trotzdem schreibt sie laut einem Screenshot, der auf Twitter geteilt wurde: «Ich bin weiss und habe nie etwas anderes behauptet. Meine Haare sind von Natur aus lockig und ich werde im Sommer ganz einfach ziemlich braun von der Sonne.» Das glauben ihr aber leider nicht alle. Vor allem, nachdem ein natürlicheres Bild von der 19-Jährigen auf derselben Plattform gepostet wurde.

Problematische Hautfarbe

Und darum hagelt es jetzt negative Kommentare: «Das Problem ist, dass sie sich als Weisse als exotisch und ethnisch ausgibt und dafür tausende Likes erntet, während schwarze Frauen für ihr Aussehen kritisiert werden», schreibt eine Userin. Eine andere Kritikerin findet: «Ein weisses schwedisches Model, das sich schwarz anmalt. Das ist kulturelle Aneignung.» Und wieder andere bezweifeln, dass die schwedische Sonne sie ganzjährlich mit einer solch braungebrannten Haut beschenkt.

Ob sie nun wirklich weiss oder wirklich schwarz ist, bleibt unklar. Vielleicht mag sie sich einfach besser gebräunt. Vielleicht hat sich auch erst im letzten Jahr der Pubertät der Einfluss eines vorher unbekannten afroamerikanischen Urahnen bemerkbar gemacht. Oder vielleicht wäre sie gerne dunkelhäutig.


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127 Kommentare

Doris Büggler vor 22 Tagen
Das konzept der Kulturellen Aneignung lehne ich ab, weil es eine Forderung ist, welche schon die Nazis, und ich meine die ECHTEN, propagiert haben. Deutschland den Deutschen, Afrika den Afrikanern und Indien den Indianern. Ich selbst bekam in meinen jungen Jahren sehr dunkle braune Haut, wenn ich genug lange an die Sonne ging. Meine Haare wurden von der Sonne auch gebleicht, so dass sie von dunkelblond zu fast weiss wurden. Seltsame Welt, es ist in Ordnung sein geborenes Geschlecht ändern zu wollen und niemand kann sich darüber beschweren ohne als rückständig zu gelten. Aber wehe jemand ist mit dem Aussehen seiner geborenen Ethnie nicht zu frieden oder sieht nicht so aus, wie Vertreter seiner Ethnie auszusehen haben. Dann ist der Teufel los. Merkt ihr vor lauter Rassismus-schreierei überhaupt noch was echter Rassismus ist?
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Beppo vor 26 Tagen
Schwarze Frauen die sich die Haare strecken, das ist kulturelle Aneignung! Aber das ist ja OK, denn schwaze können unter Berufung von Rassismus alles tun!
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DaDave79 vor 26 Tagen
Der Film 'White Chicks'....irgendeiner?
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Nelly vor 26 Tagen
Aber dass sich viele dunkelhäutige Frauen einen helleren Teint schminken ist natürlich nicht der Rede wert. Oder warscheinlich is dies dann auch noch Rassismus weil hell das augezwungene SChönheitsideal ist? Welch abscheuliche Doppelstandards, Heuchelei und Hypokratie. Hört doch endlich auf wegen jeder Kleinigkeit den Weltuntergang heraufzubeschwören. Wenn sie aussehen will als hätte sie die letzen 20 Stunden im Solarium verbracht, last sie doch.
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