«Sie sollten möglichst ordinär über Sex sprechen»

Der kontroverse Regisseur Gaspar Noé stellte seinen neuen Film «Climax» in Neuenburg vor. Im Interview spricht er über Titanic, Analverkehr und den Ruf als Perverser.

Mit seinem fünften Spielfilm bleibt der Kult-Filmemacher Gaspar Noé seinem Ruf als Skandalnudel treu. Er liefert nach Publikums-Schockern und Kritiker-Lieblingen wie «Irreversibel» oder «Love» mit «Climax» wieder einen tabubrechenden Streifen, der wirkt wie eine Mischung aus Horrortrip und fröhlich-frivolem Musicalbesuch.

Pornografisches Rudelbumsen

Im Interview mit 20 Minuten vergleicht Herr Noé sein «Climax» mit opulenten Katastrophenfilmen wie «Titanic». Beide Filme würden mit Lebensfreude beginnen – und im Lebensunglück enden. Natürlich ist die Intensität der Inhalte zwischen dem Schiffsbruch-Blockbuster und dem französischen Skandalfilm kaum zu vergleichen.

Während 90er-Jahre-Leonardo-DiCaprio in «Titanic» die hübsche Kate Winslet wie «one of your French girls» nackt abzeichnet und die Kinowelt empört (und leicht angegeilt) den Atem anhält, artet es bei Gaspar Noé in fast schon pornografisches, tödliches Rudelbumsen aus. Und das einfach mal nebenbei, als wäre es das Natürlichste der Welt.

Tanzgruppe im Drogenrausch

Beim diesjährigen Neuchâtel International Fantastic Film Festival (NIFFF) nahm der argentinisch-französische Regisseur Noé den prestigeträchtigen «H.R. Giger Narcisse»-Award für den besten Internationalen Film entgegen. Sein Werk «Climax» erzählt die Geschichte einer Tanzgruppe, die in einen ausufernden Drogenrausch gerät.

Unsere Kollegen aus der Westschweiz haben sich mit dem Tausendsassa über seine Arbeit unterhalten. Warum es ihm wichtig ist, dass seine Darsteller möglichst ordinär über Analsex sprechen und es ihn nicht stört, als faschistischer Perversling betitelt zu werden, erklärt er im Video oben.
 


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4 Kommentare

Patricia vor 3 Monate
Arthousfans (wie ick) kennen und wissen Caspar Noe zu schätzen. Ich freue mich auf seinen neuen Movie, er wird wieder wie das Leben sein Kontrovers und Bildreich
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Nichtsterilisierte vor 3 Monate
Achtung die Sterilisierten greifen ins Filmgeschäft ein.Immerhin besser als die Weinbergs.
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Antwort von Gunther vor 3 Monate
Süsse,lieber zeugungsunfähig im Bett jede Menge Spass , dafür kein Alimentenzahler
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Antwort von Fränzi vor 3 Monate
Ein Kack-Kommentar
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