Ihre Kleider sind der letzte Dreck

Zwei Fashion-Bloggerinnen aus Berlin leben stylish, nachhaltig und günstig: Ihre Outfits stellen sie aus dem zusammen, was andere wegwerfen oder verlieren. Die Strassen Berlins sind ihr Kleiderschrank.

Seit Herbst letzten Jahres beweisen uns die Berlinerinnen Anna Vladi und Karina Papp mit viel Stil, dass es nachhaltige und günstige Alternativen zur herkömmlichen Allerweltsmode mit Wegwerfcharakter und überteuertem Designerfummel gibt. Wichtig dabei: Immer die Augen offen halten!

Auf ihrem gemeinsamen Instagram-Account «Found on the Street» setzen die beiden Styling-Queens gekonnt ihre neuesten Outfit-Kreationen in Szene. Der Clou: Die Sets bestehen vor allem aus ausrangierten oder verlorenen Teilen, die herrenlos in den Strassen Berlins (und manchmal auch andernorts) gefunden wurden.

Ein Auge für modischen Müll

Anna und Karina nehmen den Begriff «Street Style» nicht nur sehr ernst, sondern richtiggehend wörtlich. Wer jetzt an zerrissene, verdreckte Fetzen denkt und sich sicher ist, dass das Konzept der beiden russisch-stämmigen 29-Jährigen nicht aufgehen kann – der sollte sich jetzt sofort darauf einstellen, seine Meinung ändern zu dürfen.

Wie Instagram nämlich zeigt, beweisen die Freundinnen ein ausgesprochen gutes Händchen dafür, das coolste Zeug für lau ganz einfach mal nebenbei bei einem Spaziergang, dem Heimweg nach dem Ausgang oder auch in den Griechenlandferien aufzugabeln.

Nachhaltig mit Style

«Anna und ich sammeln schon länger Klamotten von der Straße. Irgendwann haben wir gemerkt, dass wir beide so tolle Sachen finden und es schön wäre, das mit anderen Leuten zu teilen», sagt Karina im Interview mit «Zett». Mit «Found on the Street» wollen sie zeigen, dass man nicht jeden Monat zu H&M laufen muss, um neue Shirts zu kaufen, sondern «dass es eigentlich schon alles auf der Strasse gibt. Man muss es nur mitnehmen.»

Die jungen Frauen inspirieren damit ihre Fans nicht nur, mit einen bewussteren Blick durchs Leben zu laufen, sondern auch nachhaltig zu denken. Das trägt nicht nur zur hippen Aufwertung der eigenen Garderobe bei, sondern hilft gleichzeitig auch der Umwelt und dem Bankkonto.


Kommentar schreiben

6 Kommentare

Flo vor 4 Monate
Grundgedanke Super 👍. Fakt ist: Menschen die Klamotten eher nötig haben kommen da zu kurz. Es gibt alt Kleidersammelstellen. Dort bekommen am Ende die ihre Sachen die es nötiger haben. Persönlich: ich würde das nicht tun. Ich würde eher durch die Stadt gehen und einem Obdachlosen meine Sachen geben. Er freut sich vielleicht oder auch nicht. Mädels: Fazit: geiler Grund Gedanke! Falscher Ansatz. Falsche Reaktion und vorallem medial bisschen krass. Aber gut jedem Seins.
0
0
Antwort
Linda vor 4 Monate
Ob man jetzt zum 2nd Hand Shop geht oder wartet bis es im Müll landet, kommt aufs selbe raus. Nicht wirklich neu.
4
1
Antwort
Anna vor 4 Monate
Ich bin viel, sehr viel in Berlin unterwegs, in mehr oder weniger allen Quartieren. Kleider sehe ich keine rumliegen. Dann wäre es ja aber nicht interessant und kein Artikel Wert also hat es sicher viele Kleider welche einfach so auf der Strasse liegen. Viele Leute ziehen einfach ihre Kleider aus und lassen diese dann liegen 😉
23
3
Antwort
Antwort von Trolle vor 4 Monate
Berlin ist sowieso ein Links-versiffte Stadt. Dort laufen alle rum mit Kleider die so aussehen als wären Sie direkt aus dem Müll.
4
8
Antwort
Virale Wurstbrote statt Kunst-Unterricht

Virale Wurstbrote statt Kunst-Unterricht

Japanische Stadt leidet unter Ninja-Mangel

Japanische Stadt leidet unter Ninja-Mangel

video
Dieser Teenager wird der nächste Eminem

Dieser Teenager wird der nächste Eminem

Diese Suppe besteht wirklich aus abgestandener Cola

Diese Suppe besteht wirklich aus abgestandener Cola