Tragen wir bald alle diese Schuhe?

Ein kanadisches Künstler-Duo verwandelt sich in ausserirdische Gottheiten. Der verstörende Style der Designer lässt niemanden kalt: Die einen hassen ihn, die anderen sind besessen.

Heutzutage im Internet noch grossartig aufzufallen, ist keine einfache Angelegenheit. So ziemlich jede Absurdität und fast alle erdenklichen Trends hat es schon gegeben, kaum noch etwas, das die Welt noch nicht gesehen hat. Nasenhaar-Verlängerungen? So 2017! Zähne statt Fingernägel? Meh, langweilig!

Aliens aus der Hölle

Zum Glück gibt es «Fecal Matter» (dt. Fäkalien), ein Designer-Duo aus Montreal in Kanada. Hannah Rose Dalton und Steven Ray Bhaskaran scheinen mit ihrem bizarren Style direkt dem kranken Hirn eines ziemlich irren Science-Fiction-Autoren entstammt zu sein und bringen mit ihren Looks ein bisschen ausserirdische Abwechslung auf die Strassen und in Folge ihren Instagram-Kanal, der über 260'000 Fans zählt.

Gruselige Monsterfuss-Schuhe, BDSM-Genderbender-Fetisch-Klamotten und unmenschlich entstellte Gesichter gehören zu den Markenzeichen von «Fecal Matter», die nicht nur sich selbst zu Kunstwerken gestalten, sondern auch ihr eigenes – selbstverständlich mehr als exzentrisches – Underground-Modelabel betreiben.

Grosse Modehäuser kochen mit Scheisse

Sein provokantes Auftreten sieht das Duo als Antwort auf die berechnende Seite der Modeindustrie, die keinerlei Wert auf Individualität und Menschlichkeit legt, sondern nur auf Geldmacherei und Marken-Hype basiert: «Fecal Matter ist auf keinen Fall kommerziell tauglich», sagen sie gegenüber «Bullett». «Wir wollen mit unserer Kunst all die Scheisse sichtbar machen, mit der grosse Modehäuser kochen und die sie tagtäglich ihren stumpfsinnigen Kunden vorsetzen.»

Statt sich an Branchen-Standards zu orientieren und jede Saison eine neue Kollektion im grossen Stil zu präsentieren, bieten Hannah und Steven in ihrem Online-Store, den sie in unregelmässigen Abständen aktualisieren, handgearbeitete Kleidung und Accessoires an: «Wir wissen, dass das der beste Weg für junge Labels ist, sich zu präsentieren und eine Chance in der Modewelt zu haben: Du musst immer wieder neue Produkte anbieten und dich an die Kunden und deren Ansprüche anpassen – nicht umgekehrt.»

Die Welt ist ihr Laufsteg

Diese Methode könnte, so hoffen die Künstler, in absehbarer Zukunft nicht nur eine Alternative, sondern Standard im Business sein. Der Machtwechsel soll zu einer offeneren und kreativeren Sichtweise von Mode im Alltag führen.

Ob ihre Bemühungen fruchten und ob in absehbarer Zeit mehr verrückte Fashion-Aliens wie Hannah und Steven draussen rumlaufen und die Strassen der Erde zu ihrem persönlichen Laufsteg machen bleibt abzuwarten. Nichtsdestotrotz ist es aber irgendwie schön, dass es auch Freaks wie «Fecal Matter» gibt, die die Welt ein bisschen bunter und interessanter machen.


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62 Kommentare

Andy vor 2 Monate
Pervertierte Psychopathen
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Didi vor 2 Monate
Was zum fi** soll das sein? Wo hört Kunst auf und beginnt die Psychose? Wo ist das Limit?
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Who cares vor 2 Monate
So rumlaufen wird keiner . . mit Ausnahme eben solch schräger , extrovertierter Personen. Aber geglückt ist Ihnen das erheischen von Aufmerksamkeit. Vom neuen Look der Wurst redet fast keiner ausser deren/dessen ? Fans. Schön dass man in den Medien nur noch Schrott zu Gesicht bekommt.. lenkt so schön ab von den wahren Problemen .. Atom Kim .. scheiss drauf.. Atom Mullahs ... ach was ... Handelskireg .. interessiert mich erst wenn mein Job weg ist. Summa summarum : Who cares.
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Peter vor 2 Monate
Mir kommt schlecht - ich muss ko ....
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