Bringt Facebook ein Überwachungsgerät heraus?

Ab ins Real Life: Der Social-Media-Gigant veröffentlicht erstmals eigene Hardware. Die Geräte sollen Facebook-User noch stärker verknüpfen.

Die Dominanz von Facebook ist brutal. Auch wenn die Plattform selbst gerade von jüngeren Menschen weniger genutzt wird, besitzt das Unternehmen mit Instagram und WhatsApp eine massive Macht über unsere Social-Media-Kommunikation. Zuckerbergs Unternehmen scheint dies aber noch nicht zu reichen. Deshalb kommt nun die erste Facebook-Hardware: Eine Mischung aus Tablet, Alexa und Video-Telefon.

«Portal» heisst das erste Baby des Social-Media-Giganten, das man auch anfassen kann. Das Hauptfeature: Videotelefonie. Das klingt nicht sonderlich aufregend, aber Facebook verspricht durch die eingebaute AI beispielsweise durchgehend die telefonierende Person im Fokus zu haben – für das Gegenüber soll es aussehen als ob ein Kameramann dem Gesprächspartner folgt – oder Hintergrundgeräusche zuverlässig herauszufiltern.

Nur Basic-Funktionen

Des Weiteren ist das «Portal» mit ein paar Basics ausgestattet, die man bei solchen Geräten auch erwarten darf: Alexa ist eingebaut und Spotify wird ebenfalls unterstützt. Videotelefonate können jedoch nur via Facebook-Messenger und nicht via WhatsApp oder anderen Kanälen geführt werden. Instagram ist ebenfalls nicht vertreten und textbasierte Kommunikation wird gänzlich nicht unterstützt.

Bisher erhielt die Hardware nicht viel Lob. Diverse Internetnutzer amüsieren sich über den kleinen Feature-Umfang oder sorgen sich um ihre Privatsphäre, wenn sie ein Facebook-Gerät in ihr Wohnzimmer stellen. Letzteres wird aber wohl – trotz der Empörung – kaum ein Verkaufshindernis sein. Schliesslich leben viele bereits in einem Umfeld von Smartphones, konstant laufenden Laptops und vielleicht auch einer Alexa.

Luxus-Modell

Gemeinsam mit einer etwas grösseren Deluxe-Variante («Portal+») sollen die neuen Geräte im November auf dem US-Markt erscheinen. Das Standard-Modell wird rund 230 CHF kosten, das «Portal+» soll für rund 400 CHF erhältlich sein. Wann die Hardware in der Schweiz erhältlich sein soll, ist noch nicht bekannt.


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10 Kommentare

z! vor 10 Stunden
bitte eine hintertür für unsere sozialversicherungen implementieren und wir brauchen kein neues überwachungsgesetz!
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M. Buergi vor 6 Tagen
Ah. Hallo Facebook, willst du mir bewachen? You are scum!
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B.Kloppt vor 6 Tagen
Wie bescheuert muss man eigentlich sein sowas zu kaufen. Aber hey macht nur weiter, Ihr habt ja nix zu verbergen 😉
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Gigi vor 6 Tagen
Einige Leute werden tatsächlich für eine noch bessere Überwachung ihrer selbst bezahlen. NSA? Was ist das? Das sind doch die Raketentypen...oder?
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