«Mit Disney verdiene ich kein Geld»

Ein 28-jähriger Finne illustriert lebensecht die beliebtesten Zeichentrick-Figuren. Seine Werke sind so perfekt, dass sogar Disney ihn für Aufträge kontaktiert.

Seit mehreren Jahren arbeitet Jirka Vinse Jonatan Väätäinen aus Helsinki an einer Serie realistischer Illustrationen von bekannten Zeichentrick- und Animations-Charakteren – vor allem aus dem Disney-Universum. Alleine auf Instagram folgen dem Grafikdesigner fast eine Viertelmillion Abonnenten, die sich regelmässig an neuen – und zumeist sehr attraktiven – Kindheitsheldinnen und –helden im Real-Life-Look erfreuen.

Der 28-Jährige Finne startete sein Projekt schon 2011, wie er uns erzählt: «Ich wollte mich selbst herausfordern und einfach mal ein bisschen mit Photoshop herumexperimentieren und herausfinden, wie die böse Meerhexe Ursula aus Arielle im echten Leben aussehen könnte.»

Erscheinungsbild mit Persönlichkeit

Mit Disney-Filmen aufgewachsen sei das Projekt für den Künstler eine Herzensangelegenheit, das er auch aus nostalgischen Gründen weiter führen wolle. «Ausserdem war ich schon immer fasziniert von Charakter-Design und dem einzigartigen Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und Äusserlichkeiten einer Person.

«Ich fühle mich sehr inspiriert von der Idee, altbekannte Charaktere neu zu visualisieren, um eine realistischere Form und dadurch mehr Nähe zu erzeugen. Das alles, ohne allzu weit vom ursprünglichen Design der Figuren abzuweichen.»

Mehrere Monate für ein Bild

Die Liebe und den Enthusiasmus hinter seinen Werken merkt man sofort. Das sehen auch die Leute von Disney so, die für ein Halloween-Special auf «Oh my Disney» sechs Interpretationen von kultigen Disney-Bösewichten exklusiv bei Jirka in Auftrag gaben.

In einem Charakter stecken laut eigener Aussage rund 20 reine Arbeitsstunden. «Aber ich mache nie einen Charakter auf einmal fertig», erklärt der kreative Finne, «es kann vorkommen, dass Wochen – oder sogar Monate – vergehen, bis ein Bild vollkommen fertig ist.»

Mit Disney verdient er nichts


Das liegt wohl vor allem daran, dass die Real-Life-Werke für den Künstler eher ein Hobby sind. Seine Brötchen verdient er nämlich als Freelancer mit Aufträgen von renommierten Werbeagenturen und Design- und Illustrations-Jobs. Mit den Disney-Bildern verdient er kein Geld.


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3 Kommentare

G.D. vor 24 Tagen
Das ist keine Kunst.
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Antwort
Antwort von L.L. vor 23 Tagen
Deine Meinung zählt eh nicht.
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Antwort
Finnair vor 24 Tagen
Danke! Endlich schafft es jemand, einen Bericht über einen Finnen zu bringen, ohne diesen fälschlicherweise als Skandinavier oder Finnland gar als skandinavisches Land zu bezeichnen.
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Antwort
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