Bullenpenis im ekligsten Museum der Welt

Im schwedischen «Disgusting Food Museum» treffen die Besucher auf die abartigsten Gerichte der Welt: Madiger Käse, fermentierter Haifisch und Mäusewein gehören zu den kulinarischen Absurditäten der Ausstellung.

 

Museen sind schon lange mehr, als veraltete Räume voll verstaubter Ölgemälde und Dinosaurierknochen. Ein Museumsbesuch ist heute oft vergleichbar mit dem Entertainment-Faktor einer Theatervorstellung oder einer richtig unterhaltsamen und informativen Netflix-Doku.

Ekel ist eine universelle Emotion

Am 31. Oktober, pünktlich zu Halloween, öffnet im schwedischen Malmo das «Disgustin Food Museum» Tür und Tor für Besucher aus aller Welt. Hier lernen Kulinarikinteressierte, Dschungelcamp-Fans und Freunde von bizarren Kuriositäten über «80 der ekelhaftesten Lebensmittel der Welt» kennen. Darunter geröstete Meerschweinchen aus Peru, madenverseuchten Käse aus Sardinien und gekochten Schafsschädel aus Afghanistan.

Aber wer entscheidet eigentlich darüber, welche Lebensmittel als ekelhaft bezeichnet werden dürfen, können, sollten? «Ekel ist eine der sechs grundlegenden menschlichen Emotionen. Während die Emotion universell ist, ist es die Nahrung, die wir persönlich als ekelhaft ansehen, nicht», erklärt Samuel West, der Kurator des Museums. «Was für eine Person köstlich ist, kann für eine andere widerwärtig sein. Unser Haus lädt die Menschen ein, die Welt der Lebensmittel zu erkunden.»

Robbenkadaver mit verrottendem Vogelmatsch


Samuel West erklärt im Interview mit dem Magazin «Vox»: «Ekel ist in jeder Kultur überall zu finden. Die evolutionäre Funktion dahinter ist, uns vor giftigen oder gefährlichen Lebensmitteln zu schützen – das ist der Hauptzweck. Die Menschen und die Kultur um uns herum lehren uns jedoch, wovor wir uns ekeln sollen. Was für die Einen als unglaublich widerlich erscheint, ist für den Anderen eine Delikatesse. Das macht es so interessant.»

Über seine persönlichen «Highlights» der Ausstellung schwärmt der Schwede: «Wir haben ein paar Sachen, die ich nicht einmal für viel Geld probieren würde. Etwa Kiviak aus Grönland. Du nimmst eine frisch geschlachtete Robbe und solange der Körper noch warm ist, entnimmst du die Gedärme und füllst dann den Kadaver mit kleinen Vögeln. Der gefüllte Körper wird dann vergraben, bis er nach etwa 18 Monaten so richtig verrottet ist. Später werden die toten, verdorbenen Vögel mit Federn, Knochen, Füssen und Schnäbeln gegessen. Der Gärungsprozess hat alles zu Matsch gemacht.»

Kotzen erlaubt


Grundsätzlich versuchen Samuel West und sein Team jedoch, möglichst viele der ausgestellten Gerichte auch tatsächlich selbst zu probieren. Wobei sich herausgestellt haben soll, dass ein Grossteil der «ekelhaften Speisen» nach einiger Überwindung wohl halb so schlimm schmecken.

«Nur einmal musste ich wirklich kotzen», gibt der Kulinarik-Abenteurer zu. «Und zwar, als ich Balut probiert habe. Es ist eine philippinische Delikatesse. Diese besteht aus einem befruchteten, gekochten Entenei. Gegessen wird der halb entwickelte Fötus mit Ansätzen von Schnabel und Gefieder...»


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15 Kommentare

Nigel vor 12 Tagen
Ich spielte gerade ein Lied auf meiner Ukulele, zeitgleich las ich diesen Bericht..
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Antwort von @Nigel vor 8 Tagen
Made my day! xD
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Katie vor 12 Tagen
Da kann ich verstehen, wenn man bei dem Anblick Vegetarier wird... :'D
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P. Enis vor 12 Tagen
Also so ein paar Sachen davon hatte ich auch schon, ist halb so wild
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