Bleichmittel-Video der Feministin ist fake

Weil sich Männer in der U-Bahn mit ihren gespreizten Beinen zu viel Platz einräumen, schüttete eine Russin ihnen Bleichmittel in den Schritt. Jetzt stellte sich heraus: Es war alles nur ein Fake.

Was gibt es Schlimmeres, als sich in der Stosszeit nebst Greisereisegruppen und Eltern mit Kinderwägen in der Breite eines mittleren Geländewagens in den Bus, das Tram und den Zug zu drängen? Genau, Männer, die mit ihren gespreizten Beinen zwar zwei Sitze einnehmen, aber nur einen bezahlt haben.

Das musste sich wohl Anna Dovgalyuk als Motivation für das Video genommen haben, das vergangenen September in sämtlichen Medienportalen für Furore sorgte. Darin schüttete die junge Frau Männern Bleichmittel in den Schritt (20min berichtete). Das dachten wir zumindest. Wie sich herausstellt, ist das Video ein Fake und das Bleichmittel keine schädliche Substanz, sondern Wasser.

Alles ziemlich shady

Wie die russische Online-Zeitung «Bumage» mitteilte, seien die Männer keine armen Opfer, sondern bezahlte Schauspieler. Dies soll zumindest einer der im Video zu sehenden Männer in einem wieder gelöschten Facebook-Post geschrieben haben.

Auch die Beteiligten am Social-Media-Kanal «In The Now», die mit der Veröffentlichung des Videos den Femi-Nazi-Stein ins Rollen brachten, scheinen einen umstrittenen Hintergrund aufzuweisen. Hinter der Finanzierung des Channels stecke etwa die russische Regierung.

Feministen-Hetze par excellence

Die Aktion soll also auf dem Mist von Kreml-Mitgliedern gewachsen sein, die damit anti-feministische Propaganda auslösen wollten. Offenbar mit Erfolg. Unzählige Internet-User äusserten Kritik an der jungen Feministin, die ihresgleichen Gehör verschaffen wollte.

Kein Wunder, Männern eine unbekannte Lösung anzuschütten löst wohl auch bei eingefleischten Verfechtern von Frauenrechten keine Freude aus. Statt Akzeptanz für das feministische Dasein, erntete das Video, das mittlerweile von Youtube entfernt wurde, also einen frauenfeindlichen Shitstorm. Und genau dies war wohl das Ziel.

Wie wahrheitsgetreu der Bleichmittel-Vorfall war, bleibt unklar. Nicht aber, dass sich einige der Ereignisse und die daran Beteiligten als mehr als nur etwas dubios herausstellten.


Kommentar schreiben

47 Kommentare

Hui vor 8 Tagen
Die Russen (falls das stimmt) haben wohl versäumt, dass Buzzfeed die Arbeit schon lange erledigt hat...
6
0
Antwort
ich vor 9 Tagen
Hab schon gedacht, dass das nicht echt ist. Die Typen reagierten viel zu gelassen.
6
0
Antwort
Daniel vor 10 Tagen
Reeeaaalllyyyy !!!!
0
0
Antwort
King Kong vor 10 Tagen
Da bin ich jetzt überrascht. Fake News machen sonst doch nur Rechtspopulisten.
3
3
Antwort
video
Der schönste Mann von Wien ist Jugo

Der schönste Mann von Wien ist Jugo

«Wollen wir nicht mal einen Sexfilm gucken?»

«Wollen wir nicht mal einen Sexfilm gucken?»

video
Für seine Kunst zerstückelt er Hunde

Für seine Kunst zerstückelt er Hunde

«Sehe kein Problem bei diesen N****schnitten»

«Sehe kein Problem bei diesen N****schnitten»