Nutzt ihr eigentlich euren kostenlosen Pornhub-Account?

Wer Bitsch seine Heimat nennen darf, bekam von Pornhub vor einem Monat ein Premium-Abo geschenkt. Wer hat das Angebot aber schon ausprobiert?

Wie neidisch warst du auf die Bewohner von Bitsch, als der Porno-Riese Pornhub jedem von ihnen vor einem Monat einen Premium-Account versprach? Deine Haut hat sich schon langsam grün gefärbt? Gut, unsere nämlich auch. Nicht, dass wir den lieben Bitschern und Bitscherinnen das bisschen Gratis-Vergnügen aber nicht gönnen würden.

Fucking, Cocking und Pussy gibts aus

Bitsch war aber nicht die einzige Gemeinde mit versautem Namen, der der Porno-Gigant als Entschädigung für die jahrelange Schikane von Vandalen, die dreckige Ortsschilder klauen, ein herziges Ostergeschenk offerierte. Das wohl talentierteste Marketing-Team der Welt, das sich mit der scheinbar überaus gütigen Aktion mal wieder in die Medien katapultierte, beschenkte auch Anwohner von Fucking in Österreich, Cocking in England, Pussy in Frankreich und Dildo in Kanada – alles Gemeinden und Ortschaften, die mit dem Siegel «Premium Places» versehen wurden.

Doch wie hat sich die Grosszügigkeit von Pornhub denn nun auf das Arbeitsverhalten der Bewohner ausgewirkt? Gabs plötzlich überdurchschnittlich viele «Krankschreibungen»? Haben sich die Fälle von Bluthochdruck auf wundersame Weise gesenkt? Gabs denn überhaupt einen Account für alle von Schilderklauern Betroffenen oder war alles lediglich ein fieser Marketing-Gag? Und nutzt irgendjemand das selbstlose Angebot von Pornhub?

«Es ist unfair gegenüber den anderen Dörfern»

Von den Bitschern, die wir in ihrem Heimatort antreffen, kriegen wir immer dieselbe Antwort auf letztere Frage: «Nein.» Auch der Gemeindepräsident von Bitsch, Edgar Kuonen, hat das Angebot nicht wahrgenommen. Vielmehr findet er: «Das ist ein Werbegag von Pornhub, der sicherlich gelungen ist.» Nicht nur in seiner Gemeinde sei viel darüber geredet worden. Willkomme Gratis-Werbung für das knapp 900 Seelendorf im Wallis also.

Die Reaktionen auf die angeblich spendable Aktion des Sugardaddys unter den Online-Pornoanbietern sind auch im Ort gemischt: «Es ist eine gute PR-Aktion, mehr aber auch nicht», findet der 37-jährige Simon. Melissa findet die Aktion gar unnötig: «Es ist unfair gegenüber den anderen Dörfern und Städten», so die 16-Jährige. Vielleicht spricht da aber auch der Ärger aus ihr, weil die Aktion erst für Volljährige gilt.

Versuche bisher erfolglos

Laut Kuonen gab es ansonsten aber keine negativen Reaktionen, sondern vielmehr Schmunzeln: «Einige Kollegen haben etwa geschrieben, dass sie bislang eigentlich nicht nach Bitsch ziehen wollten, jetzt aber der Moment dazu gekommen sei.» Wie er von einigen (volljährigen) Jugendlichen aber erfahren habe, waren bisher alle ihre Versuche, sich einen der kostenlosen Premium Accounts zuzulegen, erfolglos. Schade.

Echt jetzt? War tatsächlich alles nur heisse Luft? Chris Jackson, Direktor Kommunikation von Pornhub, verneint: «Wir hatten schon viele erfolgreiche Registrierungen von Ortschaften mit ‹Premium Places›-Kennzeichen.» Wenn die Bewohner von Gemeinden mit sexuell angehauchter Bezeichnung Mühe hätten, sich einen zugesprochenen Account anzulegen, müsse man sich bei den Pornhub-Mitarbeitern melden. Diese helfen gerne aus. Dann hopp, liebe Bitscher.


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12 Kommentare

vor 4 Monate
Inden Mund Bitsch, drei Walliser Dörfer 😃
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Eine va da vor 4 Monate
Komme von Bitsch und wohne in Bitsch, finde pornhup Web genial.
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Cop vor 4 Monate
16jährige anch Pornos zu fragen, sehr sehr gute Leistung... Niiicht!
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Antwort von H.P Blocher vor 4 Monate
Und dann wird ihr auch noch unterstellt sie sei verärgert weil sie keine Pornos schauen darf
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