19-Jähriger läuft für Ziegen 1600 Kilometer

Für ein letztes Abenteuer vor dem Uni-Beginn wanderte ein junger Engländer 800 Kilometer zu seinem künftigen College und genauso lange wieder zurück. Sein Lauf kam Ziegen zugute.

Während andere die letzten Tage der Freiheit vor der Uni hageldicht im Club verbringen, packte Jack Mackey sein Zelt und die Zahnbürste ein und begann zu laufen. 1600 Kilometer. Und zwar von seinem Zuhause in der Nähe von London zu seiner zukünftigen Uni im schottischen Aberdeen und alles wieder zurück.

Fünf Wochen den gleichen Song

Wieso tut man sich das aber freiwillig an? «Ich habe mit einem Freund über Aberdeen geredet, das genau 500 Meilen von London entfernt liegt. Danach haben wir den Proclaimers Song <I’m Gonna Be (500 Miles)> zu singen begonnen», erzählt uns Jack. Das war Schicksal. Denn da wusste der 19-Jährige, dass er die Reise antreten müsse.

Aus einem Gag beim Samstagsbierchen entstand also die verrückte Idee, die wohl die wenigsten in die Tat umgesetzt hätten. Weshalb Jack sich auch ganz alleine auf den Weg machte. Wenigstens hatte er gute musikalische Unterhaltung dabei.

«Ich habe mir den Song beim Laufen fünf Wochen lang jeden Morgen einmal angehört», sagt Jack. Der Beat sei ziemlich hilfreich gewesen, um ein gutes Schritttempo zu finden. Am ersten Tag schaffte er dann auch gleich noch zehn Bob-Dylan-Alben. «Musik lenkt dich vom Schmerz ab.» Und zwar nicht den im Herzen, sondern den an den Füssen und in den Beinen.

Bear Gryllzs Nachfolger?

«Auf einer Erschöpfungsskala von eins bis zehn würde ich die erste Woche definitiv auf 38 schätzen», so der Engländer. Kein Wunder, am laufstärksten Tag seiner Reise lief er auch fast 80 Kilometer. Also geschätzt sicher 5000 Mal von jedem grossen Schweizer Bahnhof bis zum nächsten McDonalds.

Geschlafen hat Jack entweder im Zelt, in Jugendherbergen, auf der Couch von Freunden oder wo er gerade Unterschlupf fand. Und Verpflegung kaufte sich der Veganer gelegentlich an Tankstellen. Der angehende Student hat sich während seiner Reise also zu einem wahren Survival-Experten gemausert. Er sollte sich mal bei Bear Gryllz melden.

1500 Franken für Ziegen

«Ein oder zwei Mal wurde ich auch für einen Obdachlosen gehalten und Vorbeigehende haben mir Geld in meinen Hut geworfen», erzählt er. Gestört hat ihn das zusätzliche Kleingeld aber wohl kaum. Genauso wenig wie die zugelegten Muskeln.

Jack stählte aber nicht nur seinen Körper, sondern sammelte auch noch Spenden. Und zwar über 1500 Franken für eine Wohltätigkeitsorganisation für Ziegen. «Ich mochte Ziegen schon immer und durfte viel Zeit mit ihnen verbringen, als ich vor drei Jahren auf einem Bauernhof gearbeitet habe.» Jö, wir haben kaum jemandem den kurzen Ruhm mehr gegönnt als dem veganen Tierliliebhaber.


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7 Kommentare

vor 5 Monate
Und ich sagte meine Freundin sie sei eine Ziege und sie fand es trotzdem nicht romantisch.
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Vi vor 5 Monate
Vielleicht sollte ich das auch mal machen.. 🤔 aber für Säulis In den Sommerferien laufe ich ständig nach Österreich mit meinem Hund
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Moscú vor 5 Monate
Das ist verdammt viel zu Fuss 😮 das weiss jeder der gedient hat
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Heidi vor 5 Monate
Er läuft nicht für Ziegen, er läuft für seine Social Media Channel und Aufmerksamkeit der Presse für ihn. Wahnsinn wie viele Leute ihre Selbstinszenierung mit "ich bin ja ein so guter Mensch" Aktionen tarnen, seit es Internet gibt.
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