Die letzte Ruhestätte der aufblasbaren Flamingos

Verlassen und vergessen: Ein Hotel auf Mallorca kümmert sich um aufblasbare Wasserspielzeuge, die von ihren Besitzern zurückgelassen wurden.

Es gibt Dinge, die lassen einen an der Menschheit zweifeln: Terroranschläge beispielsweise. Oder Trumps Wohltätigkeit auf Puerto Rico und Menschen, die unbedingt ein Selfie mit Jake Gyllenhaal schiessen wollen. Aber die beinahe schlimmsten Leute sind die, die ein herziges Ding adoptieren, nur um es eine Woche später seinem schleichenden Tod zu überlassen. Das klingt vielleicht schockierend, aber: Es gibt tatsächlich Menschen, die ihren aufblasbaren Flamingo alleine auf Malle zurücklassen. Widerwärtig.

Und das ist noch nicht mal eine Minderheit. Erschreckende drei Viertel aller Touristen nehmen ihre aufblasbaren Freunde nicht mit nach Hause. Egal, wie süss der pinke Flamingo oder wie herzig das Einhorn auch ist. Einzig Sonnencrème wird häufiger liegengelassen, wie das Hotelreservationsnetzwerk Hotels.com feststellt. Das heisst: Hier muss dringend was unternommen werden.

Ein Kurort für Aufblasbares

Das Hotel Hipotels Gran Playa de Palma liess sich gemeinsam mit Hotels.com nun eine Lösung einfallen und gründete Flugs eine Zuflucht für Dinge, die zurückgelassen und aufblasbar sind. Eine Art Altersheim, ein Kurort, eine ruhige Oase für die traumatisierten Luftlebewesen.

Die aufgeblasenen Wasserspielzeuge sollen hier aber nicht einsam verenden. In den nächsten drei Monaten können sie nämlich von Hotelgästen ausgeliehen werden, sollten diese nicht das Geld für einen eigenen Luftfreund aufbringen können.

Nach drei Monaten ists vorbei

Was nach den drei Monaten geschieht, wissen wir leider noch nicht. Aber wie das Leben halt so geht: Wir werden alle sterben. Das sagten auch schon die Philosophen von Knorkator. Aber immerhin werden all die pinken Flamingos und die süssen Einhörner von Malle künftig einen schöneren Lebensabend verbringen – gemeinsam mit ihren Kumpanen im Altersheim für aufblasbares Wasserspielzeug.


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5 Kommentare

Fan vor 2 Monate
Jemand, der Knorkator kennt! ^.^
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Nora vor 2 Monate
Ich habe meinen aufblasbaren Freund (Toyboy Ken) meiner besten Freundin zum weitergebrauch überlassen.
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Das Gummi vor 2 Monate
Eigentlich sollten aufblasbare Gummitiere zum Wohle der Natur abgeschafft werden oder man müsste sie aus einem Material herstellen, dass sich auf natürliche Art und Weise und umweltverträglich abbaut.
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Endlich... vor 2 Monate
Endlich nimmt sich mal jemand mit Herz der Sache an! Ich bin endlos erleichtert, dass das Schicksal aufblasbarer Gummitiere auf dieselbe emotionale Stufe gehoben wird wie Terroranschläge und Auftritte des amerikanischen "Präsidenten". Jetzt kann ich wieder in Ruhe schlafen! Vielen Dank liebe Redaktion!
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