Schweizer prügeln sich für Sneakers

Am Samstag wurde Kanye Wests heiss begehrter «Yeezy Boost 350»-Sneaker in limiterter Anzahl veröffentlicht. Die mehrere Tage angestandenen Yeezy-Fans rasteten komplett aus.

Wenn Kanye West einen neuen Schuh herausgibt, dann steht die Sneakerwelt Kopf. So auch beim Release des neuen «Yeezy Boost 350 Moonrock», der am Samstag in weltweit auserwählten Läden in sehr limitierter Anzahl verkauft wurde. Auch im Titolo in Zürich gab es den Schuh zu kaufen. Die genaue Anzahl der Stücke ist aber streng geheim und wurde auf Anfrage nicht verraten.
 
Während in den meisten Läden Leute schon Tage zuvor vor dem Geschäft campieren, um sich ein Paar zu sichern, kommunizierte Titolo auf Instagram, dass das Anstehen erst ab 07.00 Uhr morgens am Tag des Verkaufs erlaubt sei. Ein Augenzeuge, der anonym bleiben möchte, berichtet, dass viele trotzdem bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag angestanden sind. «Manche waren sogar schon seit Mittwoch hier, genützt hat es aber trotzdem nichts», fügt der Sneakerhead hinzu. Denn normalerweise halten sich campierende Sneakerheads an Anstandsregeln und es gilt das «First Come First Serve»-Prinzip. «Als die Türen geöffnet wurden, rannten die Camper in den Laden und gingen wie Tiere aufeinander los. Es wurde geschlagen und getreten, die Leute haben sich die Schuhe gegenseitig aus den Händen gerissen. So etwas habe ich noch nie gesehen», so der anonyme Yeezy-Enthusiast.
 

 
Gebrochene Finger und Polizei-Razzien
 
Als er die ausrastenden Sneakerheads sah, habe unser Informant resigniert: «Bei diesen Menschenmassen habe ich den Schuh aufgegeben. Es war es nicht wert, meine Gesundheit zu riskieren. Ein Freund von mir hat es versucht und auch einen Yeezy ergattert, sich dabei aber einen Finger gebrochen.» Die Polizei sei ebenfalls anwesend gewesen, habe sich aber nicht für die Eskalation interessiert: «Dafür wurden alle Anstehenden vor Ladenöffnung mit Polizeihunden nach Drogen kontrolliert. Einige hatten Gras dabei und mussten deshalb ihren Platz in der Schlange aufgeben.»
 
«Der energiereichste Release aller Zeiten»
 
Oliver Fischhaber von der Titolo-Marketingabteilung sieht es von der positiven Seite: «Es war der energiegeladenste Release, den wir je hatten. Wir haben die 07.00-Uhr-Regel aufgestellt, um die Nachbarn vor Lärm zu bewahren. Aber es ist schliesslich öffentlicher Boden, also können wir nur beschränkt Einfluss nehmen, was vor dem Laden passiert.» Auf die Frage, wieso man denn nicht die Leute einzeln hereingelassen hat, meint Fischhaber: «Das wäre bei einer ordentlichen Kolonne möglich gewesen. Jedoch war eine riesige Menschentraube vor dem Laden, weshalb wir uns dafür entschieden haben, die Leute etappenweise hereinzulassen.»

Fischhaber fährt fort: «Im ersten Moment war es auch für uns erstaunlich. Aber schlussendlich zeigt es nur auf, wieviel Energie im Sneakergame steckt. Wir planen die Releases von Mal zu Mal, die Energie der Käufer lässt sich allerdings nicht einschränken.» Der nächste Release eines Yeezy-Sneakers ist am 5. Dezember. Ob Titolo den Schuh bekommt, stehe aber noch in den Sternen.
 

Kommentar schreiben

61 Kommentare

Leon O. vor 1 Jahr
i bin Bruno
3
4
Antwort
XXX vor 1 Jahr
Ich finde es sind nicht die Sneakerheads, die verrückt sind, sondern der Titolo. Der Laden hat bereits 3 Yeezy release durchgeführt. Jedesmal ist das gleiche passiert. Titolo lernt nie was, ich finde sie einfach nur hässlich. Ich war dabei und es gab eine Liste, die unter den Sneakerheads geführt wurde. Es hätte schön geordnet sein können. Wir haben Titolo die Liste gegeben, in der Hoffnung dass sie Verstand hätten und diese annehmen würden. Aber aus unerklärlichen Gründen haben sie diese angelehnt. Wie kann man nur so blöd sein. Dann jammern sie noch, dass die Leute kein eReihe machen. Ach, der Laden ist doch dumm!
7
4
Antwort
Grimm vor 1 Jahr
Ganz erlisch ich hab erst Snickers dachte mir du bist nicht du wenn du hungrig bist
0
5
Antwort
Vasco rudolfp vor 1 Jahr
Hey wahnsinnig oder wa
2
2
Antwort
Papa, du bist ein schlechter Mensch

Papa, du bist ein schlechter Mensch

Zeig die Mumu, lass dich gehen

Zeig die Mumu, lass dich gehen

So schmeckt Fastfood aus Hollywoodfilmen

So schmeckt Fastfood aus Hollywoodfilmen

«Ich outete mich per SMS bei meiner Mutter als transgender»

«Ich outete mich per SMS bei meiner Mutter als transgender»