1700 Franken für eine Wohnungs-Besichtigung

Abzocke bei der Wohnungssuche: Betrüger versuchen mit Vorauszahlungen für vergebene Objekte, die Wohnungsnot auszunutzen.

Eine schöne Wohnung, gute Lage, angemessene Miete – und doch hat sie einen Haken. Wer eine neue Bleibe in einer Schweizer Grossstadt sucht, stolpert mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit über eine Abzocke. Betrüger wollten alleine schon zwei 20-Minuten-Tilllate-Redaktoren um über 1000 Franken erleichtern.

«Du erhältst dein Geld zurück»

Die Masche lief bei beiden fast identisch ab: «Auf das Bewerbungsmail über eine grosse Immobilienplattform für die Wohnung reagierte eine sympathische Frau aus London. Sie habe die Wohnung vor ein paar Jahren für ihre Mutter gekauft und brauche sie jetzt aber doch nicht.

Da sie niemanden in der Schweiz kenne, würde sie die Verträge gern über einen Agenten von AirBnB abwickeln und verwies auf die Nutzungsbedingungen des Ferienwohnungs-Vermittlers. Ich sollte eine Monatsmiete in Höhe von 1700 Franken als Garantie an AirBnB überweisen, um die Wohnung überhaupt besichtigen zu können. «Wenn du die Wohnung doch nicht möchtest, erhältst du das Geld zurück», versprach die Vermieterin.

Niemals zahlen

Was dem Redaktor nach diesem Mail klar war, bestätigt auch Walter Angst, Mediensprecher des Zürcher Mieterverbandes: «Dabei handelt es sich natürlich um einen Beschiss. Es werden die Wohnungsnot sowie die Unwissenheit der Expats ausgenutzt.» Er rät davon ab, jemals etwas für eine Besichtigung zu zahlen. Vor allem, weil die Wohnung in den meisten Fällen gar nicht auf dem Markt ist.

Doch die Abzocke scheint zu funktionieren: Die Wohnungsanfragen unserer Redaktoren liegen ein Jahr auseinander. «Das zeigt, dass das Modell Ertrag abwirft», sagt Angst weiter. Die Kantonspolizei Zürich bestätigt auf Anfrage, dass gelegentlich wegen solcher Fälle Anzeige erstattet wird.

Wer doch auf so eine Masche hereinfällt, sollte sich bei der Polizei oder bei der Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität melden. «Es lohnt sich, um die Aufmerksamkeit der Behörden auf solche Fälle zu lenken», sagt Walter Angst. Das verlorene Geld bleibt aber wohl verloren, da es sich meist um ausländische Betrüger handelt.


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64 Kommentare

mikel vor 2 Jahre
Mir wäre es vor etwa einem Jahr auch fast passiert. Eine 3,5 Zimmer Wohnung im Zentrum vom Niederdörfli mit Parkplatz für 1500.- Der Rest der Geschichte lief gleich ab. Sollte 1000.- om voraus zahlen.
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Betty vor 2 Jahre
Habe auch erlebt. Ganz klar habe ich die nette Dame aus Norwegen geschrieben. Ich überweise Geld erst nach dem Besichtigung. Die liebe hat sich auch nicht mehr gemeldet. !!!
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Herr Schweizer vor 2 Jahre
Naja, wer so naiv ist und auf so einen offensichtlichen Betrugsversuch hereinfäll, hat es wohl nicht besser verdient...
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H.K vor 2 Jahre
Darum sagt man ja Bares gegen Ware wer auf solche Sachen mit Geld im voraus usw.. reinfällt ist von mir aus gesehen einfach Dumm
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