Fast Food aus der Waschmaschine

Ein israelischer Student hat Fertiggerichte revolutioniert: Statt sie in die Mikrowelle zu stellen, können wir sie bald in die Waschmaschine schmeissen und neben Stinksocken und dreckiger Unterwäsche garen lassen.

Sous-Vide oder auch Vakuumgaren bezeichnet die Methode, bei der Lebensmittel in einem verschlossenen Behälter langsam gegart werden und schön saftig bleiben. Ja, wir sind jetzt fertig mit Klugscheissern.

Wieso wir uns plötzlich für die hohe Kunst des Kochens interessieren? Weil Iftach Gazit uns mit seiner neuen Kochidee das Leben etwas erleichtert: Der israelische Student hat Fertiggerichte entwickelt, die wir mit unseren verschwitzten Sportsocken und mit Tomatensauce bekleckerten T-Shirts in die Waschmaschine schmeissen und danach tatsächlich essen können.

Gourmet-Menus aus dem Plastiksack

Die wasserfesten «Sous La Vie»-Beutel sind aber nicht gefüllt mit Billignudeln, sondern enthalten etwa «ausgewähltes Gemüse in Olivenöl und Knoblauchsalz» oder «Lachs an Teriyaki Sauce». Nicht schlecht für Gerichte, für die wir kaum einen Finger rühren müssen. Für das Steak-Menu bei 58° empfiehlt Gazit übrigens den langen Synthetikwaschgang, für Gemüse reicht das kurze Baumwollprogramm, wie er auf seiner Website schreibt. Die Kochanleitung und nötigen Angaben für die Kalorienbewussten unter uns sind sinngemäss an den Tüten festgenäht wie das Etikett mit Waschanleitung an Kleidungsstücken.

Nicht für Hipster-Köche, sondern Obdachlose

Die Idee hinter dem Fast Food aus der Waschmaschine ist aber nicht, ein Produkt für Öko-Hipster auf den Markt zu bringen. Vielmehr entspringt das Projekt des Designstudenten einem sozialen Gedanken: «Ich wollte vor allem obdachlosen Menschen in urbanen Gegenden helfen, damit sie selber Essen zubereiten können», erzählt uns Gazit. Und da Obdachlose in Ländern wie den USA oftmals viel Zeit in 24-Stunden-Waschsalons verbringen, scheint das Waschmaschinen-Fast-Food gelegen zu kommen.

Ausgetestet hat Gazit seine Idee zuerst mit einem mit Pasta und Bohnen gefüllten Plastikbehälter. «Das war keine sehr gute Idee», sagt der Student aus Tel Aviv. Seither hat er aber weitergetüftelt und schliesslich essbare Variationen geschaffen.

Bislang gibt es die Fertiggerichte für die Waschmaschine leider nicht zu kaufen. Trotzdem hoffen wir, künftig die Schmutzkleidung in die Maschine schmeissen und gleichzeitig perfekt gegartes Essen damit zaubern zu können.


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7 Kommentare

Mica vor 6 Monate
Ich wasche fast ausschliesslich bei 40° C und da würde es zulange dauern, bis Gemüse gar wird und bei Fleisch und Fisch kann man es gleich ganz vergessen. Und die Zielgruppe sollen Obdachlose sein? Sorry aber das ist bereits so absurd, dass es richtig amüsant wird.
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Désy vor 6 Monate
Gnammi Essen mit Seife Geschmack!🤢
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Bemdo vor 6 Monate
Also bei uns wird nach dem Waschgang noch zweimal kalt gespült. Und das Programm heiss abbrechen und Türe öffnen funktioniert nur mit Aufwand. Ausserdem hab ich noch nie eine Maschine gesehen, die 60 Grad Synthetikwäsche zulässt. So ein Schrott!
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Watson vor 6 Monate
"Na Leute, wie war das Essen?" "Genital!"
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