«Frauen mit Brustkrebs sind die interessantesten Models»

Fotografin Melody Melamed schiesst intime Fotos von echten Menschen. Sie entsprechen nicht den Gender-Normen und sollen zum Nachdenken anregen.

«Ich finde Entwicklungen schön. Seien es normale, wie beispielsweise das Erwachsenwerden, oder die Veränderungen von Transmännern, wenn der Körper vom weiblichen in den männlichen übergeht – und die Entwicklungen nach der Krebsdiagnose. Ich befasse mich mit diesen Dingen in meinen Werken», erklärt mir Melody Melamed, eine Fotografin aus Brooklyn, New York.

Die 32-Jährige arbeitet freiberuflich. Ihre Themen drehen sich um die Identität des Menschen. Wir sehen Bilder von Narben, von Behaarung und von Leuten, die nicht den Gender-Normen entsprechen. Sie will wissen, wer wir sind, was wir sein wollen und versucht dann das Innere einer Person herauszuspüren und abzulichten.

Brustkrebs in der Fashionbranche?

Schaut man sich Melodys Werk #cancerland an, merkt man schnell, dass sie sich an ihr Gesagtes hält. Klar – man sieht vernarbte Brüste und kapiert schnell, um was es dabei geht. Doch gleichermassen erkennt man, dass sie ihren Fokus nicht nur auf das Physische legt – man sieht das Leben der Erkrankten, in der Küche stehend, mit dem Hund kuschelnd.

Die junge Amerikanerin portraitiert desöfteren an Brustkrebs erkrankte Frauen für Modestrecken, wie beispielsweise für das «Paper Magazine»: «Die 0815-Beauty interessiert mich weniger als Frauen, die etwas erlebt haben. Sie haben mehr zu erzählen, mehr Ausstrahlung. Sie sind interessanter.»    

Sexualität nach der Umwandlung

Die Fotografin befasst sich ebenfalls mit Transidentität, hauptsächlich der Umwandlung von der Frau zum Mann. Ihre Fotos sollen Menschen dazu bewegen etwas zu fühlen. Auch wenn es Verwirrtheit oder Unverständnis sein mag, solange sie sich mit Transidentität auseinandersetzen, sei sie nicht ganz auf dem Holzweg.

«Früher wohnte ich in Los Angeles. Seit ich in New York lebe, lerne ich viel öfter Menschen kennen, die sich im falschen Körper befinden. Mein Ziel ist es, die Veränderungen zu normalisieren». Melody möchte die Menschen darauf sensibilisieren. «Über Diversität sprechen wir noch nicht allzulang. Wir benötigen mehr Respekt für andere, auch wenn sie sich von dem unterscheiden, was wir kennen.»


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16 Kommentare

Ekeltoni vor 16 Tagen
Ääääähmmm........warum fehlen den weibers die nippel??! Die sind doch das beste an der ganzen titte😲*&$#@!!!
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Antwort von M.K. vor 15 Tagen
Weil sie Brustkrebs hatte, du heller Stern...
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Andy R. vor 17 Tagen
Der Weltuntergang, so wie in der Bible geschrieben, kann ja nicht mehr weit entfernt sein. Wenn es jetzt bereits sooo viele Dumme Ignoranten gibt, die keine angeborenen 2 Geschlechter mehr wollen sondern um 3 oder stehts wechselnde (bei der gleichen Person wohlverstanden, je nach Tageslaune) Geschlechter UND es sich Politikerinnen finden lassen, die dies unterstützen, dann darf die Welt ruhig kaputtgehen. Dann hat es die Gattung Mensch geschafft, dass wir uns gegen alle Gesetze der Natur reden, lobbyieren und ein 0.001 Prozent der Menschheit, den Rest im Würgegriff hat und auf unsere Steuereinnahmen greifen darf. Lieber Heute ein Weltkrieg als erst in 2 Jahren. Dann wird nämlich auch aufgeräumt mit ILLEGALEN und VERRÄTERN an den EIGENEN und alles UNNATÜRLICHE wird vernichtet.
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Antwort von Simona vor 16 Tagen
Was sind denn Intersexuelle für dich?
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