Touristen schänden gestrandeten Wal

Um aussergewöhnliche Selfies zu schiessen, trampeln Touristen auf einem toten Blauwal herum und ritzen sogar ihre Namen in den Kadaver. Respektlos und einfach nur daneben.

Fotos eines über 20 Meter langen Blauwals, der an einen Strand in der Nähe von Punta Arenas in Chile gespült wurde, machen gerade die Runde im Netz und sorgen für Empörung. Schuld daran ist der Zustand des Körpers des toten Meeressäugers, der offensichtlich von insta-geilen Leuten ohne Moral und Anstand als makabre Shooting-Location und Graffiti-Wand misshandelt wurde.

Die von Twitter-User Rodrigo Saavedra geposteten Bilder, auf denen unter anderem zwei fröhlich grinsende Frauen stolz auf dem Kadaver posieren, wurden inzwischen fast 20'000 Mal geteilt. Der Aufschrei von Tierschützern erreichte bald auch offizielle Stellen.
 



Gabriella Garrido, Angestellte beim Naturhistorischen Museum Río Seco, habe bei ihrer Ankunft an besagtem Strand rund 50 Personen angetroffen, die sich um und auf dem leblosen Tier verteilt hatten. Sie sollen respektlose Fotos geschossen haben und seien auf den Überresten des grossen Wals herumgetrampelt.

«Ich war schockiert von dieser Situation», sagt Garrido gegenüber der chilenischen Zeitung «La Nación». «Alles, was ich fühlte, waren Wut und Hilflosigkeit.»

Mittlerweile sei das Gebiet um den – laut Experten an Unterernährung verendeten – angespülten Wal von der nationalen Marine weitgehend abgesperrt worden, um weitere Sensationstouristen fernzuhalten.


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112 Kommentare

vor 4 Monate
Ich finde es unmöglich von diesen Menschen einfach so auf diesem Blauwal herum zu trampeln um "coole" Fotos für Instagram Twitter und co zu machen. Das ist nicht mehr menschlich sondern einfach nur gehässig. Dieser Blauwal ist bestimmt wegen Abfall im Meer gestorben. Diese Menschen sollten sich schämen.
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nepo vor 4 Monate
Die Menschheit kenn in ihrer Perversion keine Grenzen.
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Tom vor 4 Monate
Dumme Menschen gibt es leider überall!
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Transfluides Postauto vor 4 Monate
Der Titel ist leider sehr trügerisch. Wenn ihr bei Tilllate schon so viel Wert auf innin legt sollte es Touristinnen heissen. Oder darf das innin nur bei positiven berichten verwendet werden und die negativen bekommen zwecks Gleichberechtigung automatisch die männliche Form?
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