Tattoos kannst du auch bald hören

Schallwellen-Tattoos sollen mittels einer App auch «abgespielt» werden können und lösen damit einen Trend aus. Schweizer Tätowierer zeigen sich der neuen Technologie skeptisch gegenüber.

Tattoos gibt in allen Formen und Farben.Fest steht aber: Sie sind still und geben jetzt nicht noch irgendwelche Töne von sich.

Dies will der amerikanische Tattokünstler Nate Siggard mit seinem Unternehmen «Skin Motion» nun ändern und verleiht der Tinte in unserer Haut eine Stimme, Musik oder allgemein Geräusche. Und zwar mittels Schalwellen-Tattoos und einer App, die den Ton dieser Welle abspielt.

Die tattowillige Person lädt ein maximal 60 sekündiges Audiofile auf die «Skin Motion»-Website oder die App hoch. Der Ton wird dann schliesslich in eine Schallwelle umgewandelt, was dann auch als Tattoomotiv dient. Dieses Bild wiederum wird dann von einem «Skin Motion»-zertifizierten Tattooartist gestochen. Anschliessend «aktiviert» die Firma das Motiv. Die auf dem Smartphone installierte App erkennt dann schliesslich das Motiv und spielt den Klang ab. Das kann von einem gesprochenen «I Love You» bis hin zu einem Furz alles sein. Und es funktioniert wirklich!

«Mit Tattookunst hat das ja nicht wirklich viel zu tun »

Caspar, ein Tätowierer aus Zürich, steht dem Trend und der Technologie kritisch gegenüber: «Tattoos verändern sich mit der Zeit. Ob dieses Programm die Soundwave auch noch in fünf oder zehn Jahren erkennt, ist zweifelhaft.» Auch Ronny Keller, Gründer und Besitzer des Tattoo- und Piercingstudios «Skinwork» ist nicht ganz überzeugt: «Mit Tattookunst hat das ja nicht wirklich viel zu tun, sondern dient eher für Funnytattoos.» Also jenen Bildern, die nicht wirklich viel Bedeutung haben und auch eher als Witz zu verstehen sind.

Wirtschaftlich sei diese neue Art von Technologie, vor allem wenn ein Hype entsteht, natürlich interessant. Bevor Keller sich von «Skin Motion» zertifizieren lassen oder den Service in seinem Studio anbieten würde, beobachte er das Ganze aber noch ein bisschen. Denn dass die Idee langjährig zur Tattookultur dazugehören wird, bezweifelt er.

Die App soll ab Juni 2017 weltweit erhältlich sein und auch die Tattoos sollen rund um den Globus von zertifizierten Tatto-Artists gestochen werden können. 


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30 Kommentare

Aktivierung vor 14 Tagen
Also wenn die das Motiv zuerst für die App aktivieren müssen, bevor es abgespielt werden kann, spielt es ja gar keine Rolle, was für ein Bild man nimmt. Die App muss nur zwei Fotos abgleichen und die passende Melodie abspielen.
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Reader vor 15 Tagen
Hört endlich auf, Tattoo Pseudo-"Trends" herbeizureden. Das ist einfach nur lächerlich. Und noch lächerlicher ist es, wenn jemand auf solchen Humbug abfährt und so ein Müll auf seiner Haut trägt. Ich bleibe lieber bei meinen Old School Tattoos (welche alle für mich eine Bedeutung haben).
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Suu vor 15 Tagen
Tattoos sind anscheinend zur zeit Mode Trends dann kann ich in bar Jahre sagen ich bin voll in Mode weil ich keine Tattoos habe weil ich voll auf Mode Trends pfeife seit doch einfach wie ihr seit 😃
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Antwort
I love you vor 15 Tagen
Das bisher schönste Tattoo finde ich in der Beziehung Mutter und Kind. Dennoch ist das nichts für mich. Wie lange wird die Datenbank das File gespeichert lassen? Smartphones gibt es auch nicht ewig, und wenn die Haut genau da verletzt wird und nicht mehr sauber heilt, dann ist der Bildcode nicht mehr lesbar. Eine schöne Idee, aber echt nichts für mich
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