Die tödlichsten Markenlogos der Welt

Ein belgischer Künstler verarbeitet popkulturelle Phänomene und den Alltag der «Digital Natives» auf seine eigene, verrückte und oft provokante Weise.

Das Internet, wie wir es kennen, hat in seiner bisher verhältnismässig kurzen Lebensdauer nicht nur die Weise, auf die wir miteinander kommunizieren und Informationen austauschen, stark verändert. Es hat vielmehr unseren gesamten Alltag, unsere Lebensweise und damit auch unsere Kultur beeinflusst und revolutioniert.

Diese «virale» Revolution bringt eine neue Riege junger Künstlerinnen und Künstler mit sich, die den Kunstbegriff völlig neu und frei interpretieren. Diese Leute kommentieren mit ihrem kreativen Schaffen die Veränderung unserer sich in rasantem Wandel befindlichen Welt. Tom Galle, der seinen Lebensmittelpunkt von Brüssel nach New York verlegt hat, gehört zu eben jenen Kunst-Rebellen.

Ganz normaler Alltagswahnsinn

Seine Werke, die viralen Content, Memes, Popkultur und Tech-Gadgets mit ganz normalem Alltagswahnsinn, menschlichen Begierden und Abgründen vereinen, sind das beste Beispiel für die schier unendliche Bandbreite und all die neuen Möglichkeiten, die die digitale Vernetzung der Welt für uns bereithält.

Mit viel Kreativität, Humor und wenig Moralkeule persifliert Tom Galle in seiner Kunst die – mittlerweile in den Gedanken und Lebensweisen der Digital Natives tief verankerte – Abhängigkeit von digitalem Content, sozialen Medien, Selbstdarstellung und Statussymbolen.

Netflixen & chillen mit Airbnb

Mit seltsamen Projekten wie dem «Jesus-Christus-Fidgetspinner» (mit einem sich am Kreuz drehenden Sohn Gottes), dem «Mac-Book-Selfie-Stick» oder einem offiziell von und über Airbnb angebotenen «Netflix & Chill»-Zimmer (inklusive voll ausgestatteter Mini-Bar und natürlich Beamer plus Leinwand für das beste Netflix-Erlebnis direkt vor dem Bett), reflektiert der Belgier nicht nur auf eine satirische Art das Verhalten seiner eigenen Generation, er eckt auch an und provoziert bewusst.

Fast Food kann tödlich sein

Auch eines seiner aktuellsten Werke – eine eigens designte und angefertigte «Schmuck-Kollektion» unter dem Namen «Corp Gear» – sorgte für Diskussionsstoff. Hier interpretierte der Wahl-Amerikaner die Logos von weltbekannten Mega-Firmen wie Nike, McDonald’s und Facebook als lebensgefährliche Waffen neu. So wurde aus dem Nike-Haken ein Stichmesser oder aus dem «Goldenen M» des Fast-Food-Riesen ein Schlagring.

Eine Auswahl der verrücktesten, seltsamsten, lustigsten und erotischsten Arbeiten von Tom Galle haben wir euch oben in der Bildstrecke zusammengestellt.


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7 Kommentare

Ekeltoni vor 1 Monat
Einen kunstwert seh ich hier nicht und dass ein grossteil der leute computerverblödet ist weiss ich selbst. Aber das zentrale ist: warum zensiert man die nippels auf bild zwei und drei und zeigt dann aber auf bild vier einen klotz von einem weibernippel? Warum so inkonsequent? Aber vor allem: warum zensiert man die nippel überhaupt? Es gibt menschen wie mich die einen nippelfetisch haben und sich durch die zensur eingeschränkt fühlen. Wir nippelfetis haben das recht auf nippels!
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Antwort von m. vor 1 Monat
Was willst du denn mit nem nippel?
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Antwort von Ekeltoni vor 30 Tagen
Nippeln
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Antwort von m. vor 30 Tagen
Nippeln oder Nippels?
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