Abgeblitzte Lover stalken uns jetzt bei Instagram

«Tindstagramming» ist ein neuer Dating-Trend, bei dem nicht gematchte Tinder-Verehrer die Person auf Instagram stalken. Wie gruselig das sein kann, erzählen Betroffene.

Die Datinghölle ist ein kalter, trostloser Ort der gebrochenen Herzen. Er ist überfüllt mit Arschlöchern, die andere ghosten, die «Breadcrumbing»-Taktik verfolgen oder sich Partner auf der Ersatzbank warmhalten. Als wäre das nicht schon scheisse genug, gesellt sich jetzt ein neuer Dating-Trend dazu, der uns die Nackenhaare aufstellt: «Tindstagramming».

Nur wenn du ein Match mit deinem Tinder-Crush hast, kannst du auch mit der Person schreiben – zumindest war das früher so. Seit die App uns jedoch die Funktion bietet, das eigene Profil mit dem Instagram-Account zu verknüpfen, öffnet sich für Abgewiesene, die kein Match erhalten haben, dadurch eine Hintertür: Sie schleichen sich in die Privatnachrichten der nicht gematchten Person auf Instagram, in der Hoffnung, sie dort doch noch aufreissen zu können.

«Ich machte das Match rückgängig»

Immerhin ist nichts so sexy wie jemanden im Netz zu stalken, um die Person dann gegen ihren Willen anzuschreiben, stimmts? Dieses Verhalten ist natürlich total normal – nicht. Wie gruselig diese Erfahrung tatsächlich sein kann, weiss auch Lena aus Zürich. Die 25-jährige Studentin wurde über mehrere Monate von einem nicht gematchten Verehrer gestalkt, wie sie uns beim Kaffee erzählt: «Eigentlich fand ich den Typen anfangs ganz interessant und nett. Als er mir nach der ersten Stunde aber anfing, immer merkwürdigere und intimere Fragen zu stellen, wollte ich nichts mehr mit ihm zu tun haben und machte das Match wieder rückgängig – einen Tag später folgte er mir dann bei Instagram.»

Der neue Follower liess Lena nicht mehr los. Jedes Bild, das die Zürcherin postete, likte er sofort. Darauf folgte eine nicht enden wollende Odyssee an Nachrichten. «Hey! Wieso schreibst du mir nicht?» war noch eine der harmloseren Fragen, die der Stalker an die Studentin per Instagram Direktnachricht sendete. Lena ignorierte ihn – aus Angst, er könne weitere persönliche Details über sie herausfinden. Nach ein paar Monaten gab er schliesslich auf.

«Niemand will so eine dumme, oberflächliche Schlampe wie dich»

Doch so unbeschadet endet «Tindstagramming» nicht immer: Twitter-Userin «hayleyxx3» wurde von einem Typen auf Instagram regelrecht runtergemacht und aufs Übelste beleidigt: «Wer zur Hölle glaubst du, zu sein? Du weisst, dass dich Typen nur ficken wollen, oder? Niemand will so eine dumme, oberflächliche Schlampe wie dich. Du bist so beschissen lächerlich. Ich hoffe, du hasst dich aus tiefstem Herzen» schreibt «thisplaceisaprison» in einer privaten Nachricht auf Instagram an die Amerikanerin.

Natürlich könnten wir uns nun alle darüber streiten, ob es überhaupt eine kluge Idee ist, seinen Insta-Account mit der Dating-App zu verbinden – Datenschutz und so. Andererseits wollen wir doch alle ein möglichst authentisches Bild von uns abgeben und manchmal auch potentielle Lover mit unseren Schnappschüssen beeindrucken. Und ganz ehrlich – wenn dich jemand wirklich im Internet und abseits von Tinder finden will, schafft er das meistens auch. Die einzige Lösung: Endlich lernen, ein «Nein» akzeptieren zu können. 


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50 Kommentare

Ip adresse 666.000.666 vor 11 Tagen
Das Internet lässt Grenzen verschwinden. Es gibt keine Grenzen mehr, der Hausverstand wird ausgeschaltet. Zu Straftaten wird geklatscht, es wird gestalked, es wird gehackt, dirty campaigning wird salonfähig, mit clicks kann man reich werden... Minderheiten werden verfolgt.... Wahlkämpfe werden manipuliert....Judenhass geschürt.... Menschen für Terror angeworben, etc.... Ich bin echt froh das es in den 30siger Jahren kein Internet gab und ich hoffe dass die Menschheit aufwacht und bemerkt wie sehr das gerade in die falsche Richtung geht. Wer heute einen Weltkrieg anzetteln will der geht ins Internet. Menschen kann man dort am besten aufhetzen oder manipulieren.... Wenn man genug Geld hat oder wenn man Ausländerhass eskalieren lassen will... dann dort... Wenn man Menschen bloss stellen will dann dort... bis dass es zum Eklat kommt.... dann sollte man aber nicht vorne dabei gewesen sein....
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Antwort von Rick Sanchez vor 9 Tagen
Vergiss es. Die Menschheit ist schon zu dämlich um das ganze ohne irgendwelche gröberen probleme.zu begreifen. Erst wenn die richtigen Leute und genug des kleinen Bürgers betroffen sind, werden wir wieder begonnen, nachzudenken.
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Ekeltoni vor 11 Tagen
You can't turn a slut into a good father and husband. immer dran denken, die damen hehehehöhöhöh*#!!!???
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Antwort von Ekeltoni vor 11 Tagen
Wenn du mich schon kopieren willst mach es wenigstens besser, du liberale transe😂hahahahehehihihohoho*^&$#!!!
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