Schweizer Songs landen unerwartet in Blockbuster

Im Film «Ghost In The Shell» kriegt Scarlett Johansson Schweizer Unterstützung: Die Band Tim & Puma Mimi steuerte dem Soundtrack zwei Songs bei. Nur: Die Musiker wussten nichts davon.

Manga-, Anime- und Scarlet-Johansson-Fans haben endlich Grund zu feiern: Der langerwartete Hollywoodfilm «Ghost In The Shell» – eine Adaption des gleichnamigen Mangas und Animes – läuft weltweit in den Kinos. Und wer nicht nur gebannt auf Scarlett starrt – sie spielt im Streifen die Hauptrolle – sondern auch ein Musikkenner ist und mit gespitzten Ohren zuhört, merkt, dass der Soundtrack nicht von schlechten Musikeltern ist: Neben den Stücken von Mozart und Deadmau5 lassen sich auch für mehrere Sekunden zwei Songs des Schweizer Duos Tim & Puma Mimi heraushören. 

Alles ganz legal?

Die beiden Musiker aus Zürich wussten allerdings nicht von ihrem Glück! Weder die Band, noch ihr Label wurden von den «Ghost In The Shell»-Machern darüber informiert. Laut Tim Alstublieft – zusammen mit seiner Ehefrau Mimi bildet er das musikalische Zweiergespann – erfuhren sie durch puren Zufall von der Verwendung ihrer Tracks «Acchi Kocchi» und «Ohayo Baby». «Ein Freund von mir schaute den Film in New York, sah unseren Namen im Abspann und schrieb mir natürlich gleich darauf. Wir dachten es liege ein Fehler vor», erzählt er. Doch eine kurze Internetrecherche und einen Kinobesuch später war klar: Die beiden Songs sind wirklich Bestandteil des Streifens. 

Ob da alles mit rechten Dingen zu und her ging? Bestimmt, beschwichtigt Tim und meint :«Im Nachhinein stellte sich heraus, dass die Songs der amerikanischen Lizenzfirma rechtmässig verkauft wurden.» Da die Band japanisch angehauchte Musik macht und sich im Soundkatalog der Firma wohl nicht viel solche Nischen-Tracks befinden, seien die Produzenten so auf sie gestossen.

Und natürlich freuen sich Tim & Puma Mimi mit Familien und Freunden. «Seit wir es auf Facebook gepostet haben, schreiben uns viele aus unserem Umfeld», erzählt Tim und meint: «Der grosse Ansturm steht wohl noch an.» Was ganz gelegen kommt, denn: Die Schweizer Band veröffentlichte erst im Januar ihr neues Album.


Kommentar schreiben

5 Kommentare

vor 7 Monate
. . . es sollte einfach möglich sein, solche Knebelverträge in Kùrze aufzulösen oder einen angemessenen Anteil am Gewinn einzuklagen . . .
5
0
Antwort
universalis vor 7 Monate
Das ist so mit den Verträgen von sony & co. lieber erst lesen bevor man solche Verträge macht. Die sind nämlich standardmässig etwa so: wenns nichts wird, kostets das label wenig. aber wenn es boomt, dann verdienen die den grössten Anteil.
5
0
Antwort
Benjamin vor 7 Monate
Der Film hat nicht sehr gute Bewertungen aber ich finde ihn schon fast ein Meisterwerk, vor allem in 3D. Finde die schlechten Bewertungen wirklich sehr ungerechtfertigt, finde Ghost in the Shell viel besser als z.B Logan oder Life usw. der Soundtrack ist auch top.
10
9
Antwort
Antwort von DaDave79 vor 7 Monate
Hast du das Original gesehen?
7
1
Antwort
«Kein Alkohol? Bist du etwa schwanger?»

«Kein Alkohol? Bist du etwa schwanger?»

Was würdest du deinem Kindheits-Ich sagen?

Was würdest du deinem Kindheits-Ich sagen?

Schaust du dir Filme in der Synchronfassung an?

Schaust du dir Filme in der Synchronfassung an?

Die Leichenstarre vor der Linse
sponsored

Die Leichenstarre vor der Linse