«Adios, Tiermörderin! Jetzt kannst du in der Hölle jagen!»

Eine 27-jährige Jagdbloggerin aus Spanien soll sich das Leben genommen haben – weil sie die Drohungen auf ihren sozialen Kanälen nicht mehr ertragen konnte. Karma oder trauriges Schicksal?

Eine ganz spezielle und kontroverse Form der Insta-Celebs sind die sogenannten Hunting-Blogger. Grosswildjägerinnen und –jäger, die sich stolz mit ihrer erlegten Beute ablichten und sich dafür auf Facebook, Instagram, Snapchat (und was das Netz sonst noch so hergibt), feiern lassen. Dass diese Art von Selbstinszenierung auf Kosten unschuldiger Lebewesen gerade bei überzeugten Tierschützern sowas von gar nicht gut ankommt, dürfte wenig überraschen.

Wer findet tote Tiere sexy?

Entsprechend harsch und aggressiv sind die Kommentare der Gegner auf Hunting-Blogs. Regelmässig hagelt es Shitstorms – vor allem, wenn wieder mal ein Bild einer hübschen jungen Frau durch die Medien geht, die sich stolz und sexy auf frisch erlegten Löwen, Elefanten, Hirschen oder sonstigem majestätischen Getier räkelt. Da bleiben vor lauter Wut und Tierliebe sogar Morddrohungen oft nicht aus.

Nicht alle halten derartigem Druck stand. So wie Melania Capitan. Die 27-jährige Spanierin soll sich diverser Medienberichte zufolge aufgrund des nicht enden wollenden Psychoterrors auf ihren Onlineauftritten das Leben genommen haben. Ihrer grossen Followerschaft (allein auf Instagram zählte die junge Frau über 10'000 Fans) war sie als gutaussehende Jägerin bekannt, die sich vornehmlich auf die Erlegung von Hirschen spezialisiert hatte und auf ihren Blogs – neben den obligatorischen Killer-Selfies – auch Tipps zu Jagdtaktiken zum Besten gab.

Dem Druck nicht gewachsen

Das Branchenmagazin «Jara y Sedal» berichtet nun über den Tod der blonden Frau, die nach jahrelangen Online-Attacken, Drohungen und Beschimpfungen durch Tierrechts-Aktivisten unter der psychischen Last zusammengebrochen zu sein scheint. Über die genauen Umstände von Melanias Suizid ist nichts bekannt. Sie soll allerdings einen Abschiedsbrief an ihre engsten Freunde hinterlassen haben.

Die Wut auf die junge Waffennärrin und ihr blutrünstiges Hobby ist auf Social Media auch nach ihrem Selbstmord so gross, dass die Flut an Hasskommentaren selbst jetzt noch kein Ende nehmen will. Aussagen wie «Adios, Tiermörderin! Jetzt kannst du in der Hölle jagen!» gehören noch zu den harmloseren «Abschiedsgrüssen». Finale Gerechtigkeit oder grausames Mobbing?
 


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505 Kommentare

Besser vor 3 Monate
Die linken denken ja auch in ihrem McDolands Burger steckt Liebe und Magie. Alles Gute in einer besseren Welt Melania, irgendwan sterben die Neider hier aus.
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woogie vor 3 Monate
Bei einer Frau, die sich als starke selbstbewusste Frau darstellt wie sie, hätte ich nicht gedacht, dass Sie durch soziale Medien sich so fertig machen lässt und das auch noch wahr- respektive Ernst nimmt. Wenn man sich durch das verletzt fühlt, meldet man sich doch aus den sozialen Median ab und betreibt weiter sein Hobbie mit seinen Kollegen die das selbe Hobbie haben und einen nicht fertig machen. Fakt ist: Um Tiere zu töten war sie stark genug, aber mit Kritik aus dem Internet konnte sie nicht umgehen
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Philipp vor 3 Monate
Das Leben ist heilig Punkt aus.
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Marion M. vor 3 Monate
Denkanstoss... Vermutlich sind mehr als die hälfte der Hater Fleischesser, sie wissen um das Leiden der Tiere betreffend Qualzucht, Haltung und Schlachtung und kaufen frisch und fröhlich ihr Fleisch. Was ist nun schlimmer, das Tier selber zu töten oder es töten zu lassen? Natürlich ist es nicht das gleiche wenn man Tiere aus lauter Freude am töten tötet, aber es ist allemal ein Gedanke wert.
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