Killer-Babysitterin will Jungen opfern

Was als harmloser Teenie-Film im 80er-Style beginnt, endet in einer der blutrünstigsten Slasher-Komödien, die Netflix zu bieten hat: «The Babysitter».

Passend zur Pre-Halloween-Saison veröffentliche Netflix am Freitag (dem 13ten!) den neuesten Familienzuwachs an selbstproduzierten Horrorschockern. In diesem Fall handelt es sich um die blutige – und gleichzeitig ziemlich stylishe – Slasher-Komödie «The Babysitter».

Stylishe, satanistische Menschenopfer 

«Charlie's Angels»-Kultregisseur McG und seine recht beeindruckende Schauspieler-Riege setzen das altbewährte Motiv von «Eltern lassen Sohn mit vertrauenserweckender und attraktiver Babysitterin zurück, die sich im Laufe der Story als psychopathische Killerin entpuppt» so fresh um, dass der vorhersehbare und wenig innovative Plot letztendlich eine zweitrangige Rolle spielt.

Der Kampf und Leben und Tod zwischen dem 12-jährigen Cole und dem satanischen Menschenopfer-Kult rund um seine höchst attraktive Babysitterin Bee entwickelt sich zu einem der explizitsten, humorvollsten und vor allem ästhetisch durchgeplantesten Filmhighlights der Stunde.

Ein blutiges Retro-Spektakel

Während des eher ruhigen Aufbaus zu Beginn des Filmes lernt der Zuschauer die überraschend tiefgründigen Charaktere und deren Beziehungen zueinander kennen, was das Gesamtprodukt auf eine genreuntypisch emotionale Note gibt. Gespickt mit popkulturellen Referenzen, stylishen 80ies-Retro-Anleihen und literweise Kunstblut ist «The Babysitter» – vor allem in seiner zweiten Hälfte – ein einziges Feuerwerk an gewollt überdramatisiertem, aber gut verteiltem Kitsch und bissigen Pointen. 

Den Machern ist es gelungen, Elemente von Buddie-Movies, Nerdkultur, typischen US-Teenie-Filmen und Coming-of-Age-Dramen mit satanischen Ritualten, Messern im Kopf, angeschossenen Silikontitten, Metallhaken im Auge und anderem gory Shit zu kombinieren und dabei den wirklich klischeehaften Charakteren ein Maximum an Tiefe einzuhauchen, um sogar irgendwie noch als gesellschaftskritisch durchzugehen.

Weniger ist nicht immer mehr

Oberflächliche Cheerleaderinnen, durchtrainierte halbnackte Sportler, besorgte – aber irgendwie unbeholfene – Erwachsene in der Midlifecrisis, unschuldige Nerds und sadistische Hipster finden ihren Platz und sind, genauer betrachtet, oft mehr als nur Gimmicks, um den Plot am Laufen zu halten. 

Alles in allem liefert Netflix ein kleines Trash-Meisterwerk ab, das es schafft, die Regeln des Horror-Genres zu brechen, indem es ihnen Schritt für Schritt peinlichst genau Folge leistet und das Potential der Darsteller und jeder einzelnen Szene nicht nur ausschöpft, sondern beinahe schon überstrapaziert.

Weniger soll ja oft mehr sein, sagt man. «The Babysitter» beweist, dass auch das Gegenteil der Fall sein kann.


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6 Kommentare

fk vor 1 Monat
no nie so en unrealistische Scheiss gseh... verdammt schad um Ziit😡
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Antwort
Dieser Film sollte verboten werden. vor 1 Monat
Habe den Film gesehen und finde es übertrieben und einfach grauenhaft das man solches als harmlos in ein Komediegenre einstufen kann. Der Film ist einfach schlecht und ich kann es keinem empfehlen. Investiert eure Zeit in etwas sinnvolles als diesen Film zuschauen. Habe es vorher nicht besser gewusst.
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Antwort
Mimo vor 1 Monat
UnterHorror-Komödie verstehe ich Filme wie Scary-Movie. Aber dieser Film war zerstörend im Sinn von Scheisse
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Antwort
Horrorfan vor 1 Monat
Scheisse
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Antwort
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