«Die Fans wollen Vergewaltigungen»

Das Studio FOW erhält monatlich knapp 30'000 CHF von seinen Fans. Als Dankeschön produziert es animierte Vergewaltigungen von Videogame-Heldinnen. Schräg.

Die Regel 34 des Internets (ein Meme, das wahrscheinlich auf 4chan entstanden ist) besagt, dass von allen erdenklichen Entitäten Pornographie zu finden ist. Die Geschichte des Studio FOW beweist, dass da tatsächlich etwas dran sein muss.

Einigen Netz-Nerds wurde bei den modernen Hentai-Filmchen (Anime- und Manga-Pornos) ein wenig langweilig: Nach der Blütephase der Szene (den «goldenen Neunzigern») vermissten sie das Düstere, die Hardcore-Elemente und die «non-con»-Movies. «Non-con» steht für «ohne Einwilligung» oder kurz gesagt: Vergewaltigung. Um diesem «Mangel» in der Szene Abhilfe zu schaffen, gründeten zwei Animateure das Studio FOW – eine Animationscrew, die die «schönsten Videogameheldinnen in dreckige, animierte Pornostars verwandelt».

Viraler Hit mit Lara Croft

Das Studio FOW landete 2014 mit ihrem ersten Werk einen Hit. «Lara in Trouble» zeigt unsere Lieblingsheldin Lara Croft, die von ein paar Gangstern entführt und vergewaltigt wird. Der Clip wurde alleine auf Pornhub über vier Millionen angesehen – und das ist noch nicht Mal der offizielle Vertriebskanal. Ganz offensichtlich ist das Interesse an missbrauchten Videogameheldinnen doch um einiges grösser als ursprünglich erwartet. Wieso auch immer.

Seither releast das mittlerweile zwölfköpfige Team drei bis vier Pornos pro Jahr. Darunter finden sich Parodien auf «Bioshock», «Resident Evil», «World of Warcraft», «The Legend of Zelda» oder «Ninja Gaiden» – allesamt Kultgames, die mit einer hübschen Heldin oder Frau in Nöten gekrönt sind. In den Filmen des Studio FOW werden diese Opfer von Monstern, Zombies oder anderen Charakteren – und beinahe immer finden sie mit der Zeit Gefallen an dem, was ihnen zustösst.

«Verantwortungsbewusste Erwachsene»

Auf die Frage, weshalb das Studio so häufig mit Vergewaltigungen arbeitet, kriegen wir eine trockene Antwort: «Das ist es, was unsere Fans wollen», schreibt «Darkcrow». Der Gründer des Studios und alle Mitarbeiter werden nur mit Pseudonymen aufgeführt – verständlicherweise. Verantwortungslos oder moralisch verwerflich sei das nicht, denn: «Es ist das Gleiche wie bei allen anderen Fetischen: Verantwortungsbewusste Erwachsene können ihre eigenen Entscheidungen treffen.»

Viele verantwortungsbewusste Erwachsene treffen derweil die Entscheidung, das Studio auf Patreon zu unterstützen. Der Crowdfunding-Dienst erlaubt es Usern, einen monatlichen Beitrag an Künstler abzutreten und damit deren Arbeit zu unterstützen. Das Studio FOW erhält zurzeit monatlich knapp 30'000 Franken und ist kurz davor, mit dem Geld Räumlichkeiten für ein richtiges Studio zu mieten – momentan arbeiten die Animateure noch quer über den Erdball verstreut.

Als Parodien gekennzeichnet

Mit Copyright-Problemen muss sich das Studio derweil nicht herumschlagen, obwohl es Charaktere von Mainstream-Games nutzt. «Die Filme werden als Parodien veröffentlicht und wir verkaufen die Pornos ja nicht», sagt «Darkcrow». Somit fallen die Werke unter das US-«Fair use»-Gesetz, das einem erlaubt, geschützte Werke in kleinem, nichtkommerziellen, satirischem Rahmen weiterzuverwenden. «Wir glauben, das funktioniert gut so.»

Grenzen scheint das Studio kaum zu kennen – wenn man Orc-Gangbangs und Tentakel-Monster animiert, muss man wahrscheinlich bereits ein ziemlich abgefahrener Typ sein. Aber immerhin – im Gegensatz zu Hentai-Filmen – hat sich das Studio selbst eine Auflage gesetzt: «Natürlicherweise ist es ein No-Go, Minderjährige zu zeigen – selbst in 3D-Animationen», sagt «Darkcrow».

Bei all den schrägen, etwas verstörenden Animationspornos mit Tentakeln und «Warcraft»-Monstern ist es beruhigend zu hören, dass die Macher immerhin doch noch einige Grenzen kennen. Wir können bei der ganzen Sache trotzdem nichts anderes tun, als heftig die Köpfe zu schütteln. Liebe Kinder, das war genug Internet für heute.


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39 Kommentare

Hansruedi vor 2 Monate
Erstens mal Danke für die Werbung. Hätte ich ohne euch nicht gefunden! Zweitens wird hier wiedermal völlig übertrieben. Ich gebe euch mal ein Beispiel und zwar Spiele in denen man andere Leute abknallt. Gehen diese Spieler auf die Strasse und wollen alle Leute abknallen? Denken Sie das überhaupt im Kopf? Manchmal habe ich das Gefühl diese Leute können sogar weitaus besser von der Fantasy und Realität unterscheiden als so manch ein Unwissender hier. Wenn ihr jetzt denkt ja gibt ja diese amokläufe, dann wo sind die 100 von millionen amokläufern weltweit? (Die meisten führen übrigens auf Mobbing zurück). Eine Fantasy ist Fantasy, seid Froh dass man dadurch die Lust dieser Leute stillen kann und es nicht auf die Realität übertragen wird denn man kann nicht alles heilen. Wenn ihr wegen solchen Kleinigkeiten Leute einsperren wollt könnt ihr gleich alle einsperren, den jeder hat irgendwo eine Schraube locker. Denkt dran Akzeptanz ist die Tochter der Freiheit, gleiches was ihr schreibt wurden früher über Homosexuelle geschrieben und noch früher Atheisten etc. etc.
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SirSmokeaLot vor 2 Monate
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Chris D. vor 2 Monate
Menschen im Game zu erschiessen, zu zerhacken zu sprengen und danach über den Kadaver zu pinkeln ist ja "in Ordnung". Wen wundert es dass es auch Vergewaltigungen gibt? Das ist eindeutig krankhaft, und wer sowas konsumiert ist auch nicht ganz dicht. Aber tut nicht so als wäre das etwas neues. Und macht euch gefasst, um so realistischer die Animation wird, um so härter wird der Stoff. Denn es gilt das alte zu übertreffen. Stellt euch vor wie es mit der VR abgehen wird, wenn die mal Wohnzimmertauglich ist. Und was kommt danach?
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the guy that wish to blow your mind vor 2 Monate
wow nice, honestly fuck this world. fuck all human and i hope this joke will end soon.
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