An diesem Festival sind Männer verboten

In Schweden findet nächstes Jahr das erste Festival statt, an dem nur Frauen zugelassen sind. Damit soll ein Zeichen gegen Rape Culture und sexuelle Belästigung gesetzt werden.

Das «Glastonbury Festival» hat es in kleinem Rahmen vorgemacht: Seit vergangenem Jahr bieten die Veranstalter eine Safe Zone, eine sichere Zone, zu der Männer keinen Zutritt haben. So soll es Frauen möglich sein, ihre Zeit geniessen und Musik, Workshops und Kultur in einem Rahmen erleben zu können, in dem sie sich keine Sorgen über sexuelle Übergriffe machen müssen.

Die schwedische Kabarettistin und Aktivistin Emma Knyckare hebt dieses Konzept nun auf eine nächste Ebene und ruft das «Statement Festival» ins Leben, das 2018 das erste Mal stattfinden soll. Grundfinanziert durch Crowdfunding über eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne soll es das erste Musik- und Kulturfest der Welt sein, das allein von Frauen nur für Frauen gemacht wird.

Wir haben uns mit Organisatorin Emma über die Notwendigkeit solcher Veranstaltungen, die Rolle von reichen, alten Männern und umgekehrten Sexismus unterhalten.

Hey Emma, erzähl kurz über dich. Wer bist du, was machst du so?
Ich bin eine Kabarettistin aus Schweden und ich verbringe mein Leben damit, lustig zu sein und Wein zu trinken. Mein Ziel ist es, den Menschen so viel Freude wie möglich zu bereiten und die Welt zu verbessern.

Du bist Initiantin und Organisatorin des «Statement Festivals», das 2018 das erste Mal stattfinden soll. Wie kam es dazu?
Ich wollte meinen Sommer eigentlich mit Weintrinken und Ferienmachen verbringen, als News über viele Vergewaltigungs- und Belästigungsfälle auf einem grossen schwedischen Musikfestival die Runde machten. Das hat mich zum Nachdenken gebracht und ich habe meine betrunkenen Gedanken getweetet, wie man das eben so macht. «Wie wäre es, wenn Männer nicht mehr an Festivals dürften, bis sie gelernt haben, sich zu benehmen». Aus dieser Idee entstand schnell etwas Konkretes und mittlerweile arbeite ich rund um die Uhr mit einem 22-köpfigen Team an der Umsetzung. Wichtig ist, dass wir eine Safe Zone für all die Menschen schaffen, denen sonst immer wieder die gleiche Scheisse passieren würden.

Die Grundfinanzierung über Kickstarter hat ja super geklappt. Aber reichen die umgerechnet fast 65'000 Franken, um das gesamte Projekt auf die Beine zu stellen?
Dank der grossartigen Unterstützung der Fans können wir nun unsere Traumlocation mieten. Dafür haben wir genug. Trotzdem kommen noch grosse Kosten auf uns zu. Es ist nicht billig, Beyoncé zu buchen. (lacht) Wir suchen jetzt noch reiche, alte Männer, die finanziellen Beitrag für eine Sache leisten wollen, die besser und wichtiger ist, als sie selbst. Haha, just kidding. Oder doch nicht?

Das Konzept deines Festivals ist es, nur Frauen reinzulassen und zu beteiligen. Wie definierst du den Begriff «Frau»? Woran erkennst du, ob jemand wirklich eine Frau ist?
Wir grabschen allen Besuchern vorne in die Hose. (lacht) Natürlich nicht, wir sind keine Vergewaltiger. Transmenschen und Non-Binary People sind herzlichst willkommen. Drag Queens eher nicht. Wir vertrauen einfach darauf, dass die Leute wissen und verstehen, was hinter unserer Intention steckt und warum das Projekt so wichtig ist.

Sind auch all die Bands und Mitarbeiter rein weiblich?
So gut es eben möglich ist, ja. Wir haben zum Beispiel keine Kontrolle darüber, welche Leute die Security-Firma und die Notfall-Rettung schickt. Auch bei den Künstlerinnen auf der Bühne werden teilweise Cis-Männer in der Band haben. Wir wollen aber sichergehen, dass das Publikum sich wohl fühlt und weiss, dass es sein Festival ist und wir alles dafür tun, es so frauenfreundlich wie möglich zu halten.

Kritiker werfen dir eine Art umgekehrten Sexismus vor. Wie reagierst du auf solche Anschuldigungen?
So etwas sagen nur Menschen, die nicht wissen, was Sexismus wirklich bedeutet und ihn auch noch nie am eigenen Körper erfahren mussten.


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182 Kommentare

Noob vor 5 Tagen
Naja wenn du von einer daueralkoholisierten und anabolika vollgepumpten Lesbe vergewaltigt werden willst sicher der richtige ort um ab zu hängen . Denen dürfte es so ziemlich egal sein auf wessen Gesicht sie sitzen.
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Zombie vor 5 Tagen
Hmm?? Herrlliicchhhh wie sich fast alle Bälgern hier wiedermal unüberlegt aufregen und es jeder total persöhnlich nimmt und politisch wird, ich lach mich weg 😃!!! Ich finde an diesem Artikel aber rein gar nix falsch, wisst Ihr warum? Ok, ich versuch es mal zu erklären, Dankeschön!! Um den Ueberblick zu erläutern fangen wir mal an , dass es hierbei um Schweden handelt und nicht Schweiz, ok? Gut, also ich lebe nicht in Schweden, hab null Ahnung wie die Lebensart und Gesetze dort sind, weiss aber das Schweden ein sehr schönes Land ist und auch historisch und ich war seit immer selber als Mann die weiseste Frau der Welt Astrid Lindgren, Pippi Langstrumpf und Dolph Lundgren und vorallem Ikea fan hehehe auch wenn ich vorher ein Artikel über Matratzen aus Ikea gesundheitsschädlich seien las und gestern stand dasselbe einfach über Schweizer Matratzen, so lebe ich noch, als Zombie ja sowieso hehehe 😃!! Sehr geehrte Damen und Herren, bei diesem Artikel geht es um eine junge Kabarettistin also eine Komikerin und Komikern, die auf einer Bühne Satiren und andere Dingen vorzeigen können, haben mein allergrösster Respekt!! Danach geht es um männliche Vergewaltigern, richtig? Ok also da ich seit immer weder ein Frauenanmacher noch weniger Vergewaltigern jemals gewesen bin, so fühle ich mich bei Ihrem Projekt auch überhaupt nicht angesprochen sondern verstehe es sehr wohl, das Frau auch mal alleine festivalisieren will, warum nicht? Ich sehe so etwas wie ein normaler Frauenabend an, wo Männern bei so einem Damenabend nicht erwünscht sind ausser Sie angagieren einen männlichen Stripper hehehe 😃 des ist aber hier gar nich der Fall!! Es kommt mir so wie beim Artikel vom Film Wonder Women vor, laacchhhh da hies es das irgendwo in Texas glaube ich, Männern nicht im Kino erwünscht seien, weil es sich um eine Frau im Film ja handelte, hehehe die Aufschreie wieder hier lacchhh unglaublich 😃 😃!!! Nochmals, ich Zombie, fühle mich weder diskriminiert noch weniger vernachlässigt, NIX sage ich euch!! Ich bin kein Frauenanmacher, ich bin kein Vergewaltiger, ich bin ein kleiner männlicher weisser Schneehase, wo seine weiblichen Mithasinnen immer versuche zu pflegen und egal was Sie auch immer für Wünsche haben, so ist das für mich persöhnlich meine Pflicht es Ihnen nur gönnen zu mögen!! Stellt euch mal vor, ich hebe allen Damen immernoch die Tür auf, im Tram lasse ich immer ältere Damen mein Sitzplatz zur Verfügung, Aktivistinnen oder nicht, ist mir doch egal, solange Frau zu mir freundlich ist, so bin ich das für Sie genauso!!! MAEENNNEERRRRRR KOMMENNTTAATTORREEENNNN BEI ZEEUUUSSS UND DEN MAISGOTT NOCHMALS habt mehr Verständis für die Frau, Ihr Projekt ist auf gar kein Fall an euch persöhnlich gerichtet, sondern eben genau an solche Schweine von Vergewaltigern, was sollte Sie nach eurer Meinung den tun, HE??? Sollte Sie vorher per Mikrofon am Festival kurz fragen ob irgend ein Vergewaltiger dabei ist? Laacchhh dann würde aber sicher JEDER nein sagen!! Es gibt leider unter uns Männern tatsächlich noch solche Verbrechern und wenn ihr guten Männern irgendein Grund sucht um auf jemanden sauer zu sein dann sicherlich nicht zu der Dame Emma hier sondern auf die Vergewaltigern, macht Diese fertig und benehmt euch gegenüber der Frau!! Mit Ihrer Botschaft wollte Sie doch nur eine kleine Satire an den Männern sagen z.B. Mann - Grösster Defekt der Welt, Mann - Untreu und eifersüchtig dazu, Mann - Intolerant und sexgesteuert, Mann im Salzsäurefass - Ein wahrhaftes gelöstes Problem!! Laacchhhh die Dame ist fantastisch hehehehe ich lade für Sie noch ein video hoch und sage zu Emma : Hey Emma, good luck and have much fun, this Video is for you and youre Friends, Thanks!!!! Besten Dank für die Aufmerksamkeit, euer persöhnlicher Komiker Zombie alias König der Frauen ( Schön wärs hehe 😃 )!!!!!
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Astrid vor 5 Tagen
Gute Idee, bin für Geschlechtertrennung, am Festival, im Bus, im Zug - es braucht getrennte Kassen in der Migros usw. Das ist der richtige Weg, weiter so .
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gogg vor 5 Tagen
Ich bin ein Mann, also bin ich ein Vergewaltiger. Ich bin weiss, also bin ich ein Rassist. Ich bin Hetero, also bin ich homophobisch. Und weil ich mich seit Geburt als männlich identifiziere bin ich transphobisch. Unsere Gesellschaft entwickelt sich in eine Richtung, dass einem schlecht wird. Globales Sodom und Gomorrha. Nichts gegen ein reines Frauenfestival, aber die Beweggründe sind einfach nur traurig. Gleichzeitig wirbt man bei allen anderen gegen Vorurteile.
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