Woher hast du deine Narben?

Eine britische Fotografin lichtet Menschen und deren Narben ab – um die Geschichten dahinter zu erzählen. Wir wollen auch deine Story wissen!

In einer Welt, in der Perfektion und Makellosigkeit die Medien, Kultur und Kunst dominieren, in der Insta-Filter und Photoshop zum guten Ton gehören – da braucht es Leute wie Sophie Mayanne. Die 24-jährige Britin portraitiert Frauen in einem neuen Licht. Und zwar, indem sie Fokus auf das legt, was Modezeitschriften und Beauty-Redakteure gern mal meiden: Narben.

Seit Sommer 2017 arbeitet Sophie an ihrer Serie «Behind the Scars», die sie fortlaufend ergänzt und mit der sie versucht, das Ansehen von etwas zu ändern, das uns von klein auf als unschön und versteckenswert verkauft wird. Und das, obwohl Narben doch in vielen Fällen Zeugen und Überbleibsel von oft dramatischen, schockierenden – in jedem Fall aber bleibenden – Situationen sind.

Es kann nur besser werden

In der Bildserie sprechen die Protagonistinnen offen und ehrlich über die Ereignisse, denen sie ihre Verletzungen zu verdanken haben. «Ich möchte, dass meine Models in der Lage sind, sich selbst so wahrzunehmen, wie ich sie wahrnehme. Sie sollen die Schönheit erkennen, die andere Leute in ihnen sehen», erklärt die Fotografin. «Sie sollen sich wohl fühlen – in ihren eigenen Körpern und vor der Kamera.»

Der Weg zur Selbstakzeptanz ist nicht immer einfach und die Arbeit an «Behind the Scars» bringt nicht nur die fotografierten Frauen weiter, sondern auch Sophie Mayanne hinter der Kamera. «Ich lerne von jeder Person, die ich ablichte, etwas Neues. Was ich aber von allen mitgenommen habe, ist: Was auch immer das Leben dir in den Weg stellt – nimm die Herausforderung an, es kann nur besser werden!»

Wir wollen deine Narben sehen

Fotografie ist für die Künstlerin aus London die Möglichkeit, ein realistisches Abbild einer Person zu machen – und dadurch auch Geschichten zu erzählen. «Ich möchte, dass meine Bilder sich positiv auswirken. Sowohl auf die Models, als auch auf die Betrachter – die dadurch herausgefordert werden, ihre eigene Wahrnehmung und Einstellung zu Schönheit und Körpergefühl zu überdenken.»

Hast du auch Narben? Und wie gehst du mit ihnen um? Zeigst du sie offen oder schämst du dich für sie? Sags uns in den Kommentaren oder schick uns ein Bild davon und erzähl uns die Story dahinter!


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93 Kommentare

Ksenya vor 3 Monate
Durch einen Unfall war ein Großteil meiner Haut verbrüht. das ist lange her und abgeheilt. Mittlerweile sehe ich in meiner "zweiten Haut" mit ihren filigranen Strukturen ein Kunstwerk der Natur.
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Deborah vor 3 Monate
Ich hatte im Januar 2014 plötzlich Knieschmerzen. Kein Arzt fand heraus, was mit mir los war. Anzumerken ist noch das ich damals Hochleistungssport (Volleyball) gespielt habe. Ein paar Monate später fand man heraus, dass meine Knochendrehung an den Beinen nicht wie üblich 30° waren. Es waren 60°. Man führte eine Unterschenkelderotation an beiden Beinen durch und ich durfte 2 Jahre lang mit der Physiotherapie wieder alles lernen, damit sich meine Muskeln der neuen Fussstellung anpassten. Da aber die Knieschmerzen immernoch nicht aufhörten machte man im März 2017 also 2 Jahre (!!!) später noch eine Knieathroskopie und fand heraus, dass ich 3 Jahre lang mit einem kaputten Meniskus herumlief und so Volleyball gespielt habe.😅
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5fache Narbenträgerin vor 3 Monate
Wir alle haben von Geburt an mindestens eine Narbe: den Bauchnabel. 😉
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Steve vor 3 Monate
Seelische Narben sind die schlimmmsten!
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