Du kannst jetzt im Museum skaten

Unsere Redaktorin besuchte eine Ausstellung im Kunsthaus Zürich – mit dem Skateboard. Und sie durfte sogar auf Kunstwerken rumcruisen.

Skatende Menschen wirst du im Kunstmuseum kaum antreffen. Vielleicht ändert sich das aber bald. Im Kunsthaus Zürich ist es Rollbrettfahrern erlaubt an drei Nachmittagen, und zwar während der Ausstellungsdauer von «Autorreconstrucción: Social Tissue» des Künstlers Abraham Cruzvillegas, die Kunstwerke auf ihren Brettern anzusehen und sogar auf ihnen ihre Ollies zu üben.

Die Strasse spielt eine zentrale Rolle

Der mexikanische Künstler präsentiert in seiner Einzelausstellung in Zürich einen Skulpturenpark, der auf der Idee eines Skateparks beruht. Letzten Mittwoch fand der erste Skate-Nachmittag statt.

Wieso entschied sich der Künstler überhaupt für einen Skatepark? «Die Philosophie der Skater kommt seiner eigenen Philosophie sehr nah», erklärt die Kuratorin Mirjam Varadinis. «Skater arbeiten mit Objekten der Strasse, genauso tut dies der Künstler. Das verbindet sie.»

Er thematisiert grundlegende Fragen der Zeit

Cruzvillegas schafft den Menschen mit seiner Kunst eine Umgebung, in der sie über Gesellschaftsfragen diskutieren können. Dabei arbeitet sogar mit ihnen zusammen an ihr. Für das Projekt in Zürich holte er sich von der Zürcher Skateboard-Community Hilfe und beurteilte mit ihnen, ob die Kunstwerke robust genug für die Belastung der Skater sind. Was mit den Objekten später passiert, ist noch nicht klar. Eventuell wird der Mexikaner sie in irgendeiner Form wiederverwenden, erklärt Mirjam Varadinis. Recycling passt auf jeden Fall zu seinem Konzept.

Denn er wolle mit seiner Arbeit nicht nur grundlegende Fragen der Zeit, wie Migration und Zusammenhalt, thematisieren. Er interessiere sich ebenso für Nachhaltigkeit und Klimawandel. Für seine Ausstellung ging der 50-Jährige in Zürich extra auf die Strasse und auf die Suche nach gebrauchten Materialien, die er dann bei der Sammelstelle oder in den Kellern seiner Mitarbeitenden fand.

Kunst für jedermann

Das Ziel der Ausstellung: «Cruzvillegas versucht, passend zum Thema, mit seiner Kunst die unterschiedlichsten Menschen, die unsere Gesellschaft ausmachen, hierherzuholen», sagt die Kuratorin. «Da gehören alt, jung, reich und arm dazu.»

Die Ausstellung kannst du noch bis 25. März besuchen. Am 7. und 21. März, von 14.00 – 18.00 Uhr, finden die Skatenachmittage statt. Mit einem Skateboard unter dem Arm kommst du gratis rein.

Video von Emel Erikci.


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8 Kommentare

Lara vor 4 Monate
Ach Gott wie innovativ.. Skaten im Museum.. Wie wärs mit Bumsen im Museum?
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Antwort
Escoba vor 4 Monate
Danke das ist der erste sinnvolle Beitrag von tillate.
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KM vor 4 Monate
Und was ist mit Rollerblades?Komm ich da auch rein?Ich kann Frontflip und andere verrückte Sachen!!!!
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Antwort von nid d angie... vor 4 Monate
"gimer es snow, es sky, es skate, es surf, nur irgend es board. blade isch für mich behinderte sport" Sulaya ufem track swiss date vo sektion kuchikäschtli... you better take notes...
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