Zerschnipselte Leichenteile auf Instagram

Eine Sektionsassistentin postet ihren blutigen Alltag auf Instagram – der Aufklärung wegen. Ihr Account ist mit Abstand der meist umstrittene und definitiv nichts für Zartbesaitete.

Instagram wird täglich von Popo-Selfies, Katzenbildern und Foodporn-Posts geflutet. Dabei gibt es zwischen all der netten Selbstdarstellung im Bildermeer auch Accounts, die wirklich provozieren – unseren Mageninhalt, beispielsweise. Nicole Angemi aus New Jersey betreibt einen Account, auf dem sie regelmässig Bilder aus der Welt der Autopsie und Organsezierung für ihre eine Million Follower postet. Ihr Profil gleicht einem wilden Sammelsurium aus zerschnipselten Leichenteilen, blutigen Organen, Fehlgeburten und weitverbreiteten Krankheiten.

Die medizinische Sektions- und Präparationsassistentin, die ihre Karriere in einem Lehrkrankenhaus anfing, gewährt uns die Einblicke aus einem besonderen Grund: Sie will die Menschheit aufklären, egal wie ekelerregend das auch sein mag. «Ich will der Welt die Wahrheit über Leben, Tod und Krankheiten näherbringen», erklärt Nicole in einem Videointerview. Weiter sagt sie: «Wirklich jeder sollte daran interessiert sein, was in unseren Körpern los ist.» Es mache die Sektionsassistentin verdammt wütend, dass das Wissen um den menschlichen Körper oft nur Medizinstudenten zugänglich sei.

Instagram löschte den Account schon mehrere Male

Die Massen erreicht sie mit ihren magenaufwühlenden Bildern auf jeden Fall – doch viele der User fühlen sich durch die expliziten Inhalte dermassen angegriffen und gestört, dass sie Nicoles Posts immer und immer wieder als Verstoss gegen die Richtlinien bei der Fotoplattform melden. Ihr Account sei deshalb schon etliche Male gelöscht worden. Aber macht die Präparationsassistentin denn wirklich was Verbotenes, indem sie ihre ungefilterten Inhalte postet?

Ein Blick in die Gemeinschaftsrichtlinien verrät uns: Nein, tut sie nicht. Ganz oben auf Instagrams Naughty-List findet sich das explizite Verbot nackte Haut (im sexuellen Zusammenhang) zu zeigen. Und Frauennippel. Darauf folgen rassistische Inhalte, Hassreden, Gewaltdarstellungen und das Anbieten sexueller Dienstleistungen. Tod und Verderben zu zeigen, scheint aber okay zu sein.

Eine Abwechslung zu seelenlosen Kylie-Jenner-Posts

Auch aus der medizinischen Ecke hagelt es oft Buh-Rufe für Nicole: «Einige Gesundheitsexperten finden, dass meine Fotos und Videos von Autopsien besser nur im Rahmen akademischer und medizinischer Arbeiten publiziert werden sollten, statt in aller Öffentlichkeit verbreitet zu werden», sagt die Amerikanerin.

Für viele Follower ist Nicoles Dokumentation ihres beruflichen Alltags jedoch eine faszinierende – wenn auch morbide – Abwechslung zu den immer gleichen Kylie-Jenner-Abklatschen und schnöden Strandfotos. Und die hat definitiv eine Daseinsberechtigung, wie wir finden.


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31 Kommentare

Lisa vor 9 Monate
Ich möchte sie nicht als beste Freundin haben. Wenn ich mal besoffen auf dem Sofa einschlafen würde, hätte ich Angst am Morgen danach in Einzelteilen aufzuwachen, nur weil sie neugierig war. Sie hat was von einer perversen Serienkillerin. Wenn mal nicht genügend Arbeit da ist, scheut die sich sicher auch nicht sich welche zu holen.
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Anita Keller vor 9 Monate
Ich finde es super einmal in die Welt von verschiedenen Krankheiten oder Unfällen zu schauen. Mein Mann und ich schauen immer die Sendung "Autopsie" oder "Richter der Toten". Man sollte wirklich viel mehr solcher Bilder zeigen, da werden einige sicher aufgerüttelt!! (Raser, Raucher) So kann man sich alles viel besser vorstellen. Vielen Dank Nicole. Thank you Nicole, it's great
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Jan vor 9 Monate
Ich habe meine zwei 5 cm Samenleiterstücke in einem Glas zu Hause.Als Beweise für meine Partnerin,dass ich zu 100% sicher verhüte.
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Antwort von vor 2 Monate
mehr als krank
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