Mein schwuler Freund hat mich entjungfert

Ihr erstes sexuelles Erlebnis hatte Vicky*, heute 26, mit ihrem damaligen BFF Simon*. Uns erzählt sie, wie es dazu kommen konnte und wie es ihr heute geht.

Es ist jetzt ein paar Jahre her, ich war damals gerade mal 18. Meine Wochenendbeschäftigung bestand zu der Zeit daraus, umzingelt von etlichen Homosexuellen meinen Platz als Königin (und einzige Frau) in einer Schwulendisco zu verteidigen. Die Mädels in meiner Schule beneideten mich um meinen Fancy-Glitter-Lifestyle und meine fabelhaften Freunde. Aber da war etwas, worum ich meine Klassenkameradinnen wiederum viel mehr beneidete. Und schön langsam wurde es mir peinlich: Ich war immer noch Jungfrau.

Ich hatte in diesem ganzen schwulen Haufen zwar Spaß ohne Ende, aber natürlich keine Chance, jemals irgendwelche brauchbaren Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht zu sammeln. Die Idee, einen Mann fürs Leben zu finden, hatte ich ohnehin schon verworfen. Der einzige Hetero in meinem Leben war mein Bruder und irgendwann musste ich mir eingestehen, dass ich wohl auch noch mit 45 unangetastet sein würde.

Ich liebte meinen besten Freund

Mein damals bester Freund Simon und ich waren – um es nett auszudrücken – beide verwirrte, emotional behinderte und hormonschwangere Teenies auf der Suche nach uns selbst. Und nach sexueller Auslastung. Letzteres blieb mir jedoch aus verständlichen Gründen verwehrt. Also hielt ich geduldig Simons Handtäschchen, während er sich in dunklen Ecken mit stetig wechselnden Typen vergnügte. Ich gönnte ihm den Spass, schliesslich war er mein allerbester Freund und ich kann von ganzem Herzen sagen: Ich liebte ihn wirklich.

Unsere Macken verbanden uns. Unser Verhältnis glich mehr einer Ehe, als einer normalen Freundschaft und die Grenzen zwischen gesunder BFF-Beziehung einem fast schon krankhaften Abhängigkeitsverhältnis verschwammen zunehmend. Dazu gehörte auch, dass mein schwuler Freund mich zwar ständig damit aufzog, dass ich noch Jungfrau war, aber andererseits nicht wollte, dass mir ein anderes männliches Wesen zu nahe kommt.

Was ist schon richtig oder falsch?

Schon bald wurde mir bewusst, dass es so nicht weitergehen konnte. Ich stand mir selbst im Weg und Simon war der Auslöser. Ich begann zu jammern, ich war nicht mehr zufrieden mit unserem unausgesprochenen Abkommen. Und ich merkte, dass mein Unglück auch für Simon bald zu viel wurde. Anstatt das einzig Vernünftige zu tun und Abstand zu nehmen, versuchten wir krampfhaft zu retten, was zu retten war.

Wir standen uns zu nahe, hatten beide sowieso schon vergessen, was in unserer Beziehung richtig und falsch war und so führte eines zum anderen. Ich habe keine Ahnung, wie es körperlich bei Simon überhaupt funktionieren konnte. Aber es hat doch geklappt. Und auf einmal hatte ich Sex. Mit meinem schwulen besten Freund. Ich weiß nicht warum, aber es passierte insgesamt trotzdem dreimal. Es war sogar ganz gut.

Ich schäme mich in Grund und Boden

Nicht so romantisch wie erhofft, aber Traumvorstellungen nachzujagen bringt in dieser Situation auch nicht viel. Ich schäme mich heute in Grund und Boden, wenn ich mich daran erinnere, wie ich am nächsten Tag losging, um Kondome zu kaufen. Weil ich jetzt ja auch so etwas wie ein Sexleben hatte. Dachte ich.

Aber: Simon blieb natürlich trotzdem schwul. Unsere Wege trennten sich bald darauf. Ohne Streit. Wir hatten uns einfach auseinandergelebt und dieser letzte Versuch, uns zusammenzuhalten, hatte nicht das erhoffte Ergebnis gebracht. Die Königin der Homo-Disco bin ich immer noch – mit dem Unterschied, dass ich keine Handtaschen mehr halten und mir um mein Sexleben keine Sorgen mehr machen muss. Ich habe nämlich tatsächlich jemanden kennengelernt. Und der steht nicht auf Männer – dafür umso mehr auf mich.

*Namen geändert


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92 Kommentare

John Wayne vor 4 Monate
Wahrscheinlich siehst du aus wie ein Mann..no homo
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Antwort von Rob Halford vor 4 Monate
Du wirst überrascht sein... fast alle HOMOsexuellen Männer sehen auch aus wie Männer!
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Antwort von Kolos vor 4 Monate
Welcher homo wagt sich john wayne zu nennen.....
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Schoowanniii vor 4 Monate
Meine Gott, Leute...Manchmal will man(n) einfach nur Vögeln. In der Not frisst der Teufel fliegen und man(n) macht auch mal ne Ausnahme. In jungen Jahren sowieso...da ist ja nicht mal der Teddy vor einem sicher...und was im Kopfkino alles dann vorgeht, schämen sich sicher auch einige von uns wenn wir zurück auf unsere Teeniezeit blicken. Das es noch "OMG-Leute" gibt in dieser verrückten und offenen Zeit, wundert mich echt, wo ja fasst schon jeder mit jedem vögelt...ttzzz
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