Alternativen zum Hollywood-Einheitsbrei

Kein Bock mehr auf den immer gleichen Hollywood-Shit? Hier unsere Tipps für entspanntes Binge-Watching mit den Show-Highlights made in überall anders, als in Amerika.

Die Brücke – Transit in den Tod
(Original: Broen/Bron, Dänemark/Schweden, 2011-)
Zwei Länder, zwei Ermittlungs-Teams, eine Leiche. Und zwar mitten auf der Öresundbrücke, die das dänische Kopenhagen mit dem schwedischen Malmö verbindet. Das sind die Zutaten für eine der wohl spannendsten Krimi-Serien, die das Fernsehen (und Netflix) derzeit zu bieten hat. Staffel 4 soll 2018 ausgestrahlt werden.

The Returned
(Original: Les Revenants, Frankreich, 2012-)
Wie reagierst du, wenn deine verstorbene Schwester auf einmal wieder vor dir steht – quicklebendig und ohne Erinnerung an ihren Tod. «Les Revenants» greift dieses Motiv auf und zwar so eindrücklich, dass die Amerikaner es nicht lassen konnten und ein – ziemlich mieses – Remake der französischen Horror-Serie rausgekotzt haben.

Boys Over Flowers
(Original: 꽃보다남자, Südkorea, 2009)
Wenn du Drama, Glamour, Kitsch und Intrigen liebst, wirst du von «Boys Over Flowers» besessen sein. Die südkoreanische Serie vereint alles, was das Teenie-Trash-Herz begehrt. Ein aus ärmlichen Verhältnissen stammendes Mädchen kommt in ein Elite-Internat und legt sich mit der coolsten Clique der Schule – die übrigens aus Jungs besteht – an. Fierce!

The Fall – Tod in Belfast
(Original: The Fall, Vereinigtes Königreich, 2013-)

Scully aus Akte X auf der Jagd nach dem «Shades of Grey»-Schönling. Klingt doch schon ganz gut, oder? «The Fall» fesselt von der ersten Minute. Detective Superintendent Stella Gibson soll einer grauenvollen Mordserie im nordirischen Belfast auf den Grund gehen. Twist: Als Zuschauer weisst du von Anfang an, wer der Killer ist und bist der Ermittlerin immer um einen Schritt voraus.

Braunschlag
(Österreich, 2012)
Eine kleine, niederösterreichische Gemeinde nahe der tschechischen Grenze. Braunschlag ist ruhig und langweilig. Sogar ein bisschen zu ruhig und langweilig, denn es mangelt an Tourismus und Geld. Um das zu ändern, faket der Bürgermeister kurzerhand eine Marienerscheinung, die das verschlafene Örtchen ganz plötzlich zur internationalen Pilgerstätte macht. Eine bizarre, medienkritische Heimat-Satire mit tiefschwarzem Humor.

Vorstadtweiber
(Österreich, 2014-)
Die Hinter- und Abgründe der «feinen» Wiener Gesellschaft in den Nobelbezirken der österreichischen Hauptstadt werden durch die ORF-Produktion «Vorstadtweiber» ziemlich bösartig und superlustig persifliert. Die Serie ist ganz klar an den US-Hit «Desperate Housewives» angelehnt, besticht aber durch ganz eigenen, lokalen Charme und die fein herausgearbeiteten Charaktere.

Dicte
(Original: Dicte, Dänemark, 2013-)

Die dänische Journalistin Dicte Svendsen kennt keinen Filter und hat erst recht kein Interesse daran, Regeln zu befolgen. Schon gar nicht die der Polizei. Mit viel Frechheit, der Hilfe ihrer Freundinnen und nicht selten ein bisschen naiver Lebensmüdigkeit mischt sich die Powerfrau in die brutalsten Kriminalfälle ein.

Babylon Berlin
(Deutschland, 2017-)
Mit umgerechnet fast 47 Millionen Franken Budget ist «Babylon Berlin» die bisher mit Abstand teuerste nicht-englischsprachige Fernsehproduktion aller Zeiten. Das kommt nicht nur dem aufwändigen Szenenbild und dem tollen Cast zugute, sondern macht sich auch bei der superguten Story (Ermittler im hedonistischen Berlin der Zwischenkriegszeit) von Kult-Filmemacher Tom Tykwer bemerkbar.

Meuchelbeck
(Deutschland, 2015-)
Markus kehrt nach 20 Jahren aus Berlin in sein winziges Heimatdorf Meuchelbeck am Niederrhein zurück. Im Schlepptau: Ein Berg Schulden, seine 16-jährige Tochter Sarah und ein paar dunkle Geheimnisse. Ähnlich wie das österreichische «Braunschlag» karikiert «Meuchelbeck» die Schattenseiten des Dorflebens und die dunklen Geheimnisse der Landbevölkerung.

Grand Hotel
(Original: Gran Hotel, Spanien, 2011-2013)
Oft als spanische Antwort auf «Downton Abbey» bezeichnet, zeigt «Grand Hotel» den Alltag einer stinkreichen Hotelier-Familie und deren Angestellten. Natürlich kommt so eine Story nicht ohne Mord, Liebschaften, Sex und Drama aus – all das durch spanisches Temperament noch eine Stufe gesteigert. Ay dios mio!


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11 Kommentare

Ekeltoni vor 26 Tagen
Also ich mag lieber grosses kino statt die intellektuellen fäkalien von irgendwelchen kunst und theater studentenmongos. Auch wenn avantgardistisch und cool sein soll ist es immer noch scheisse.
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vor 27 Tagen
Es gäbe auch viele gute russische Filme und Serien. Leider schaffen sie es nie bis zu uns...
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Sebi vor 27 Tagen
Was Filme und Serien betrifft, bin ich sehr offen. Die Indy-Branche der USA ist aber im Moment mitunter das beste was dieser Planet zu bieten hat. Die meisten Deutschen Produktionen lehnen sich all zu oft an das grosse Vorbild Hollywood an. Das löscht mir jeweils ab weils einfach gekünstelt wirkt. Das fängt bei der Musik-Untermalung an und hört beim Humor auf. Dabei hatten deutsche Filme gerade früher ihren völlig eigenen Charme.
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Bob vor 27 Tagen
Suburra - meiner meinung nach eine der besten non british/american shows
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Antwort
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