24-Jährige findet Schönheit in nassen, haarigen Ärschen

Auch schöne Menschen machen eklige Dinge. Davon ist eine junge Fotografin fest überzeugt. In ihren Bildern spielt sie mit Schönheit und Ekel – wir können nicht wegschauen.

Ein nasser Arsch auf den Blütenblätter und Gras gedrückt werden, Haare bahnen sich ihren Weg durch die Poritze. Mit rotem Lippenstift verschmierte Münder, um die sich tropische Pflanzen winden. Abgetrennte Flügel toter Insekten, die ölig auf Metall schwimmen – die Fotos der 24-jährigen Britin Maisie Cousins sind obszön, ein bisschen eklig und halten trotzdem eine ganz eigene Art von Ästhetik an sich. Man will nicht wegschauen, ist fasziniert von Farben und Texturen, die aus den Bilder springen.

«Die Natur ist immer wunderschön und auch widerlich. Sogar die hübschesten Menschen bluten und scheissen», sagt die Fotografin zu «Dazed». Maisie vereint in ihrer Arbeit das Schöne und Groteske. Die Bilder erforschen eine bunte Bandbreite an Themen wie Macht, Weiblichkeit, Natur, Technologie und den menschlichen Körper.

Aufregung vor der ersten richtigen Ausstellung

«Als ich ein Kind war, habe ich mir die Kamera meiner Mutter geliehen und aus Spass Fotos von meinen Barbies gemacht. Das Interesse zur Fotografie hat sich immer gehalten», erzählt die Londonerin auf «Refinery29». Später habe sie dann ihren Bachelor in Fotografie gemacht, um ihrer Leidenschaft einen professionellen Stempel aufzudrücken. Der akademische Fetzen Papier ist allerdings nicht das, was ihr den Durchbruch bescherte: Schon mit 15 Jahren teilte die Fotografin ihre Werke auf der Plattform «Tumblr», was ihren Erfolg enorm pushte und Hunderttausende erreichte.

Jetzt, viele Jahre später, steht die Künstlerin vor ihrer ersten richtigen Ausstellung. «grass, peonie, bum» stellt die metaphorische Repräsentation von Natur, Schönheit und Ekel dar. «Ich bin furchtbar aufgeregt. Ich habe durch diese Möglichkeit den Glauben an meine eigenen Fähigkeiten wiedergewonnen», sagt die 24-Jährige zu «Dazed».

«Ich denke, dass Geruch so sexy und gleichzeitig herzzerreissend ist»

Die Künstlerin setzt bei ihrer Vernissage allerdings nicht nur auf einen Sinn: «Für mich dreht sich beim kreativen Prozess alles um Berührung, Textur und Geruch. Ich will, dass die Besucher genau das fühlen, was ich fühle.» Um das zu erreichen, tüftelte der Kreativkopf gemeinsam mit Parfümeurin Azzi Glasser ein Jahr lang an verschiedenen Düften, die die Fotografien während der Ausstellung perfekt ergänzen sollen. «Kunst ist nicht nur visuell. Ich denke, dass Geruch so sexy und gleichzeitig herzzerreissend ist. Ich hab jemanden gedatet und nachdem wir Schluss gemacht hatten, roch ich sein Parfum an jedem und überall. Das tat weh.»

Wer sich nicht zur Vernissage nach England schleppen kann, der guckt sich einfach den Instagram-Account der Künstlerin an und lässt die ausgefallenen Aufnahmen – wie 54'000 andere Abonennten – einfach online auf sich wirken. 


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16 Kommentare

Salem Müller vor 1 Monat
Einfach Krank, was alles Kunst sein soll.
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Antwort
Ms. Gogh vor 1 Monat
naja... mag ja kunst sein. mein geschmack triffts nicht.
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Antwort
Boys vor 1 Monat
Na ja sieht aus wie geknipse - keine Technik dahinter nur abdrücken auf uninteressante Motive.
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Adolf vor 1 Monat
Ganz ehrlich, ich finde die Bilder aber so richtig schlecht. Das ist doch einfach irgendetwas. Anstatt jungen "Künstlern" eine Plattform zu bieten, geht doch mal zu einem jungen Doktoranden der euch etwas über seine Forschung erzählt. Wäre spannender und informativer.
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