Diese App vereinfacht das Cyber-Mobbing

Die perfekte App für Online-Mobber: «Sarahah». Statt positiver Kommentare und konstruktiver Kritik, hagelt es da nämlich Beleidigungen. Überraschend? Irgendwie nicht.

Wer eine dicke Haut hat und sich von dummen Sprüchen nicht gleich unterkriegen lässt, ist mit Social Media bestens bedient. «Sarahah», die App, die momentan gerade unseren Facebook-Feed vollspammt und eigentlich für den regen Austausch anonymer konstruktiver Kritik gedacht war, mutiert langsam aber sicher zum neuen Lieblingsspielzeug für Online-Mobber.

Ganz Mutige und Neugierige – wahrscheinlich etwas masochistisch Veranlagte – posten ganz einfach ihr «Sarahah»-Profil in ihren Social-Media-Kanälen und öffnen damit das Tor zur Internethölle. Freunde und Fremde haben die Möglichkeit anonym ihre persönliche Nachricht zu hinterlassen. Statt Feedback zum vergangenen Vortrag oder den Kochkünsten, hagelt es allerdings oft Beleidigungen. Welch grosse Überraschung.

Hasswütige Internettrolle

Auf ihrer Website preisen die Macher die App als Werkzeug für verbesserte Arbeitsleistung an. Man könne seine Freundschaften stärken, indem man seine Stärken und Schwächen kennenlernt und die Ehrlichkeit seiner Kollegen zu schätzen lernt.

Das einzige Problem: Die Köpfe hinter der App haben wohl nicht mit der Meute hasswütiger Internettrolle gerechnet, deren grösste Freude es ist, immer und überall Scheisse zu labern. Richtig, das Ganze ging nach hinten los. Viel eher dient es Mobbern zu ihrer täglichen Portion Online-Missbrauch als brauchbare Kritik zu liefern. «Die App ist definitiv nichts für Sensibelchen», kommentiert ein User im AppStore.

Wieso man freiwillig Einladungen für Beleidigungen verschickt, wissen wir nicht. Und bevor wir uns gleich selber in Embryonalstellung in die Ecke verziehen, löschen wir die App lieber wieder.


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5 Kommentare

Denk nach vor 1 Monat
Selber Schuld wegen den persönlichen Kommentaren. Natürlich sieht man in diesem Artikel nur diese ... Die Kritik ist zwar unter aller Sau formuliert - aber im Kern ist die Kritik berechtigt. 95%+ der Leser finden Tillate sowas von schlecht, ihre Artikel langweilig, reisserisch, unpassendes Publikum (Trends aus den USA nachhecheln) und hintenraus ist 20min fast immer linkslastig und nicht politisch neutral wie guter Journalism es sein sollte. Selber Schuld
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Lisa vor 1 Monat
Ich mobbe regelmässig meine Familie. Für heute Samstag 10.00 Uhr habe ich gestern Freitag Brunch mit über 50 verschiedenen Sachen versprochen. Die waren alle hell begeistert. Die schlafen alle gerne aus am Samstag morgen. Deshalb habe ich ihnen um 09.00 Uhr das Minikochbuch "Brunch" auf den leeren Tisch gelegt und mich gediegen aus dem Staub gemacht und mir im Migros Restaurant Frühstück gegönnt. Meine Frage nun: Hätte mir diese App das Mobbing vereinfacht? Das Minikochbuch hat nämlich nur 5.- gekostet, was ein recht geringer finanzieller und zeitlicher Aufwand für den Spass war. Schafft das die App günstiger und schneller? Ach ja, ich war übrigens die einzige die Spass hatte, aber ich habe dem Rest meiner Familie ja auch keinen Spass versprochen, nur Brunch :-D
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..... vor 1 Monat
Troll und Mobbing ist nicht dasselbe. Trolls kommen aus Kekistan und sind eigentlich ganz harmlos, wenn man sie versteht. Mobber sind da schon etwas ganz anderes
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Pepe vor 1 Monat
Die App für Trolle um trolle zu trollen. Trolle trollen ist die Trollkönigklasse des trolling. #Free Kekistan
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