«Ich musste es mir heute zweimal selbst machen»

Die Fotografin Sarah Bahbah verwandelt jugendliche Ängste, Träume, Gedanken in erotische Fotos. Mit Style, Ironie und Sex portraitiert sie die «Instagram-Generation».

Mehr als 400'000 Insta-Fans folgen der jungen Wahl-Amerikanerin mit australischem Reisepass und palästinensischen Wurzeln. Sarah Bahbah gehört zur Riege junger Künstlerinnen, die mit ihrem einzigartigen Stil und ihren schlauen, rebellischen Ideen wichtige soziale Statements setzen und einen Teil des aktuellen Zeitgeistes repräsentieren.

Sarahs Vorliebe für Kino ist in ihrer Arbeit nicht zu übersehen. So ergänzen oft Untertitel viele ihrer Fotos. Dieses Stilmittel hat nicht nur einen ästhetischen Aspekt, sondern auch einen erzählerischen. Mit den kleinen Phrasen und Dialogen unter den Bildern ergänzt sie die Story dahinter und macht den Plot klarer.

Frisch und vertraut

Da Kunst jedoch Freiraum für Interpretationen lassen darf (soll, kann, muss) bleiben die Zusammenhänge doch oft schwammig. Und das trotz einfacher, klarer Worte: «Ich würde dich gerne noch länger ansehen, irgendwann» oder «Ich liebe dich ein bisschen» oder «Ich musste es mir heute zweimal selbst machen, nur um aufwachen zu können».

Existenzielle Grundsatzfragen und «Teenage Angst» im Zeitalter von sozialen Medien In Kombination mit Fotos voller nackter Haut, Fast Food und perfekten Menschen (Topmodels wie Neels Visser oder Schauspieler wie Dylan Sprouse) ergeben eine ziemlich spannende Mischung, die so frisch und doch so vertraut erscheint.

Mit respektvollem Augenzwinkern

«Ich will mir selbst treu sein, wenn ich meine Emotionen, meine Gefühle, meine Gedanken und meine Gelüste ausdrücke», sagt Sarah Bahbah über ihre Herangehensweise. Künstlerinnen wie sie halten mit ihren Werken für einen Augenblick die Zeit an, um das Lebensgefühl unserer Generation mit Augenzwinkern und dennoch Respekt einzufangen.

Noch bis 21. Januar stellt Sarah in der HVW8-Galerie in Los Angeles einen Querschnitt ihres bisherigen Schaffens unter dem Titel «Fuck Me, Fuck You» aus. Besucher können hier ihre Arbeiten zu Themen wie Herzschmerz, Sex und Erwachsenwerden bewundern.
 


Kommentar schreiben

24 Kommentare

Kritiker vor 1 Monat
Es interessiert mich nicht wie oft sie es sich machen musste. Ich fühle mich von diesen ganzen Fake-Notgeile-Frauenartikeln belästigt auf 20min.
14
3
Antwort
Chris vor 1 Monat
Habe volles Verständnis für die pubertäre Phase, haben wir ja alle auch schon durchlitten, aber dies als "eine ziemlich spannende Mischung, die so frisch und doch so vertraut erscheint" uns Lesern, welche von Tuten und Blasen keine Ahnung haben dürfen, unter die Nase reiben zu wollen, geht eindeutig zu weit...ausser der Artikel wurde auch von einem fiebrigen Pubertierenden aufgesetzt! Banale Fotografien, banale Texte...und schliesslich der Kern-Satz im Artikel; "Künstlerinnen wie sie halten mit ihren Werken für einen Augenblick die Zeit an, um das Lebensgefühl unserer Generation mit Augenzwinkern und dennoch Respekt einzufangen." WOWWW!!! Wirkliche Kunst wurde zum Glück niemals über autokrate Egomanie definiert, nein mit der Zeit wird schonungslos der Spreu vom Weizen getrennt!
23
2
Antwort
Macho vor 1 Monat
Solche Damen langweilen mich..Gäääähn
18
5
Antwort
Ich bi dr Best! vor 1 Monat
Und ich habe gestern in eine Ecke geschissen und ein Foto gemacht.
41
5
Antwort
Wie schwierig ist es, aus der Kirche auszutreten?

Wie schwierig ist es, aus der Kirche auszutreten?

video
Ein Tag zwischen Dildos und Gummi-Mumus

Ein Tag zwischen Dildos und Gummi-Mumus

Das sind unsere digitalen Albträume

Das sind unsere digitalen Albträume

video
Kontroverse Serie tötet Minderheiten

Kontroverse Serie tötet Minderheiten