Ein Hotelzimmer revolutioniert das Fernsehen

Die neue, hochgepriesene HBO-Produktion «Room 104» soll unsere Art Serien zu schauen, von Grund auf verändern.

Die Welt dreht sich immer rasanter, unsere Aufmerksamkeitsspanne sinkt und wir wollen immer mehr, immer schneller an neue Informationen und Unterhaltung kommen. Am besten häppchenweise. Streaminganbieter wie «Blackpills» sind schon auf den Trend aufgesprungen und bieten gnadenlos progressives Entertainment, ohne Filter und Überlänge.

Binge-Watching ist sowas von 2016. Die Zeiten, in denen wir Stunden – oft sogar ganze Nächte, Tage, Wochenenden – damit verbringen, «Walking Dead»- oder «Game of Thrones»-Marathons knallhart durchzuziehen, sind wohl noch nicht ganz vorbei aber neigen sich offensichtlich langsam dem Ende zu.

Satire, Psychothriller, Comedy

Nach dem Vorbild kultiger Anthologien wie «Twilight Zone» und «Black Mirror» kreierten die Brüder Jay und Mark Duplass das Konzept für den neuesten Geniestreich der HBO-Fernsehmacher: «Room 104». Die erste Staffel besteht aus zwölf in sich völlig abgeschlossenen Folgen, mit jeweils gänzlich neuer Besetzung.

Nicht nur die Schauspieler und Geschichten, sogar das Genre ändert sich von Episode zu Episode: Von schwarzhumoriger Satire über Psychothriller und Kammerspiel bis hin zu purem Comedy-Gold. Einziger gemeinsamer Nenner: Schauplatz all dieser Storys ist das Zimmer mit der Nummer 104 in einem nicht näher benannten amerikanischen Hotel.

Freiheit ist Gift für Kreativität

Die Macher äusserten sich auf einer Pressekonferenz zur Serie wie folgt: «Der Gedanke war, an einem Freitag- oder Samstagabend nach ein paar Drinks nachhause zu kommen und Lust auf ein bisschen Fernsehunterhaltung zu haben.» Und das ganz ohne mühsame Recherche zu vorherigen Folgen oder der Herausforderung, sich nun einer ganzen 10-teiligen Staffel stellen zu müssen.

Mit den halbstündigen Episoden wollten die Brüder Duplass «vor allem Spass haben», wie sie erklären. Regisseurin Adina Smith, die für die erste Folge von «Room 104» zuständig war, ergänzt: «Die Kürze der Zeit und die Begrenzung auf dieses eine Zimmer hat ich als durchaus befreiende Beschränkung erwiesen – zu viel Freiheit kann Gift für die Kreativität bedeuten.»



Die Serie läuft seit letzter Woche bei den Amis auf HBO. Die deutschsprachige Erstausstrahlung ist für den Herbst 2017 geplant.



 


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2 Kommentare

Roland Deschain vor 2 Monate
Das gibts es schon lange, nennt sich Kurzfilm.
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Binger vor 2 Monate
"bingen" soll out sein? Lächerlich... Was will ich mit einer Serie, wo ich 12x andere Leute hab und andere Handlungen`? Da guck ich lieber ein paar Spielfilme als sowas. Und natürlich binge ich weiter, und zwar immer mehr. Das hier als DEN neuen Trend zu verkaufen ist... süss.
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