Das ist der dritte Liebhaber aus «La La Land»

Ein amerikanischer Künstler beweist, dass die Protagonistin aus «La La Land» den vollkommen falschen Weg zum Film-Fame wählte – mit Photoshop wäre das viel einfacher gewesen.

Was haben alle Filme gemeinsam, die für einen Oscar in der Kategorie «Bester Film» nominiert wurden? Starke Soundtracks, sexy Schauspielerinnen, süsse Storys? Weit gefehlt. Neben dem immer gleichen Soundeffekt spielt hier auch überall ein sympathischer Typ aus Chicago eine Rolle: Der Typ in den Filmen – ihr kennt ihn alle.

Bevor ihr gleich den nächsten Oscar-Skandal prophezeit – dieser Fall dreht sich nicht um die Filme selbst oder darum, dass jemand einen falschen Briefumschlag in den Händen hält. Dieses Mal dreht sich alles um die Filmplakate.

Photoshop für Fame

Der Comedian Guy Madjar nutzt seine Photoshop-Skills nämlich nicht für ehrenwerte Aufgaben wie das Blamieren von anderen Menschen, das Verkleinern von Hüften oder die Produktion von falschen Kindersoldaten. Der Amerikaner verhilft sich mit seiner Photoshop-Kunst zu dem Fame, für den andere jahrelang in L.A. Kaffee servieren und sich von Casting zu Casting und von Absage zu Absage hangeln. Da hätte Emma Stone in «La La Land» einiges von ihm lernen können.

Denn der Bildbearbeitungszauberer nahm sich alle Streifen vor, die für einen Oscar in der Kategorie «Bester Film» nominiert waren und verpflanzte sich selbst auf die Filmplakate der Blockbuster. Das Resultat ist grosses Kino und verleiht den Filmen oft eine neue Perspektive.

Das dritte Rad von «La La Land»

Aus der Wohlfühl-«La La Land»-Liebesgeschichte wird so ein trauriges Musical über das fünfte Rad am Wagen. Der pazifistische Kriegsheld und Einzelgänger aus «Hacksaw Ridge» hat auf einemal einen ziemlich relaxten Kumpanen, der zwischen Bomben und Schutt friedlich Marshmallows grillt. Der geniale LGBT-Film «Moonlight» bekommt einen dicken Schmatzer ab und in «Manchester by the Sea» kümmert sich endlich jemand um die Tauben.

Der Künstler hat bereits weitere Photoshop-Plakate versprochen. Wir sind gespannt und können bei der coolen Arbeit eigentlich nur den «La La Land»-Produzenten Jordan Horowitz bei der Oscar-Verleihung zitieren: «Hey Leute, es tut mir leid, aber da ist ein Fehler passiert.» Genau – eigentlich hätten nämlich die Photoshop-Plakate einen Oscar verdient. 


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1 Kommentar

Meddl vor 9 Monate
Tilllate will sich als Jugend Zeitschrift zeigen... Jetzt mal eine Frage an die jüngeren wer kennt den Film/Song?...
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Antwort
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