«In meinen Pornos gehts um den weiblichen Orgasmus»

Petra Joy produziert Pornos, in denen es um die Befriedigung weiblicher Sexualität geht. Für ihr Schaffen hat die Porno-Macherin jetzt den den «Porna Award» erhalten.

Von hetereosexuellen Hengsten, die Frauen wie ein Stück Fleisch vor laufender Kamera penetrieren, hält Petra Joy nicht viel. Der Markt von Pornos, die von Männern für Männer gedreht werden, sei übersättigt. Anders sehe es beim Porno-Angebot für Frauen aus. «Ich wünsche mir, dass in Zukunft 50 Prozent aller Pornos von Frauen produziert werden», sagt Joy zu tilllate.com. Sie selber ist eine davon. «Meine Filme machen Frauenfantasien wahr. Vor meiner Kamera sind Lust, Sex und Leidenschaft echt – ‚Art-Core’ eben.» Es gehe nicht darum, Geschlechtsteile in Nahaufnahme zu zeigen. Im Gegenteil; ist die Protagonistin kurz vor dem Höhepunkt, bricht Joy nicht ab, um die Kamera in die noch bessere Position zu rücken. «Ich lasse es einfach passieren.» Das Publikum sei schliesslich nicht blöd. Beim Pornokonsum merke man sehr schnell, ob es sich um geskripptetes Rammeln oder echte Gefühle handelt. Dass Joy jetzt den vom Publikum gewählten Porna Award 2013 des Dusk-TV-Channels (Erotikkanal für Frauen, Anm. der Red.)  bekommen hat, bestätigt die 49-Jährige in ihrem Schaffen. «Es ist schön, als Feministin Erotik-Filme machen zu können, die Anklang finden und Frauen Freude machen.»

«Ich konsumiere hie und da Schwulen-Pornos»

Bevor es explizit Filme für Frauen gegeben hat, haben diese vor allem Schwulen-Pornos geguckt. «Frauen sind schwulen Männern in ihrer Fantasie viel näher als heterosexuellen», erklärt Joy. «Auch ich konsumiere hie und da Schwulen-Pornos und Sexfilme von anderen Filemmacherinnen.» Das sei wie bei Männern – die stehen schliesslich auch auf Lesben-Sex. Dreht Joy zum Beispiel Dreier-Szenen mit zwei Männer und einer Frau, steht die Frau im absoluten Mittepunkt. «In normalen Pornos ist es oft so, dass zwei Männer Frauen wie ein Stück Fleisch behandeln. Meistens berühren sich die männlichen Darsteller auch nicht.» Bei Joys Filmen ist das anders: «Ich filme gerne Szenen, in denen zwei Männer zum Beispiel gleichzeitig eine Frau oral befriedigen. Dabei zeige ich gerne, wie sich die Männer anfassen und küssen.» Dabei achtet Joy darauf, dass man auch die Gesichter, Hände und Rücken der Männer sieht. Das mache schliesslich jede Frau an.

Echte Liebe am Set

Bei den Menschen, die vor Joys Kamera stehen, handelt es sich nicht um professionelle Pornodarsteller. Vielleicht sei es gerade das, was den Unterschied ausmache. «Wer mit mir arbeitet, entscheidet selber, ob und mit wem er oder sie Sex haben will.» So sei es schon oft vorgekommen, dass Zwei vor und/oder nach dem Dreh miteinander schliefen. Einmal haben sich sogar zwei ineinander verliebt. Tagelang haben die beiden in der Hängematte des Garten gekuschelt. «Das ist das Schöne – bei uns geht es sehr familiär zu und her», betont Joy. Sehr angenehm sei es auch mit echten Paaren, die sich vor die Linse wagen. Ist ihr jemand besonders in Erinnerung geblieben, mit dem Joy gearbeitet hat? Da war ein Mann, der vorher in rund drei Pornos mitgewirkt hat. Nachdem er bei mir war, sagte er, dass er nie mehr was anderes machen wolle. Bevor er ging, bedankte er sich für den quasi ‚bezahlten Urlaub’.»

Joy und ihr Sex

Wie wirkt es sich eigentlich auf das eigene Sexleben aus, wenn man im Pornobusiness tätig ist? «Das hat keinen so grossen Einfluss. Es gibt Abende, die ich immer noch gerne mit Pornos und neuen Spielzeugen verbringe», sagt Joy. Denn egal ob man im Porno-Business tätig ist oder nicht: Sex ist und bleibt nun mal die schönste Nebensache der Welt.

>>> Mehr über Petra Joy auf ihrer Homepage.


Kommentar schreiben

1 Kommentar

patrick h. vor 4 Jahre
joy, ihre pornos sind zum abschalten langweilig
0
0
Antwort
Würdest du der Polizei dein Passwort verraten?

Würdest du der Polizei dein Passwort verraten?

Leute wollen mit dem IT-Clown schlafen

Leute wollen mit dem IT-Clown schlafen

In der Schule rumzusitzen ist nichts für ihn
sponsored

In der Schule rumzusitzen ist nichts für ihn

«Sorry, aber ich würde das Geld behalten»

«Sorry, aber ich würde das Geld behalten»