Selbstgemachte Erektionen für Grosis Vitrine

Lily Heaume sorgt mit ihrer Kunst für Aufregung: Die 18-Jährige macht hübsche Penis-Skulpturen – und zwar solche ihrer bisherigen Sexpartner. Wieso sie das macht? Keine Ahnung, darum haben wir nachgefragt.

One-Night-Stands bedeuten für viele dumme, betrunkene Fehltritte. Sexuelle Erfahrungen, bei denen die Scham über die vergangene Nacht meist grösser ist als die verspürte Befriedigung. Lily Heaume sieht das etwas anders. Die 18-jährige Wahllondonerin kreierte nämlich aus ihren bisher zehn Errungenschaften Nachbildungen ihrer Männlichkeit. Aus Ton. Statt obszön zu wirken, sehen die aber vielmehr nach einem hübschen Weihnachtsgeschenk für Omis Skulptürchen-Sammlung aus.

«Das sind keine Trophäen»

«Meine Werke sind ein Abbild meiner sexuellen Erfahrungen – und Penisse gehören nun mal zur erotischen Lust dazu», erzählt uns Lily. Die Knie zu formen, wäre da wohl etwas unsinnig gewesen. Für die 18-Jährige seien die Ton-Erektionen aber keine Trophäen: «Vielmehr stellen sie für mich die negativen Erfahrungen dar, die ich bisher mit Sex gemacht habe.»

Und deswegen tragen die kreierten Glieder, die sie aus ihrem Gedächtnis formt, jeweils eine Inschrift. Dazu gehören unter anderem «Lügner» oder «Hör auf, mich anzurufen». Alles Eindrücke und Emotionen, die sie an ihre ehemaligen Betthäschen erinnern. «Das Ziel war es, negative Aussagen den hübschen, blumenverzierten, in weiss glänzenden Penissen gegenüberzustellen.»

Gibts zu den Penis-Skulpturen bald Vagina-Pendants?

Lily hat die Phallus-Skulpturen alle verkauft – und die gingen scheinbar weg wie heisse Weggli. Der teuerste Lümmel war dem Käufer gar über 90 Franken wert. Dass ihre ganz persönlichen Objekte der sexuellen Frustration jetzt im Wohnzimmer fremder Menschen stehen, kümmert Lily aber nicht. Im Gegenteil. «Jeder interpretiert Kunst auf seine eigene Weise. Eine meiner Kundinnen kaufte etwa den Penis mit der Aufschrift ‹Lügner›, weil er sie an ihren Ex-Mann erinnerte», erzählt sie. Ihr gefalle es, dass andere Personen ihre Erfahrungen auf die Werke der jungen Künstlerin widerspiegeln.

Die junge Britin arbeitet derzeit aber an einem Projekt, für das sie geschmacklose Tinder-Nachrichten malt. Vagina-Nachbildungen gibts demnächst also keine. Leider.


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34 Kommentare

Felix vor 10 Monate
Schade das im Artikel nicht steht, wie sie die Skulpuren herstellt. Das wäre mal interessant gewesen. Aus dem Gedächtnis frei hand?
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Klaus Kleber vor 1 Jahr
Früher nannte man das Dachschaden, heute ist es künstlerische Befreiung von der maskulinen Unterdrückung oder so ähnlich.... Und die kriegt dafür sogar einen Zeitungsartikel!
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Krank vor 1 Jahr
Ich möchte mir den Aufschrei der ewig gestrigen Feministinnen nicht vorstellen, wenn ein Mann die Brüste oder Schamlippen seiner Sexpartnerinnen modellieren und in einen Trophäenschrank stellen würde. Perverses Schwein wäre wohl einer der harmloseren Frauengeschreie.
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Zombie vor 1 Jahr
Diese junge Dame ist fantastisch. Sie hat tatsächlich 4 Lippen, Zwei oben und Zwei unten, ratet doch mal, welche von den Lippen die ehrlicheren sind hehe. Die Dame ist unsere Männlichkeit fan, mit Ihrer oberen Lippe meckert Sie angeblich dauernd über Männern aber mit Ihrer unteren Lippe, macht Sie alles wieder gut, eine wahrhafte Künstlerin, ich wünsche Ihr alles Gute!
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